14°

Montag, 16.09.2019

|

Neugestaltung Maximilianstraße: SPD macht Druck

Verbesserungen zwischen Westfriedhof und Fürther Straße gefordert - 19.10.2016 06:00 Uhr

Ein Teil der Straßenbahngleise liegt noch immer in der Straße: Die Neugestaltung der Maximilianstraße muss dringend in Angriff genommen werden, fordert die SPD. © Michael Ziegler


Vor elf Jahren hat der Verkehrsausschuss konkrete Umbaupläne für die Maximilianstraße samt dem Kreuzungsbereich an der Fürther Straße beschlossen. Im Mittelpunkt stand dabei die Neuaufteilung des Straßenraums durch den Wegfall der früheren Straßenbahngleise. Dadurch sollten eigene Busspuren geschaffen werden, beiderseits Lücken im Radwegenetz geschlossen und der Kreuzungsbereich neu geordnet werden — inklusive einer Linksabbiegespur von der Ringstraße in Richtung Innenstadt. Doch angesichts der veranschlagten Kosten von 2,1 Millionen Euro landete das Projekt bis heute in der Schublade.

Damit will sich die SPD-Fraktion nun nicht mehr abfinden. In einem Antrag verweist der Muggenhofer Stadtrat Michael Ziegler darauf, dass weiter "ein Teil der Gleise ungenutzt im Boden liegt", weil nur ein Teil für die eigenständige Busspur entfernt wurde. "Insgesamt wirkt die Trasse wie eine verlassene Baustelle, bei der irgendwann die Arbeiten eingestellt wurden", kritisiert Fraktionsvize Thorsten Brehm. Weil der Verkehrsraum unklar strukturiert sei und es Radweglücken gebe, sehen Brehm und Ziegler Handlungsbedarf.

Grünstreifen gewünscht

Per Antrag wird von der Stadtverwaltung ein Konzept gefordert, wie die Maximilianstraße Zwischen Westfriedhof und Fürther Straße "funktional und gestalterisch aufgewertet werden kann". Sie könnten sich zum Beispiel einen schönen Grünstreifen vorstellen. Weil eine solche Maßnahme dem ganzen Quartier guttun würde, soll mit Blick auf die Kostenfrage geprüft werden, ob es Fördergelder aus dem Topf für das Sanierungsgebiet Weststadt geben könnte.

Baureferent Daniel Ulrich betonte auf Anfrage, dass die Verkehrssituation in diesem Abschnitt für alle "sehr unbefriedigend ist". Dabei spricht er von "einer der empfindlichsten Lücken im Radwegenetz", auch der Bus sei nur "schlecht beschleunigt worden". Bei den Plänen von 2005 hält er wegen einiger Veränderungen (wie dem kürzlich gestarteten Bau der neuen Feuerwache oder modifizierten Fahrradkonzepten) einige Anpassungen für notwendig. Die Priorität des Vorhabens hänge jedenfalls von der Finanzierbarkeit ab. Und hier ist primär der Stadtrat gefordert. 

JO SEUSS

7

7 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg