Lifestyle-Produkt des VNP

Nürnberg: "fein raus" eröffnet in Gostenhof kleinen Laden mit großen Zielen

Das "Original": NN-Redakteur Alexander Brock.
Alexander Brock

Lokales

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22.5.2022, 13:50 Uhr
Lebendig und kreativ: Das Team von "Fein Raus" in der Volprechtstraße 21 in Gostenhof vor seinem neuen Laden: Anna Hofstetter, Andrea Munkert (Themenkoordination und Redaktionsleitung), Antonia Raum (stellvertretende Koordinatorin und Leiterin) und Robin Walter (von links).

© Günter Distler, NNZ Lebendig und kreativ: Das Team von "Fein Raus" in der Volprechtstraße 21 in Gostenhof vor seinem neuen Laden: Anna Hofstetter, Andrea Munkert (Themenkoordination und Redaktionsleitung), Antonia Raum (stellvertretende Koordinatorin und Leiterin) und Robin Walter (von links).

Es riecht nach Zimt und süßem Crêpe. Auf einem Tapeziertisch liegen Second-Hand-Klamotten, eine Frau hält mit einem prüfendem Blick eine Hose in die Luft, am Nebentisch bietet jemand Skateboards an. Leben zieht in die Hinterhöfe in West-Gostenhof ein, es ist Flohmarkt-Tag.

Inmitten des Trubels feiert aber auch ein kleiner Laden mit großen Zielen eine inoffizielle Eröffnungsparty bzw. eine erste Möglichkeit zum Kennenlernen: "fein raus", das VNP-Digitalprodukt für Lifestyle, Food und Alltagsabenteuer in Nürnberg, Fürth und Erlangen, zeigt hier sein Gesicht, hinter dem ein engagiertes Team steht. Dazu zählt etwa Andrea Munkert, die in dem Laden in der Volprechtstraße 21 die Geschicke lenkt. Jeden führt sie durch die Räume, der interessiert hereinspitzt und sie erklärt dann, worum es hier geht.

Hier wird geduzt

So lautet das Motto der Fein-Raus-Crew zusammengefasst: "Aus der Szene, für die Szene." Ware zum Anfassen und Kaufen liegt hier kaum aus, abgesehen von den Zimtschnecken und dem Kaffee - doch beides gibt's heute gratis. Der Service für junge und jung gebliebene Menschen wird hier ganz groß geschrieben. "Wir sind da für Menschen, die was entdecken und ausprobieren wollen", sagt Andrea. "Wir bieten für unsere Zielgruppe eine Art Freizeit-Guide an." Darauf legt sie allerdings Wert: "Bei uns werden die Menschen geduzt. Es heißt nicht: Welche Interessen haben Sie? Sondern: Worauf hast du Bock?"

Eröffnet: Anna Hofstetter malt das Emblem von "Fein Raus" auf das Schaufenster des neu eröffneten Ladens in der Volprechtstraße.

Eröffnet: Anna Hofstetter malt das Emblem von "Fein Raus" auf das Schaufenster des neu eröffneten Ladens in der Volprechtstraße. © Günter Distler, NNZ

Das Kerngeschäft des Teams besteht vor allem aus redaktioneller Arbeit. Und die kommt in erster Linie digital daher. Und das kann so aussehen: Robin Walter, Werkstudent bei Fein Raus, führt gerade rund 20 Menschen durch den rund 70 Quadratmeter großen Laden. Virtuell, wohl gemerkt. Auf Instagram. Mit einem Smartphone scannt er den Showroom, die Büros, die Küche und den Außenbereich im Hinterhof und erklärt, welche Funktionen die Räume haben. Er interviewt Andrea und die anderen Teammitglieder, die erklären, was die User hier erwartet.

"Wir schaffen Verbindung"

Aus Usern werden dann idealerweise Besucher. Denn darum geht es auch: Die Follower dazu bewegen, den virtuellen Raum zu verlassen und in die Volprechtstraße 21 zu kommen. "Die Tür hier ist offen, es sind nur drei Stufen, um in den Laden zu kommen", sagt Robin.

Was ist in Nürnberg, Fürth und Erlangen los? fein raus liefert die Antworten. Es geht um Gastronomie, Events und Geschäfte. Ein Beispiel: Per Sneak Preview hat fein raus erst einen neuen Fürther Second-Hand-Laden vorgestellt. Das Geschäft war noch nicht eröffnet, aber die Follower in den sozialen Netzwerken bekamen schon mal erste Eindrücke, erklärt Werkstudentin Laura Fuchs. "Wir schaffen damit Verbindungen. Wir senden oder schreiben für Leute, zu denen ich mich auch zähle", sagt Robin.

Pflanz-Tausch-Treffen geplant

Grenzen sind im Konzept von fein raus weit gefasst. Hier sind auch kreative Projekte wie "Plant Swap" möglich. Das Projekt steht auch fest auf der Agenda und soll bald passieren. Was das ist? Ein Pflanzen-Tausch-Treffen. Ausgewachsenes Grün, aber auch den kleinsten Ableger kann man dabei zum Tausch anbieten oder verschenken. Selbst Samen, Stecklinge oder jegliches Zubehör, wie Töpfe sind dort willkommen.

Der Fein-Raus-Laden während der Eröffnungsparty und dem Hinterhofflohmarkt am 

Der Fein-Raus-Laden während der Eröffnungsparty und dem Hinterhofflohmarkt am  © Günter Distler, NNZ

Und dann gibt es da noch das Schaufenster direkt an der verkehrsberuhigten Volprechtstraße. Anna Hofstetter malt locker aus dem Handgelenk das zu einem Herz geschwungene "F" des fein-raus-Emblems auf die Scheibe. Dahinter blickt man auf ihre Kunst: Reizvolle Gemälde von Frauen hängen da. Auch die Kunst hat hier in diesem Lebens-Laden ihren Platz.

Weitere Infos von und über fein raus unter: www.fein-raus.de

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