Nürnberg: Langfristige Kulturstrategie beschlossen

Zu den Stärken von Nürnberg gehört die Reichhaltigkeit des Kulturangebots, zum Beispiel das jährliche Bardentreffen.

Zu den Stärken von Nürnberg gehört die Reichhaltigkeit des Kulturangebots, zum Beispiel das jährliche Bardentreffen. © Björn Bischoff

Für eine Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025 ist es zwingende Voraussetzung, eine langfristige Kulturstrategie vorzulegen. "Es geht um Denk- und Strategielinien", betonte Kulturreferentin Julia Lehner bei der Vorstellung des 100-seitigen Papiers. Das benennt und Stärken (etwa die Reichhaltigkeit des Kulturangebots, die beispielgebende Erinnerungskultur oder die ausgeprägte Soziokultur) und Schwächen (mangelndes Selbstbewusstsein, wenig Mut für Experimente oder zu wenig internationale Vernetzung) und schlägt auch Maßnahmen vor.  

Bisherige Verfahren auf den Prüfstand

Man will laut Beschluss künftig mehr Debatten in der Kulturlandschaft entfachen, eine Digitalisierungsstrategie für den Kulturbereich entwickeln sowie ein Raumleerstand- und Zwischennutzungsmanagement installieren und eine Kulturstrategie-Koordinierungsstelle einsetzen. Die bisherigen Kulturförderverfahren sollen auf den Prüfstand kommen und künftig noch stärker alle Mitglieder der Stadtgesellschaft mit der Kraft der Kultur erreicht werden. 

Abgelehnt wurde von den Politikern vor allem der SPD und CSU der Vorschlag, weiterzuarbeiten am Bild von Nürnberg als "Stadt der Brüche". Man einigte sich darauf, neue "Erzählmotive" für Nürnberg zu suchen. Die Kulturstrategie soll bis 2030 tragen, aber in einem "rollenden Prozess" immer wieder überprüft und weiterentwickelt werden. 

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