Surfer starten durch

Nürnberger Dauerwelle: Termin für Eröffnung steht - an diesem Tag geht es los

Johannes Handl
Johannes Handl

Lokalredaktion

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27.2.2022, 13:27 Uhr
Gesurft wird in Schniegling schon seit Monaten. Nun soll Ministerpräsident Markus Söder die stehende Welle am Fuchsloch offiziell eröffnen.

© Nürnberger Dauerwelle/Andreas Schiefer, NNZ Gesurft wird in Schniegling schon seit Monaten. Nun soll Ministerpräsident Markus Söder die stehende Welle am Fuchsloch offiziell eröffnen.

Die ersten Gedankenspiele liegen bereits elf Jahre zurück. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. „Nürnberg ist jetzt eine Surfstadt“, verkündet Thorsten Keck stolz. Der 41-Jährige ist Vorsitzender des Vereins Nürnberger Dauerwelle. Dieser hat die einst am Wöhrder See angedachte stehende Welle am Fuchsloch in Schniegling realisiert. Nachdem es im vergangenen Jahr mehrfach zu Terminproblemen gekommen war, soll die offizielle Eröffnung der Fuchslochwelle nun am 25. März stattfinden - stilecht mit Aloha-Grüßen und mit Blumenketten geschmückt, versteht sich.

Keck und seine surfbegeisterten Mitstreiter blicken auf eine intensive Zeit zurück, seit sich der Verein 2012 gegründet hat. „Nach zehn Jahren Planung, Genehmigung, Finanzierung, Bau, unendlich viel Engagement, Leidenschaft und Arbeit treffen sich unsere Mitglieder und ab dem Sommer auch alle Surfinteressierten aus Nürnberg und der Region regelmäßig zum Surfen am Fuchsloch“, sagt Keck. Die Tests vor Ort laufen bereits seit geraumer Zeit. 20 Monate nach dem Spatenstich im Juli 2020 werden sich am 25. März unter anderem Ministerpräsident Markus Söder und Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König ein Bild von der fertiggestellten Anlage am Fuchsloch machen.

Balanceakt auf dem Wasser

Der feierliche Akt ist aber längst nicht alles: Bereits an Ostern richtet der Verein Nürnberger Dauerwelle mit dem Deutschen Wellenreitverband (DWV) die deutschen Meisterschaften im Rapid Surfing aus. Rapid Surfing bezeichnet das Surfen auf stehenden oder künstlichen laufenden Wellen. Es entstand aus dem bekannten Wellenreiten, beinhaltet unter anderem aber auch Elemente vom Skaten.

Die erste deutsche Meisterschaft fand 2019 in Langenfeld in Nordrhein-Westfalen statt. Bei der inzwischen dritten Auflage messen sich Deutschlands beste Rapid Surfer am Karsamstag und Ostersonntag, 16. und 17. April, in Schniegling. Damit findet die deutsche Meisterschaft zum ersten Mal auf einer (halb-)natürlichen Flusswelle statt. Die besten Rapid Surferinnen und Surfer möchten zeigen, was sportlich alles möglich und ab sofort am Fuchsloch zu erwarten ist.

„Das ist ein tolles Zeichen für die Entwicklung des Surfsports, aber auch eine Bestätigung für den Verein, dass sich die lange Arbeit in Vereinsregie und die daraus resultierende Qualität der Welle ausgezahlt hat“, freut sich Keck auf das bundesweite Kräftemessen. Sollten die Bedingungen der Pegnitz nicht optimal sein, finden die Wettbewerbe eine Woche später, am 23. und 24. April, statt.

Begeisterung nimmt zu

Laut Quirin Rohleder vom Fachausschuss Rapid Surfing des DWV wächst der Sport in Deutschland rasant: „Es kommen immer neue Locations dazu, vor allem kommerzielle. Das ist natürlich eine tolle Entwicklung, es ist aber ebenso wichtig, dass wir mehr Locations bekommen, die über Vereine betrieben werden.“

Flusswellen wie die Fuchslochwelle bieten demnach eine gute Gelegenheit, Surfinteressierte zu begeistern. „Nürnberg ist die erste ihrer Art in Deutschland, Hannover folgt hoffentlich noch dieses Jahr. Wir glauben, dass wir hier zusammen über den Sport in Zukunft viel bewegen können“, ist Rohleder zuversichtlich.

Positiv blickt auch Thorsten Keck nach vorn. Schließlich erfreut sich die Nürnberger Dauerwelle weiterhin wachsender Beliebtheit. Bis Ende Februar sollen die inzwischen mehr als 400 Mitglieder allesamt die Möglichkeit gehabt haben, die Welle zu testen. Im März, kündigt Keck an, möchte der Verein zum Regelbetrieb übergehen.

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