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Opernball-Frisör aus Nürnberg erhielt wieder rechten Hassbrief

Er war bereits mehrfach beleidigt und bedroht worden - 08.04.2020 05:51 Uhr

Der Friseur hat aufgrund des zum Teil extrem rechtsextremistischen Schreibens Strafanzeige bei der Polizei erstattet. © Marcel Schneider


Der handschriftlich verfasste Brief, der nur so vor Fehlern strotzt, wirft dem Unternehmer vor, Geld vom Staat für seinen Betrieb und die Mitarbeiter zu beanspruchen. Der Autor oder die Autorin nimmt dabei Bezug auf staatliche Hilfen in der Corona-Krise. Unter anderem heißt es: Dann das "Gejammer das ist eine Schande für jeden Normalen Steuerzahler" ... Ihnen gehört wie jeden Gastronom, Hotelie, Handwerksbetrieb ob klein oder größer die Steuerfahndung und Betriebsprüfung an den Hals geschickt bis 1 Euro fließt."


Opernball-Friseur schließt wegen Corona-Pandemie


Schneider, der sich zu seiner Homosexualität bekennt, hat Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Denn was im zweiten Teil des anonymen Schreibens, das an seinen Frisörsalon geschickt worden war, steht, ist zutiefst rechtsextremistisch. "Für solche Schmarotzer und Abzocker wie Geldverschwender Söder und Scholz, Altmeier mus es wieder einen Hitler geben der aufräumt Ich kann nur eins Sagen! Heil Hitler komm bald wir brauchen dich!!!" Der Brief schließt mit "Heil Hitler räum auf".

Schneider, der in seinem wegen Corona geschlossenen Laden Blumen gießen und Post aus dem Briefkasten holen wollte, weil er am Mittwoch Geburtstag hat, dachte erst an einen Glückwunschbrief. Dann war er entsetzt. Und fühlte sich an das letzte Jahr erinnert, als er Drohbriefe und -mails erhalten hatte. Nun ermittelt die Kripo, so Schneider.

fra

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