Dienstag, 25.02.2020

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Protest gegen FDP: Demonstranten versammeln sich auf Hallplatz

Ministerpräsidentenwahl in Thüringen schlägt auch in der Region Wellen - 05.02.2020 20:56 Uhr

Etwa 200 Menschen hatten sich am Mittwochabend spontan auf dem Nürnberger Hallplatz versammelt. Ein halbes Dutzend Redner sprach vor dem Büro der Nürnberger FDP zu den Demonstranten, unter ihnen Titus Schüller, OB-Kandidat der Linken, sowie Stephan Doll, DGB-Geschäftsführer und Vorsitzender der Allianz gegen Rechtsextremismus. Er nannte das Vorgehen in Thüringen einen "Tabubruch". Auch Vertreter der Grünen, der Interventionistischen Linken, der SPD und der Jusos waren vor Ort.

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Spontandemo in Nürnberg: Protest gegen Ministerpräsidentenwahl in Thüringen

Die AfD verhilft in Thüringen dem FDP-Politiker Thomas Kemmerich zum Amt des Ministerpräsidenten, die Reaktionen reichen von Verwunderung bis Entsetzen. In Nürnberg hat sich kurz nach der Wahl spontaner Protest formiert. Auf dem Hallplatz demonstrierten etwa 200 Menschen vor dem lokalen FDP-Büro gegen das Vorgehen der Partei, unter Ihnen auch der Nürnberger OB-Kandidat der Linken, Titus Schüller.


Weitere Demos in ganz Deutschland

Auch in München haben hunderte Demonstranten gegen die Wahl des FDP-Politikers. Die Polizei von etwa 300 Menschen, die sich am Mittwochabend vor der Landesgeschäftsstelle der Liberalen versammelten. Dazu aufgerufen hatten unter anderem der Linke-Landesverband und die Grüne Jugend München. Auf Plakaten war unter anderem zu lesen: "Die richtige Antwort wäre gewesen: 'Ich nehme diese Wahl nicht an.'"

Im Erfurter Landtag war Kemmerich am Mittwoch überraschend mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD zum Regierungschef gewählt worden. Auch in anderen Städten wie in Köln, Berlin und Erfurt gingen Demonstranten wenige Stunden nach der Wahl des Regierungschefs auf die Straße.

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"Tabubruch": Politiker-Stimmen zur Wahl von Kemmerich in Thüringen

Bei der Abstimmung zum neuen Thüringer Ministerpräsidenten gab es ein politisches Beben: Thomas Kemmerich (FDP) gewann die Wahl überraschend und wurde zum neuen Landesvater des Freistaates, der an den Norden Unter- und Oberfrankens angrenzt, gewählt - unter anderem durch Stimmen aus der AfD.


jru/woh/dpa

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