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So läuft der Ausbau des Sandstrands am Wöhrder See

Arbeiten am Nordufer dauern voraussichtlich bis April 2018 - 08.10.2017 05:49 Uhr

Am Nordufer des Wöhrder Sees steht der Bauzaun schon bereit: Neben der 2013 angelegten Attraktion wird ein weiterer, etwa 125 Meter langer Sandstrand vom Wasserwirtschaftsamt angelegt. © Günter Distler


Von Anfang an war klar, dass der 2013 fertiggestellte Sandstrand verlängert werden soll. In den vergangenen Monaten liefen schon Vorarbeiten, nun sind seit kurzem die Bagger vor Ort, um die Sommerattraktion um 125 Meter zu verlängern. Laut Projektleiter Klaus Winkelmair entsteht hier "eine zusätzliche Sand- und Wiesenfläche mit Sitzstufen". Den Abschluss bildet hier eine 500 Quadratmeter große Röhrichtzone. Die Eröffnung ist laut Winkelmair im April 2018 geplant. Während der Bauphase müssen Spaziergänger und Radfahrer mit Behinderungen rechnen.

"Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass der Sandstrand von der Öffentlichkeit gut besucht wird. Eine Verlängerung des Strandes trägt dazu bei, der Bevölkerung einen weiteren Uferabschnitt zugänglich zu machen", sagt Winkelmair. Damit die Menschen einen direkten Kontakt zum Wasser haben können, wird die Uferlinie in den See hinein verschoben und der Fließquerschnitt verringert, erklärt Winkelmair. Der zweite Abschnitt sei somit "ein weiterer Baustein im Gesamtkonzept ,Wasserwelt Wöhrder See‘, um in Zukunft ein übermäßiges Absetzen von Feinteilen im See zu verhindern und den See als attraktives Erholungsgebiet in der Stadt zu erhalten".

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Auf einer Länge von 90 Metern werden die im ersten Bauabschnitt vorhandenen Gestaltungselemente aus Sandflächen und Sitzstufen fortgeführt. Rund 930 Tonnen Sand werden aufgebracht, was etwa 50 Lkw-Ladungen entspricht. An den Sandstrand mit Sitzstufen wird sich eine 35 Meter lange Uferwiese anschließen, gefolgt von der Röhrichtfläche — "eine Vegetationszone, die bisher am Wöhrder See fast vollständig fehlte", betont Winkelmair.

Kosten belaufen sich auf 340.000 Euro

Das Wasserwirtschaftsamt investiert für das zweite Stück Sandstrand rund 340.000 Euro. Alle Maßnahmen sind im Vorfeld mit den Naturschutzbehörden abgestimmt worden und zudem konzeptionell eng verzahnt mit den Planungen der Stadt Nürnberg, die in diesem Bereich die Uferwege und Grünflächen ebenfalls attraktiver gestalten will. Im Übrigen ist der Sandstrand barrierefrei über eine Rampe zu erreichen.

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Beliebt war der Sandstrand bisher auch bei den Gänsen. "Um die Situation zu entspannen", will das Wasserwirtschaftsamt für die Wasservögel am Oberen Wöhrder See flache Uferzonen schaffen. Winkelmairs Appell geht zugleich an die Spaziergänger: "Solange Gänse von Besuchern gefüttert werden, sind die Tiere schwer von den Flächen für die Freizeitnutzung fernzuhalten." Klar ist ansonsten: Mit der Sandstrand-Erweiterung sind die Arbeiten der Wasserwirtschaftler am Unteren Wöhrder See beendet. Danach kommt der Obere Wöhrder See an die Reihe.

Laut Klaus Winkelmair sind die geplanten kleinen Inseln unterhalb des Sandfangs das erste Projekt, das im Sommer 2018 in Angriff genommen werden soll. Weitere Informationen über die "Wasserwelt" gibt es an der Info-Station des Wasserwirtschaftsamtes am Norikus-Parkplatz. Sie ist jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

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Jo Seuß

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