Dienstag, 24.11.2020

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Stadtgestaltung selber machen: "Quartier U1" startet in neue Runde

Bewerber können Projektideen für Viertel zwischen Muggenhof und Frankenstraße einreichen - 28.10.2020 17:26 Uhr

Projekt (K)Einkaufswagen: Unsere Konsumwelt ist aus der Balance geraten. Zu viel wird verbraucht, zu wenig bleibt übrig. Und das, was noch da ist, wird ungerecht verteilt. Diese Botschaft signalisiert das Kunstwerk von Dominik Schulik am Rande des Veit-Stoß-Platzes im August.

27.10.2020 © Peter Romir


Unter dem Motto „Stadt gemeinsam selber machen“ ruft die Initiative Urban Lab auf, den Namensgeber des Projekts – den Bereich entlang der U-Bahnlinie U1 zwischen Muggenhof und Frankenstraße – zu gestalten und von 2020 bis 2021 neues Leben einzuhauchen.

Neuer Experimentier-Stadtteil

„Hier erhaltet Ihr die Gelegenheit, Euch im Nürnberger Experimentier-Stadtteil, dem Quartier U1, auszutoben und eigene Projekte umzusetzen, die zeigen, was alles passieren kann, wenn der Stadtraum nicht wie üblich allein von Verwaltung und Wirtschaft entwickelt wird“, so die Macher. Das Ziel? Ein gemeinwohlorientiertes Gebiet zu schaffen.

Dafür stehen auch in der zweiten Runde wieder 45000 Euro aus dem Fördertopf des Bundesinnenministeriums zur Verfügung. Welche Projekte zum Tragen kommen, entscheiden die Akteure und das Team gemeinsam.

Freiräume und Nachhaltigkeit

Neben der räumlichen Vorgabe sollen die Projekte auf kreative Art und Weise sich einem der folgenden Schwerpunkte widmen: Freiräume, Nachhaltigkeit und Gemeinsinn.

Die Ideen werden zusammen ausgearbeitet. Am 17. Dezember fällt dann beim sogenannten Vergabeworkshop die Entscheidung, welche Projekte realisiert werden – und zwar innerhalb der ersten Jahreshälfte 2021. Soweit der Zeitplan.

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Der dieses Jahr zum „Quartier U1“- Auftakt mit Blick auf Corona nicht wirklich eingehalten werden konnte. „Es geht letztendlich darum, auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren zu können“, sagt Bastian Schnellbögl, Sprecher der Initiative Urban Lab. „Dass eine gesellschaftliche Herausforderung gleich während des Projekts auf uns zu kommt, damit hatten wir natürlich nicht gerechnet“, sagt er verschmitzt. Letztendlich habe Corona das Team und die Akteure noch kreativer und flexibler gemacht.

Vom "(K)Einkaufswagen" bis zum Naschzaun

Vom Upcycling-Wettbewerb über das konsumkritische Projekt „(K)Einkaufswagen“ bis zum grünen Naschzaun: Von 38 Vorschlägen sollten in der ersten Runde 19 Projekte realisiert werden. Das entschieden das sechsköpfige Team und die rund 70 Mitmacher – im Alter von 18 bis Ende 60. „Die komplette Bandbreite“, so Schnellbögl, „und das ist uns auch wichtig.“

Ein Projekt fiel Corona zum Opfer, manche wurden konzeptionell angepasst („So konnte etwa das Festival im Zuge des Goho-Upcycling-Wettbewerbs nicht stattfinden, wir mussten nochmal neu denken“), andere gingen um ein paar Wochen in die Verlängerung. Auch bei den neuen Projektideen spielt Corona sicher wieder mit rein. Hier alle wichtigen Infos samt Bewerbungsformular.

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