Trotz Kritik: Abriss der Nürnberger Umladehallen hat begonnen

14.6.2018, 05:19 Uhr
Einst wurden hier Güterzüge be- und entladen, doch die früheren Umladehallen an der Brunecker Straße stehen schon seit 20 Jahren leer. Jetzt hat ihr Abriss begonnen.

Einst wurden hier Güterzüge be- und entladen, doch die früheren Umladehallen an der Brunecker Straße stehen schon seit 20 Jahren leer. Jetzt hat ihr Abriss begonnen. © Foto: Martin Kopp

Die rund 300 Meter langen und 120 Meter breiten Gebäude müssen der geplanten neuen Universität weichen, die der Freistaat auf dem ehemaligen Bahngelände errichten will. Mit dem Abbau der ersten Hallenteile sei bereits begonnen worden, sagt Aurelis-Sprecher Daniel Schreyer. Bis sämtliche Gebäudeteile entfernt sind, werde es aber mehrere Wochen dauern. Mit dem Abschluss aller Arbeiten sei erst im Herbst zu rechnen. Aurelis habe den Auftrag an ein Bau-Unternehmen vergeben, "dessen Kapazitäten haben jetzt einen raschen Start der planmäßigen Arbeiten erlaubt".

Mehrere Initiativen hatten vergeblich dafür gekämpft, eine Integration der Hallen in die neue Universität wenigstens zu prüfen. Neben der Stadtbild-Initiative Nürnberg und den Vereinen BauLust und Geschichte für Alle hatten sich auch Politiker der Grünen und der SPD für das Projekt stark gemacht. Vorbilder für eine Umnutzung gibt es zum Beispiel in Paris, wo in einer ähnlichen Halle mit der "Station F" der angeblich weltweit größte Campus für Start-up-Unternehmen residiert. Dass auch eine universitäre Nutzung denkbar ist, hat die Hochschulle Osnabrück mit ihrem Campus Lingen gezeigt.

29 Kommentare