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Dienstag, 09.03.2021

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USK-Einsatz in Nürnberg: Mann verschanzt sich mit Familie

Zeuge: 33-Jähriger soll Pistole gehabt haben - Kräfte stürmten die Wohnung - 24.01.2021 13:54 Uhr

Eine Frau schlug am Samstagabend gegen 20.30 Uhr Alarm. Sie sei in ihrer Wohnung im Nürnberger Stadtteil Gleißhammer von ihrem Lebensgefährten geschlagen worden - eine Streife rückte an. Als die Polizei in der Berthastraße ankam, stand der 33-Jährige auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses, filmte, stieß "wirre Äußerungen" und "mehrfache Beleidigungen" aus, wie es das Präsidium Mittelfranken formuliert. Statt die Tür zu öffnen, verschanzte sich der Mann mit seiner Lebensgefährtin und zwei Kindern in der Wohnung.

Weil ein Zeuge kurz bevor die Polizei in Gleißhammer ankam auch eine Pistole gesehen haben will, rückte das bayerische Unterstützungskommando (USK) an. Sie redeten auf den Mann ein, der aber ließ sich nicht überzeugen, die Türe freiwillig zu öffnen. Deshalb stürmten die USK-Kräfte "gewaltsam die Wohnung", wie das Präsidium mitteilt. Dort konnten sie den 33-Jährigen überwältigen und fesseln. Weder die Beamten, noch der Tatverdächtige wurden dabei verletzt.

Eine Schusswaffe fand die Polizei nicht. Weil sich der "Beschuldigte in einer offensichtlichen psychischen Ausnahmesituation befand", habe man ihn in einer Fachklinik unterbringen lassen, heißt es in einer Pressemitteilung. Auf den 33-Jährigen kommt ein Verfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung und wegen der Filmaufnahmen auch wegen der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes zu.


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tl

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