Vater aus Nürnberg startet Appell: Lasst die Schulen geschlossen

14.3.2021, 15:13 Uhr
Allein lernen macht keinen Spaß. Wie lange das noch dauern wird, lässt sich derzeit nicht sagen.

Allein lernen macht keinen Spaß. Wie lange das noch dauern wird, lässt sich derzeit nicht sagen. © via www.imago-images.de, NNZ

Thomas Pettinger aus Nürnberg ist selbst Vater zweier Schulkinder. Er hat Verständnis für die Frustration der Eltern. Trotzdem steht für ihn fest: Die Schulen müssen angesichts der derzeit wieder steigenden Corona-Fälle geschlossen bleiben.

Zahlen sprechen Klartext

Für ihn sprechen die Zahlen des Robert-Koch-Instituts eine klare Sprache. Dort lässt sich genau feststellen, wo welche Altersgruppen von Corona besonders betroffen sind. Aufgeschlüsselt findet man die Inzidenz nach Altersgruppen, besonders betroffen sind der Statistik zufolge in Nürnberg die Grundschulkinder.

"Den Kindern helfen wir dann, wenn wir alles tun, um die Pandemie schnell zu beenden", sagt Pettinger im Gespräch mit nordbayern.de. Dazu müssten die Fallzahlen sinken. "Wenn sich viele Menschen über einen längeren Zeitraum in einem geschlossenen Raum aufhalten, ist das ein Treiber der Pandemie", so Pettinger. "In den Schulen hat Corona leichtes Spiel."

Sorge um die Kinder

Sorge macht dem Familienvater besonders die Britische Variante des Virus B 1.1. 7. "Wie wir beispielsweise in Großbritannien sehen können, erkranken auch Kinder daran schwerer." Es gehe darum, die Kinder zu schützen. Deshalb hält er die Petition zur Öffnung der Schulen auch für gefährlich. Eine Mutter hatte sie am Freitag gestartet, nachdem die Stadt kurzfristig wieder zum Distanzunterricht zurückkehren lassen hat. Pettinger wollte keinen Wettstreit der Petitionen sondern einen Appell starten, wie er sagt.

Er sei auch frustriert, aber er mahnt dennoch zur Geduld. Kritik übt auch er an der Stadt Nürnberg. "Dieses Hin und Her hätte man vermeiden müssen. Da hat die Mutter, die die Petition gestartet hat, schon Recht."

Hier geht es zur Petition.