Sonntag, 15.12.2019

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Verkaufsoffene Sonntage in Nürnberg: Die Termine für 2020

In der Südstadt und in der Altstadt darf außertourlich geshoppt werden - 28.11.2019 10:35 Uhr

Seit 2017 gibt es nur noch zwei Sonntags-Verkäufe. Zudem wurden die Gebiete, in denen Läden öffnen dürfen, deutlich eingeschränkt. © Roland Fengler


Die beiden Termine wurden am Mittwoch im städtischen Ausschuss für Recht, Wirtschaft und Arbeit von den Stadträten auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen. Diese stimmt sich bei der Bestimmung der verkaufsoffenen Sonntage mit den Nachbarstädten Erlangen, Fürth und Schwabach ab. Der sonntägliche Einkaufsspaß in der Südstadt findet anlässlich des Maifestes am Aufseßplatz statt. In der Altstadt bilden das Altstadtfest und der Herbstmarkt den Rahmen.

Eine notwendige Voraussetzung: Nach dem bayerischen Ladenschlussgesetz können Kommunen zwar bis zu viermal im Jahr verkaufsoffene Sonn- und Feiertage anbieten. Anlass müssen jedoch Märkte, Messen oder ähnliche Veranstaltungen sein. In den Jahren nach 2010 hatte es in Nürnberg noch vier verkaufsoffene Sonntage gegeben. Kirchen und Gewerkschaften sowie einzelnen Parteien im Stadtrat (vor allem ÖDP und Linke) hatten daran massive Kritik geübt.

Deutliche Einschränkungen

Urteile des Bundesverwaltungsgerichts und des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs 2015 und 2016 gaben den Kritikern recht. Zwischen den Veranstaltungen und den Gebieten mit der Ladenöffnung muss ein enger räumlicher Bezug herrschen. Dies sahen die Kritiker beispielsweise beim Herbstvolksfest und der Südstadtöffnung in der Vergangenheit nicht gegeben. Mittlerweile ist auch die Stadt Nürnberg auf die neuere Rechtsprechung umgeschwenkt.

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Seit 2017 gibt es nur noch zwei Sonntags-Verkäufe. Zudem wurden die Gebiete, in denen Läden öffnen dürfen, deutlich eingeschränkt. "Das Gebiet der Südstadt wurde nahezu halbiert. Anstelle des übrigen Stadtgebietes zum Altstadtfest/Herbstmarkt wurde die Fläche auf die Altstadt innerhalb des historischen Mauerrings begrenzt", hieß es dazu im Bericht für den Rechts- und Wirtschaftsausschuss.

Auch die etwas ungewöhnlichen Öffnungszeiten ergeben sich übrigens aus dem Ladenschlussgesetz: Demnach müssen Verkaufsstellen an verkaufsoffenen Sonn- oder Feiertagen nicht nur spätestens um 18 Uhr dichtmachen. Geöffnet werden dürfen Läden zudem auch nur außerhalb der Zeit des Hauptgottesdienstes und für maximal fünf Stunden, so dass Nürnbergs Sonntags-Shopper am 3. Mai oder am 27. September genau von 13 bis 18 Uhr Gelegenheit haben werden.

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