Vor 50 Jahren: Als die erste U-Bahn nach Langwasser kroch

12.10.2020, 13:57 Uhr
Zur Übernahme des ersten U-Bahnzugs durch die VAG versammelten sich am 5.11.1970 zahlreiche Ehrengäste auf dem Werksgelände der MAN an der Frankenstraße.
Josef Ipfelkofer von der VAG hoffte, "dass die Bürger vom Wagen und seinen Eigenschaften, aber auch von der Pünktlichkeit des neuen Massenverkehrsmittels angetan sind."
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Übergabe der U-Bahn auf dem MAN-Gelände

Zur Übernahme des ersten U-Bahnzugs durch die VAG versammelten sich am 5.11.1970 zahlreiche Ehrengäste auf dem Werksgelände der MAN an der Frankenstraße.
Josef Ipfelkofer von der VAG hoffte, "dass die Bürger vom Wagen und seinen Eigenschaften, aber auch von der Pünktlichkeit des neuen Massenverkehrsmittels angetan sind." © Friedl Ulrich

Als erster vierbeiniger Fahrgast durfte der Cockerspaniel "Gusti" mitfahren.
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Cockerspaniel Gusti bewachte den Eingang

Als erster vierbeiniger Fahrgast durfte der Cockerspaniel "Gusti" mitfahren. © Friedl Ulrich

Vom Führerstand einer anderen U-Bahn aus, konnte der Fotograf das Ankopplungsmanöver der Diesellok beobachten.
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Eine Lok der Bundesbahn koppelte am U-Bahn-Triebwagen an

Vom Führerstand einer anderen U-Bahn aus, konnte der Fotograf das Ankopplungsmanöver der Diesellok beobachten. © Friedl Ulrich

Ganz langsam setzte sich das ungewöhnliche Gespann in Bewegung. Mit höchstens 20 km/h – mal vorwärts, mal rückwärts - kroch das Gespann über den Rangierbahnhof und über die Bahnhöfe Zollhaus und Langwasser seinem Bestimmungsort entgegen.
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Die Lok zog die U-Bahn vom MAN-Gelände Richtung Langwasser

Ganz langsam setzte sich das ungewöhnliche Gespann in Bewegung. Mit höchstens 20 km/h – mal vorwärts, mal rückwärts - kroch das Gespann über den Rangierbahnhof und über die Bahnhöfe Zollhaus und Langwasser seinem Bestimmungsort entgegen. © Friedl Ulrich

Vorsichtig bugsierte das Bundesbahnpersonal den Doppeltriebwagen die Brücke hinunter, auf der die Abzweiggleise zum U-Bahnbetriebshof lagen.
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Ausblick Richtung Langwasser

Vorsichtig bugsierte das Bundesbahnpersonal den Doppeltriebwagen die Brücke hinunter, auf der die Abzweiggleise zum U-Bahnbetriebshof lagen. © Friedl Ulrich

Kurz vor dem Ziel: Der U-Bahnhof Scharfreiterring, an dem auch schon Schaulustige warteten.
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Das Gespann näherte sich dem U-Bahnhof Scharfreiterring

Kurz vor dem Ziel: Der U-Bahnhof Scharfreiterring, an dem auch schon Schaulustige warteten. © Friedl Ulrich

Der 2,90 Meter breite Pegnitz-Pfeil von der anderen Seite aus gesehen.  Ganz links im Hintergrund sind die Türme der Paul-Gerhardt-Kirche, rechts Hochhäuser von Langwasser zu erkennen.
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Schienengewirr in Langwasser

Der 2,90 Meter breite Pegnitz-Pfeil von der anderen Seite aus gesehen.  Ganz links im Hintergrund sind die Türme der Paul-Gerhardt-Kirche, rechts Hochhäuser von Langwasser zu erkennen. © Friedl Ulrich

Ganze 90 Minuten hatte die Überführungs-Fahrt von der Frankenstraße nach Langwasser gedauert. Der NN-Reporter, der wohl eine rasante Fahrt erwartet hatte, schrieb enttäuscht: "Die Insassen bekamen einen ausgezeichneten Anschauungsunterricht über die Verschiebetechnik der Bundesbahn, leider aber gar keinen Eindruck von den Fahreigenschaften des luftgefederten Doppeltriebwagens, der 80 km/h erreicht und 290 Fahrgästen Platz bietet."
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Ankunft im U-Bahnhof Scharfreiterring

Ganze 90 Minuten hatte die Überführungs-Fahrt von der Frankenstraße nach Langwasser gedauert. Der NN-Reporter, der wohl eine rasante Fahrt erwartet hatte, schrieb enttäuscht: "Die Insassen bekamen einen ausgezeichneten Anschauungsunterricht über die Verschiebetechnik der Bundesbahn, leider aber gar keinen Eindruck von den Fahreigenschaften des luftgefederten Doppeltriebwagens, der 80 km/h erreicht und 290 Fahrgästen Platz bietet." © Friedl Ulrich

Am U-Bahnhof Scharfreiterring stand nun der erste Pegnitzpfeil für Versuchsfahrten bereit. Erst zwei Jahre später konnte die Nürnberger Bevölkerung diesen U-Bahnzug im regulären Betrieb benutzen.
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Der erste Pegnitzpfeil an seinem Bestimmungsort

Am U-Bahnhof Scharfreiterring stand nun der erste Pegnitzpfeil für Versuchsfahrten bereit. Erst zwei Jahre später konnte die Nürnberger Bevölkerung diesen U-Bahnzug im regulären Betrieb benutzen. © Friedl Ulrich

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