Wöhrder See: Die Norikusbucht wird zum Freizeitareal

28.3.2017, 11:23 Uhr
Die Norikusbucht wird ein neues großes Freizeitareal. Dazu gehört auch der alte Wasserspielplatz, der jetzt neu gestaltet wird. Vorhandene Strukturen sollen aber erhalten bleiben. Dazu kommt ein Fitness-Areal.

© Simulation: Sör Die Norikusbucht wird ein neues großes Freizeitareal. Dazu gehört auch der alte Wasserspielplatz, der jetzt neu gestaltet wird. Vorhandene Strukturen sollen aber erhalten bleiben. Dazu kommt ein Fitness-Areal.

Die ersten unerschrockenen Schwimmer im Neoprenanzug sind in diesem Jahr schon gesichtet worden. Den Bürgern kann es offenbar gar nicht schnell genug gehen mit dem neuen Freizeitparadies am Südufer des Wöhrder Sees. Sie werden sich auch in diesem Sommer in der Bucht abkühlen und ausruhen können, aber sie müssen sich das Areal dann mit Baumaschinen und -fahrzeugen teilen.

Was ab jetzt alles zu tun ist, hat Bürgermeister Christian Vogel bei einem Ortstermin erklärt und schon vor manchem Unbill gewarnt. Der Weg zwischen Parkplatz – dort wird die Baustelle eingerichtet – und Wasserspielplatz wird nämlich während der Phase der Bauarbeiten durch einen Zaun geteilt. Dieser soll verhindern, dass sich Fußgänger oder Radler und Baufahrzeuge in die Quere kommen. Es wird also eine Weile stellenweise eng zugehen.

"Leider können wir in diesem Sommer Beeinträchtigungen nicht ganz vermeiden", sagt Christian Vogel. "Wir werden jedoch immer einen Zugang zum See freihalten. Die Bürger können ihn zum Schwimmen und Abkühlen nutzen. Aber eine Baustelle ist eben eine Baustelle." Die Arbeiten, fügt Vogel hinzu, würden sich auch ins Jahr 2018 hineinziehen. Es ist also Geduld gefragt.

Neue Bänke, neue Wiesen, barrierefreie Wege

Zu tun gibt es für Sör viel: Es werden neue Bänke, neue Abfallbehälter und Fahrradständer aufgestellt, neue Liegewiesen und barrierefreie Wege angelegt. Bis die Umweltstation fertig ist, und das wird noch dauern, müssen die Bürger mit mobilen Toilettenhäuschen vorlieb nehmen.

Vogel lobt die gute Zusammenarbeit mit dem staatlichen Wasserwirtschaftsamt, das ebenfalls weiter am Arbeiten ist, und den Einsatz von Finanzminister Markus Söder für das Projekt "Wasserwelt Wöhrder See".

Die Stadt startet nun ihre Bauphase am Südufer, dazu gehört auch die Umgestaltung des alten Wasserspielplatzes, der bereits eingezäunt ist. "Es wurden Befürchtungen geäußert, dass wir die Anlage platt machen. Das stimmt natürlich nicht", sagt Vogel.

Auf dem Gelände soll ein Bewegungs- und Fitnessparcours entstehen mit Geräten zum Trainieren auf einem Tartanbelag. Der neue Wasserspielplatz basiert größtenteils auf den schon vorhandenen Rinnen und Becken. "Die alten Strukturen bleiben weitgehend erhalten", sagt Sör-Projektleiter Bernd Nitschke. Gespeist werden die Kanäle von einem Wasserlauf, an den eine große Sandfläche zum Buddeln und Matschen anschließen wird. Und natürlich wird es auch ein Klettergerüst geben. Aus Mitteln der Stiftung "Bäume für Nürnberg" entsteht zudem am Norikus ein Hain aus 50 Bäumen. Zum Sonnenbaden gibt es künftig eine große Uferwiese.

3,34 Millionen Euro investiert die Stadt in die neue Grünanlage am Südufer des Wöhrder Sees. "Das ist viel Geld", sagt Bürgermeister Vogel. "Aber es geht schließlich um die Naherholung in der Stadt. Ich kenne deutschlandweit kein vergleichbares Projekt. Gemeinsam mit dem Freistaat schaffen wir hier etwas Besonderes."

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