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Zehn Tage Power: Digital Festival startet in Nürnberg durch

300 kostenfreie Veranstaltungen zum Networken und Informieren - 12.07.2019 18:58 Uhr

Zum letzten Nürnberg Digital Festival im Oktober 2018 gab es auch Aktionen am Germanischen Nationalmuseum. © Edgar Pfrogner


Zehn Tage lang bieten Organisationen und Unternehmen Workshops und Vorträge teils in ihren eigenen Räumen an, die sich mit Digitalisierung und Vernetzung in Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung sowie Kunst und Kultur befassen. Neben Nürnberg sind auch Fürth, Erlangen und Herzogenaurach Schauplatz von Events. "Jedes Jahr wird hier noch eine Schippe drauf gelegt, nicht nur in Sachen Quantität, auch bei der Qualität", schwärmt Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas während der Pressekonferenz. "Es geht bei dem Festival darum, digitale Welten zu öffnen und die Angst vor dem Ausprobieren abzubauen", so Michael Oschmann vom Müller-Verlag.

Breites Themenspektrum

Doch worum geht es genau? Zum einen finden IT-affine-Leute Workshops, die fachlich in die Tiefe ge hen. Beispiel: "N-IX: Der Nürnberger Internetknotenpunkt." Der Nürnberger Internet Exchange (N-IX) ist ein Knotenpunkt im Internet, der es allen Teilnehmern erlaubt, preiswert und schnell ihre Daten auszutauschen (Zeit: 16. Juli von 18 bis 21 Uhr; Ort: Proact Deutschland GmbH, Nürnberg Südwestpark).

Doch digital heißt auch, wie kann die Arbeit am Menschen, etwa in der Pflege, vernetzt und damit effektiver gemacht werden. "Digitalisierung in Bildung, Pflege und Soziales", heißt ein Workshop, den die Rummelsberger Dienste anbieten. Er gibt Antworten auf die Frage, welche digitalen Kompetenzen Mitarbeiter in Erziehung und Pflege brauchen (Zeit: 17. Juli von 17 bis 20 Uhr; Ort: Bildungszentrum für Pflege, Gesundheit und Soziales, Zollhausstraße 96, 90469 Nürnberg).

Selbstredend, dass sich auch der Verlag Nürnberger Presse als Sponsor und Veranstalter am Digital Festival beteiligt. Mit Vorträgen und Diskussion dreht sich die Veranstaltung "(Digitaler) Journalismus – Hauptsache krass?" darum, wie sich die Tonart im Journalismus durch die digitale Revolution verändert hat (Zeit: 17. Juli von 19 bis 21 Uhr; Ort: Museum für Kommunikation, Lessingstraße 6, Nürnberg).

Wachsende Vernetzung in Kunst und Kultur

Für Anke Steinert-Neuwirth, Kulturreferentin der Stadt Erlangen, ist das Thema "Neue Medien" gar nicht neu. "Die Anfänge gehen in die 80er und 90er Jahre zurück", sagt sie. Aus ihrer Sicht hat Digitalisierung erst seit jüngerer Zeit eine Stufe erklommen, auf der sie nicht als bloßes "Tool oder Werkzeug" diene, sondern "mit ihr es jetzt richtig kreativ" werde. Die wachsende Vernetzung ermögliche Kunst- und Kulturschaffenden nun auch, sich besser "vermarkten" zu können. Kritik übt sie aber am "Wording" (egl. für Ausdrucksfom) in der digitalen Welt. "Es wimmelt nur so von Kürzel und Spezialbegriffen."

Die Öffnung des Festivals hin zu Kultur und den Künsten, ruft auch die Stadt Nürnberg auf den Plan. "Das Digital Festival ist ein wichtiger Baustein, wenn es um die Bewerbung Nürnbergs zur Kulturhauptstadt Europas 2025 geht", findet Professor Hans-Joachim Wagner, Leiter des Bewerbungsbüros. Mit Digitalisierung geht es in großen Schritten Richtung Bewerbung. Wagner: "Albrecht Dürer kam in Nürnberg zur Welt, lebte, arbeitete und starb hier. Doch nicht ein einziges Bild von ihm ist in dieser Stadt." Diesem Mangel soll ein Projekt kompensieren: "Seine Werke sollen digitalisiert werden. Über einen digitalen Zugang soll man künftig von Nürnberg aus die Bilder in den Musen in Wien, München oder London sehen können."

Weitere Informationen finden Sie unter www.nuernberg.digital/festival/programm 

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