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Nürnbergs Freibäder öffnen: Diese Regeln gelten ab heute

Es gibt allerdings eine Ausnahme - diese Regelungen gelten ab Montag - 08.06.2020 09:07 Uhr

Bald kann es in den Nürnberger Schwimmbädern wieder losgehen. Auch wenn der Badebetrieb nicht so ungezügelt von statten gehen wird wie auf diesem Bild aus dem letzten Badesommer.

© Roland Fengler


So gibt es in den städtischen Freibädern Westbad (Wiesentalstr. 41), Stadionbad (Hans-Kalb-Straße 42) und Naturgartenbad (Schlegelstr. 20) Zeit-Blöcke, für die man einen Besuch buchen kann. Die Zeit pro Block beträgt drei Stunden, im Westbad gibt es auch einen Slot mit 1,5 Stunden für die Frühschwimmer. Ein Zeitfenster mit 7 Stunden für lange Badetage bieten Westbad und Naturgartenbad.

(Öffnungszeiten: Stadionbad Mo-So 9-12, 12-16, 17-21. Westbad Mo-Fr 7-8.30, 9-16, 17-20. NGbad Mo-So 9-16, 17-20. Diese ÖZ gelten bis zum Ende der Pfingstferien am 14. Juni. Die ÖZ danach, also ab dem 15. Juni, sind auf der Website von NürnbergBad zu sehen, nuernbergbad.de. Unter dieser Adresse kann man auch im Laufe des Samstags, 6. Juni, die Online-Tickets buchen.)

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Weil sich in jedem Zeitfenster höchstens 360 Personen (Westbad und Stadionbad) bzw. 320 Personen (Naturgartenbad) aufhalten dürfen, muss eine Einlasskarte vorher online gebucht werden. Dabei hinterlässt man auch die Kontaktdaten, die es dem Gesundheitsamt ermöglichen, bei einer Corona-Infektion die Ansteckungskette nachzuverfolgen.


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Wer sein Ticket lieber an einem Schalter erwerben möchte, muss ins Südstadtbad (Allersberger Str. 120). Die dortige Verkaufsstelle befindet sich im 1. Stock und ist über den Personaleingang am Parkplatz in der Gudrunstraße zu erreichen. Achtung: Auch hier kann man nicht bar bezahlen, sondern nur online. Auch Dauerkartenbesitzer müssen sich vorab ein Ticket sichern, bezahlen müssen sie es aber natürlich nicht.

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Die Eintrittspreise haben sich verbilligt. So kostet der Badespaß für Erwachsene pro Zeitfenster 3,50 Euro, der ermäßigte Eintritt beträgt 2,50 Euro, Kinder und Jugendliche kommen für 1,50 Euro hinein. Unter-6-Jährige baden im jeweiligen Zeitfenster kostenlos, sie werden über das Ticket des Erziehungsberechtigten erfasst.

An den Wartezonen vor den Kassen regeln Absperrbänder und Bodenmarkierungen den Mindestabstand von 1,5 Metern, damit sich keine Trauben bilden. Dort, im unmittelbaren Kassenbereich (hier werden die Tickets eingescannt, kaufen kann man hier keine) und auf der Toilette gilt Maskenpflicht. Die Kabinen mit Warmwasser sind geschlossen, weil die sich beim Duschen entwickelnden Aerosole stundenlang in der Luft schweben können. Die Sammelumkleiden bleiben geöffnet.

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20 Minuten, bevor das Zeitfenster endet, erfolgt eine Durchsage. Wenn alle Badegäste das Freibad verlassen haben, wird eine Stunde lang desinfiziert. Dann dürfen die Nächsten hinein. Je größer ein Becken ist, desto mehr Badegäste dürfen hinein. Ungewohnt ist, dass sie "im Kreisverkehr" schwimmen müssen, das klassische Bahnenziehen ist vorerst nicht mehr möglich.

Im Nichtschwimmer - und Planschbecken muss jeder selbst auf den Sicherheitsabstand achten. Und auch auf den Liegewiesen zählt die Stadt auf die Vernunft der Badegäste: "Es geht nur gemeinsam", sagt Bürgermeister Christian Vogel. Joachim Lächele von NürnbergBad ergänzt: "Es geht nun mal nicht mehr so weiter, wie es vorher war." Lächele schätzt, dass die städtischen Freibäder bis Mitte September geöffnet bleiben werden.

Neben den städtischen öffnen auch zwei der drei privaten Freibäder in Nürnberg ab Montag wieder für Besucher. Das Langseebad (Ebenseestr. 35) ist das einzige Freibad mit einem natürlichen Badesee, es hat seine Öffnungszeiten reduziert. Nun kann es von Dienstag bis Sonntag 11–19 Uhr besucht werden, Montag ist Ruhetag. Da der Zugang vor dem Kassenautomaten schmal ist, müssen die Gäste das Bad über den Biergarten verlassen. Zwischen 800 und 1000 Menschen können sich unter Wahrung der Abstandsregeln gleichzeitig im Langseebad aufhalten, das haben Betriebsleiter Lothar Matterne und sein Team ausgerechnet. Beim Betreten gilt eine Maskenpflicht, beim Verlassen muss das Ticket abgegeben werden. So weiß man, wie viele Besucher sich aktuell im Bad aufhalten.


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Das Clubbad (Valznerweiherstr. 111) hat den Vorteil, dass es bereits seit dem 18. Mai als Trainingsstätte für Athleten aus den Bundes- und Landeskadern in Betrieb war. Somit ist man auf die Öffnung vorbereitet. Aber es gibt Einschränkungen. So entfällt der Verkauf von Einzelkarten an der Tageskasse. Stattdessen können auf dem Internetportal von Nürnberg-Bad Eintrittskarten für einen bestimmten Zeitabschnitt gekauft und bezahlt werden. Vereinsmitglieder können mit ihrem Ausweis kostenfrei ins Clubbad. Von 8. bis 12. Juni ist das Clubbad jeweils nur zwischen 13 und 16 sowie zwischen 17.30 und 20 Uhr geöffnet, weil vormittags Trainingsbetrieb herrscht. Zwischen den Öffnungszeiten werden die vorgegebenen Reinigungsarbeiten durchgeführt.

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Ngoc Nguyen, Marco Puschner

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