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Sonntag, 15.09.2019

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Begeistert von Juniorakademie bei Fraunhofer

Ferienaktion der besonderen Art: Wie sich Mathe-Cracks und Fans von Naturwissenschaft die Zeit vertreiben. - 06.09.2019 16:21 Uhr

Es ist spannend für die Kursteilnehmer, wenn Jürgen Ernst vom Fraunhofer Institut IIS, der dort spezielle Kameras entwickelt, die Satellitennavigation erklärt. © Foto: Thomas Weichert


Denn im Fraunhofer Forschungscampus Waischenfeld fand erneut die Juniorakademie Bayern statt. Bei der vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS ausgerichteten, zehntägigen Veranstaltung besuchten begabte und wissbegierige Schüler Kurse mit unterschiedlichen Themen.

Neben chemischen Experimenten mit Licht konnte auch Satellitennavigation mit Galileo oder der Kurs "Photonen, Linsen, Bits und Pixel" gewählt werden. Anders als bei einem normalen Schultag waren die Teilnehmer für die gesamte Dauer aktiv ins Programm mit eingebunden. Neben den eigentlichen Kursen erweiterten Sport- oder Kreativkurse das Angebot für Schüler aus Gymnasien und Realschulen.

Von 60 Bewerbern kamen 30 zum Zuge. Eine dieser Schülerinnen ist die 15-jährige Theresa Dreher aus Erlangen. Ihre Mathelehrerin hatte die hochbegabte Jugendliche für die Juniorakademie vorgeschlagen.

Theresa hat sofort zugesagt, auch wenn sie am Anfang noch dachte, dass es sehr anstrengend würde. "Ich hatte Befürchtungen, dass die anderen alles besser wissen", sagt die Einserschülerin. Sie stellte aber sehr schnell fest, das alles ganz normale Leute waren. "Mit Max und Christian waren wir alle gleich per Du und auf einer Ebene und es war alles sehr authentisch."

Max Müller und Christian Kosel sind die Organisatoren der Juniorakademie und im Fraunhofer Institut im Personalmarketing tätig. "Der Running Gag für die Insider war immer die Frage nach der aktuellen Gefühlslage. Da war immer sehr viel Humor mit dabei", meint Theresa, die vor allem die Exkursion ins Fraunhofer Institut nach Erlangen mit dem 3 D-Kino und dem neu entwickelten Sound faszinierend fand.

Toll war auch der Sportkurs mit dem Beachvolleyball im Waischenfelder Freibad. "Es ist sehr schön in Waischenfeld." Auch der 15-jährige Nico Hartmann aus Bayreuth von der Humbold-Realschule wurde von seiner Mathelehrerin vorgeschlagen. Nico hatte gleich spontan zugesagt als er hörte, dass es dabei auch einen Kurs zur Satellitennavigation gibt. "Denn mich interessiert das Thema Weltraum und die Naturwissenschaften schon immer."

Fraunhofer sei für ihn bis dahin noch kein Begriff gewesen. Vor allem die Exkursion ins Fraunhofer-Institut nach Erlangen sei auch sehr praxisnah gewesen. "Der erste Tag diente dem Kennenlernen und dann wurde es immer interessanter und hat sehr viel Spaß gemacht und alles war sehr locker", schwärmt Nico. Er bereut es nicht, dabei gewesen zu sein. Auch sei es lustiger gewesen als mit der Schule wohin zu fahren. "Es war alles sehr toll und besonders spannend war der Ausflug ins IIS nach Erlangen", gibt ihm auch der 16-jährige Felix Fritsch aus Hersbruck recht. Auch ihn hatte seine Mathelehrerin vorgeschlagen.

"Ich habe es mir nicht so schön und familiär vorgestellt", sagt Felix, der nach der Mittleren Reife sein Abi auf der FOS nachholen und dann eventuell bei der Bundeswehr ein duales Studium machen will. Berufsziel: Pilot oder Arzt.

"Ein Schritt voraus"

"In Waischenfeld habe ich viele neue Sachen gelernt und es ist immer gut, den anderen einen Schritt voraus zu sein", so Felix. Allen anderen einen Schritt voraus war auf jeden Fall der 15-jährige Sebastian Friedmann, der den Realschulzweig der Gesamtschule Hollfeld besucht. Wohnt er mit seinen Eltern doch gleich neben dem Forschungscampus in Waischenfeld, den er somit natürlich schon kannte.

"Es war sehr schön, ich habe viele neue Freunde kennengelernt und viel Neues erfahren. Praktisch war natürlich auch, dass es gleich nebenan ist und ich deshalb schon wusste, was mich erwartet", sagt Sebastian.

Für ihn war das Highlight ebenfalls die Exkursion nach Erlangen. Vor allem gefallen hat ihm, dass er Gleichgesinnte fand, die die gleichen Interessen wie er selbst haben.

"Die Kameradschaft war sehr gut und deshalb bleibt man natürlich auch danach in Kontakt". Er betont: "Mit dem Internet ist das heute auch kein Problem mehr, denn wir haben ja schon eine WhatsApp-Gruppe." Mit den Worten "Wir wollen uns wieder treffen" gibt ihm Theresa Dreher recht. Die Juniorakademie habe alle ihre Erwartungen übertroffen. 

THOMAS WEICHERT

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