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Sonntag, 09.08.2020

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Förderverein Auerbach: Sparen dank neuer Photovoltaikanlage

Für die neue Photovoltaikanlage gibt es 10 000 Euro Zuschuss. Der Eigenanteil beträgt 12 000 Euro. - 03.07.2020 11:55 Uhr

Das Bergbaumuseum Maffeischächte mit den zwei Fördertürmen. Der Unterhalt dieses kulturhistorischen Kleinods ist mit einem hohen Stromverbrauch verbunden. Dieser soll mit einer Photovoltaikanlage gesenkt werden.

© Foto: Klaus Trenz


Die Anlage soll auf dem Dach des vereinseigenen Lagerschuppens installiert werden. Diese kostet den Verein knapp 22 000 Euro. Aber: es wird für die Maffeispiele günstiger.

Von der Regionalbudgetförderung für die Vereine gibt es den Höchstfördersatz in Höhe von 10 000 Euro. "Das hat unsere Entscheidung für eine PV-Anlage natürlich erleichtert", sagt Regn.

Die Fördervoraussetzungen, die vor allem Nachhaltigkeit und regionale Entwicklung festschrieben, hat der Förderverein mit einer PV-Anlage und der Antragsbegründung Fortbestand des Bergbaumuseum, erfüllt.

Nur für täglichen Verbrauch

Die 10-Kilowatt-PV-Anlage soll vor allem den täglichen Stromverbrauch decken und nicht den enormen Stromverbrauch bei der Bergwerksweihnacht, Dies wäre auch gar nicht möglich. Man muss die Kompressorhalle elektrisch heizen, Warmwasser wie beispielsweise auf den Toiletten elektrisch erwärmen, Frostwächter im Winter betreiben und die Trockengeräte im wertvollen Archiv am Laufen halten. Dieser Stomverbrauch müsste mit der PV-Anlage zu decken sein.

Nachts übernimmt das dann der Stromspeicher. Dass man den erzeugten überflüssigen Strom auch ins Netz einspeisen kann, hält Regn für nicht ausschlaggebend. Man schätzt, dass man die Kosten um bis zu 50 Prozent durch die eigenen Stromerzeugung senken könne. "Ein paar Tausend Euro werden das wohl im Jahr dann sein." Durch die PV-Anlage werde man den normalen täglichen Verbrauch selbst erzeugen.

Die Anlage mindert die "massiven Ausgaben", die man in diesem Jahr wegen der Coronakrise und damit der Absage aller Veranstaltungen hat. Zumal man auch mit ehrenamtlich durchgeführten Umbaumaßnahmen begonnen hat, die das Museum zeitgerechter und attraktiver machen sollen. Neue Ideen für das Museum werden umgesetzt, die auch einer neuen Museumsführung entgegen kommen soll.

Besucher sollen in der Lage sein, alleine durch das Museum zu laufen und einen Eindruck mitnehmen, wie der Bergbau abgelaufen ist. Dies erfordere laut Regn einen Umbau des Museums und den Einsatz digitaler Technik. Unter anderem sollen die Besucher so genannte QR-Codes mit ihrem Handy scannen und so Informationen gezielt abrufen können.

Dies mache Besucher unabhängig von geführten Rundgängen. Solche Rundgänge sollen aber weiterhin für große Gruppen oder Busladungen von Besuchern angeboten werden. Damit erhofft sich der Verein eine Aufwertung des Bergbaumuseums.

KLAUS TRENZ

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