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Samstag, 20.07.2019

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Hollfelder Bevölkerungszahl sinkt um fast fünf Prozent

Doch die Bürger haben Ideen, wie der Ort gerade für junge Familien attraktiver werden kann - 27.05.2019 23:59 Uhr

Hollfeld hat durchaus seine Reize - nicht nur an den Rosentagen. © Richard Reinl


Architekt Vincent Dilcher erläuterte, die Sanierung des Spitalgebäudes solle in den nächsten Jahren angegangen werden. Er appellierte an die rund 40 Zuhörer, sich intensiv der Entwicklung der Stadt anzunehmen und ein Konzept zu erarbeiten.

Cornelia Dittmar forderte die Bürger auf, ein Leitbild der Stadt zu erarbeiten. Hier geht es um Stärken und Schwächen sowie die Chancen. Inga Gruber hatte die Daten über Hollfeld erarbeitet. Die Bevölkerungszahl ist demnach um fast fünf Prozent zurückgegangen. Der Anteil der Bevölkerung im Alter von mehr als 65 Jahren liege bei 67 Prozent. Von den 2179 Beschäftigten sind 78 Prozent Pendler. Die Lebensmittelversorgung sei gut.

Renate Ott appellierte an die Stadträte, sich um Bauland in der Stadt zu kümmern. Junge Familien wanderten ab, und nicht jedes junge Paar möchte in Krögelstein bauen. Sie bedauerte, dass diese Aufrufe seit Jahren im Raum stehen und es ändere sich nichts.

Hans Peter Härtl stimmte ein Loblied auf die Stadt und ihre Einrichtungen an. Er bedauerte, dass Hollfeld seit Jahren schlecht geredet werde. Die Ausstattung mit Grund- und Gesamtschule sei gut. Doch würden nur 15 Prozent der Lehrer in Hollfeld wohnen.

Stefan Stenglein, Akteur beim Kintopp Hollfeld, zeigte auf, dass Hollfeld mit Schwimmbad, Musikschule und Kino etwas für die junge Leute zu bieten habe. Man sollte versuchen, die jungen Leute für das Land und die Heimat zu gewinnen. Ein Nachteil aus seiner Sicht ist, dass die Bürger ihre Einrichtungen und Gastwirtschaften zu wenig nutzen.

Herbert Popp kam auf die früheren Kirchenhäuser zu sprechen. Sie seien nicht einladend für das Stadtbild. Seit Jahren sei das eine Haus abgerissen, das andere falle bald ein. Norbert Seidler wünscht sich vom Stadtrat, auf Wohnen im Alter zu setzen und eine Belebung der sanierten Plätze ins Auge zu fassen.

Renate Ott bedauerte, dass die Stadt gegen die Ansiedlung eines Drogeriemarktes sei und keine Flächen zur Verfügung stelle. Laut Claudia Sauer trifft dies nicht zu. Die Anbieter Rossmann sowie DM hätten abgesagt.

Viel Luft nach oben

Zur Sanierung der Langgasse sagte Architekt Dilcher, dass dort noch viel Luft nach oben sei. Richard Spreuer kritisierte die Änderung der Vorfahrtsrichtung und Michael Schatz regte erneut an, ab der Fernreuther Höhe eine Abzweigung zur Südstraße zu schaffen, um den Schwerlast- und landwirtschaftlichen Verkehr aus der Innenstadt zu bringen.

Für den Bau von Tagespflege und Tagesbetreuung sei ein Investor vorhanden, der in Hollfeld-Nord zusätzlich seniorengerechte Wohnungen schaffen möchte. Die Bauverwaltung des Landratsamtes sieht hier allerdings erhebliche Schwierigkeiten, obwohl es in anderen Landkreisen bei der gleichen Situation ohne Weiteres möglich sei.

Laut Bürgermeisterin Karin Barwisch hat der Bauausschuss in seiner letzten Sitzung ein Schallschutzgutachten für dieses Gebiet beschlossen. 

gel

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