Neue Brücke bei Finstermühle eingehoben

1.6.2021, 16:06 Uhr
Gespannt beobachteten Bürgermeister Josef Springer (l.) und Cornelia Jasper von der Bauverwaltung (r.) den Einhub der neuen Brücke.

Gespannt beobachteten Bürgermeister Josef Springer (l.) und Cornelia Jasper von der Bauverwaltung (r.) den Einhub der neuen Brücke. © Foto: Brigitte Grüner

Nicht nur für Bürgermeister Josef Springer und Cornelia Jasper von der Bauverwaltung war es ein besonderer Augenblick, als die Brücke sicher vertäut am Schwerlastkran auf den Fundamenten beidseits der Pegnitz abgelassen wurde. Auch Planer Ronald Marschik von Seuss Ingenieure und die leitenden Mitarbeiter der beteiligten Firmen verfolgten den Einhub gespannt. Als die letzten Vorbereitungen fertig waren, lief es wie am berühmten Schnürchen. Der Stahlüberbau wurde auf den temporären Montagelagern aufgesetzt, bis die Auflieger passgenau betoniert werden.

Hinter der Marktgemeinde liegen mehrere Jahre der Planung für die neue Brücke. Dass das Vorgängermodell marode war, konnte jeder Spaziergänger sehen. Bei einer ersten Ausschreibung waren überteuerte Preise angeboten worden. Die Brücke, die jetzt eingehoben wurde, gab der Gemeinderat Ende Juli 2020 in Auftrag.

Die Gesamtkosten werden sich auf 570 000 Euro belaufen. Etwa je ein Drittel komme auf Fundament, Brückenbauwerk und Restarbeiten, erklärte der Rathaus-Chef. Die Gemeinde erwartet Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent. Für Planer Marschik gab es mehrere Schwierigkeiten. Eine Zufahrt für die schweren Baufahrzeuge musste ab Finstermühle angelegt werden, und die Gründung musste wohl überlegt werden. "Mehrere Konzepte wurden untersucht", so der Fachbereichsleiter für Brückenbau. Der Uferbereich sei Schwemmland. Die Fachleute entschieden sich für eine Bohrpfahlgründung, die neun Meter tief betoniert wurde. Die beiden Fundamente müssen das Bauwerk halten, weil das Wasserwirtschaftsamt aus Gründen des Hochwasserschutzes eine Brücke ohne Mittelpfeiler gefordert hatte.

Vor dem Einhub wurden von den Mitarbeitern der Brückenbaufirma noch letzte Arbeiten am neuen Bauwerk ausgeführt.

Vor dem Einhub wurden von den Mitarbeitern der Brückenbaufirma noch letzte Arbeiten am neuen Bauwerk ausgeführt. © Foto: Brigitte Grüner

Baubeginn war Anfang April mit der Vorbereitung der Baustelle und dem Bau einer Hilfsbrücke über die Pegnitz. Die neue Brücke ist mittelblau, wird aber zum Teil noch in hellem Grauton nachbeschichtet. Am Handlauf wird eine indirekte Beleuchtung mittels LED montiert. Der Laufweg wird mit Epoxidharz belegt. Die Zuwegung wird behindertengerecht ausgeführt. Die Restarbeiten mit dem Wegebau und dem Anböschen der Uferbereiche werden sich voraussichtlich noch bis Mitte August hinziehen.

Auch Winfried Winter vom benachbarten Gasthof freute sich über den Einhub. Kaum war dieser erledigt, brachte er Sekt und kalte Getränke für die Männer auf der Baustelle. Die Corona-Pandemie sei für den Brückenbau zur rechten Zeit gekommen. Die Urlauber in den Fremdenzimmern hätten sonst womöglich keine Freude an den Bauarbeiten in unmittelbarer Nähe gehabt. Winter hat rund 1000 Quadratmeter Grund für die Einrichtung der Baustelle zur Verfügung gestellt und sein Geflügel teils reduziert, teils umgesiedelt.

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