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Neuhaus: Tonnenschwere Brocken drohen abzustürzen

Dauerregen erschwert weitere Arbeiten - Kran soll lose Felsen bergen - 03.06.2013 14:38 Uhr

Karl-Heinz Sirtl vom Hochbauamt Nürnberg-Erlangen war nach dem Felssturz in der vergangenen Woche am Montagmorgen bei einer Ortsbesichtigung in Neuhaus. Wegen des Starkregens sind weitere Arbeiten erst einmal eingestellt worden. © Kerstin Freiberger


Seit vergangenen Dienstag ist das THW aus Lauf unterhalb der Burg Veldenstein im Dauereinsatz. Mit einem speziellen Laser haben die Helfer den Berg seit Mittwoch vermessen und festgestellt, dass ein weiterer, rund 20 Tonnen schwerer Felsbrocken locker ist. „Der muss runter“, sagt Joachim Süß, stellvertretender Ortsbeauftragter des THW Lauf. Unsicher ist noch, ob auch ein weiterer 60 Tonnen schwerer Stein entfernt werden muss.

Eigentlich hätte es bereits am Montag Klarheit geben sollen: Der Geologe Jörg Gründer wollte sich abseilen, und den Berg genauer begutachten. Danach wollten die Verantwortlichen das weitere Vorgehen entscheiden. Doch aufgrund des Wetters war das Abseilen zu gefährlich.

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Seit Tagen hat es in der Region geregnet - und wahrscheinlich ist das Wasser schuld daran, dass sich in der Nacht zum Dienstag riesige Felsbrocken von der Burg Veldenstein gelöst haben und ins Tal gestürzt sind.


Bei einer Krisensitzung am Montagmorgen wurde nun beschlossen, einen Autokran zu bestellen. Der Geologe sowie Mitarbeiter der Firma HT-Bau aus Kufstein werden nun voraussichtlich vom Korb des Kranes aus die Unglücksstelle begutachten. „Die Felsbrocken werden entweder mit Hilfe des Krans weggehoben, wenn dies nicht funktioniert werden die losen Felsbrocken mit einem Drahtseil gesichert, zerkleinert und gezielt heruntergeholt“, erklärt der Geologe Gründer. Damit die Häuser nicht noch mehr beschädigt werden, wird auf der Straße ein Schutzwall aus Sandsäcken errichtet.

Wie gefährlich es derzeit ist, und ob noch weiteres Geröll abzurutschen droht, ist ebenfalls unklar. Klar ist: Bis Sonntagabend gab es keine größeren Veränderungen.

Ulrich Lang, vom Straßenbauamt Nürnberg, rechnet damit, dass die Straße noch mindestens zwei Wochen gesperrt sein wird, je nachdem wie schnell die Arbeiten vorangehen und welche Probleme noch auftreten.

In der Nacht zum Dienstag schlugen rund 300 Tonnen Geröll, die sich von der Burgmauer gelöst hatten, auf einer engen Straße in Neuhaus an der Pegnitz auf und beschädigten einige Häuser.

 

Kerstin Freiberger

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