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Nitzlbucher Wehr braucht jetzt Flugerlaubnis und Piloten

Wirtsfamilie Pickel hat zum 90-jährigen Bestehen für eine Drohne gesammelt - 04.06.2019 09:25 Uhr

Eine Drohne mit Wärmebildkamera für die Feuerwehr Nitzlbuch. Stehend von links, Raiffeisenbank-Vorstandsvorsitzender Michael Sommer, Bürgermeister Joachim Neuß, Feuerwehr-Vorsitzender Bernhard Frohnhöfer, Kommandant Xaver Leipold, Thomas Pickel, Dorfgemeinschaftssprecher Peter Danninger. Sitzend: Michael und Theresia Pickel. © Foto: Klaus Trenz


"Wir wollten der Gemeinde wieder etwas zurückgeben", sagt Thomas Pickel und meint die Altgemeinde Nitzlbuch mit Welluck und Sand. Weil die Leute so lange dem Wirtshaus die Treue gehalten haben. Der ersten Idee, einen Nostalgieabend zu veranstalten, mit Preisen wie vor 90 Jahren, folgte eine für die Familie bessere Überlegung: "Wir wollten der Feuerwehr etwas geben, weil sie Tag und Nacht für uns bereitsteht und da ist, wenn man sie braucht."

Damit es nicht nur ein Geldgeschenk ist, machte sich die Familie auf die Suche nach Sponsoren, fand sie in den einheimischen Betrieben Cermak, Vogl, Waldmann, der Brauerei, dem Brotzeitstüberl am Sand, dem Jagdpächter und der Dorfgemeinschaft. Als Hauptsponsor sprang die Raiffeisenbank Auerbach in die Bresche, die allein 1500 Euro spendete.

Mit der Summe sprang für die Feuerwehr eine Flugdrohne mit eingebauter Wärmebildkamera heraus, die am Samstag nach einem Gaudifestzug an Kommandant Xaver Leipold und den Vorsitzenden der Feuerwehr, Bernhard Frohnhöfer, überreicht wurde. Die Drohne kann zwar fliegen, darf aber noch nicht. Man braucht zunächst eine Flugerlaubnis durch das Bundesluftfahrtamt, erklärt Kommandant Leipold. Das werde kein Selbstläufer, immerhin liegen Nitzlbuch und Bernreuth direkt neben dem Truppenübungsplatz. Dann braucht es noch die Genehmigung vom Landratsamt Amberg-Sulzbach und nicht zuletzt grünes Licht von Kreisbrandrat Fredi Weiß.

Sind die drei Hürden genommen, ist die Feuerwehr Nitzbluch die erste Feuerwehr im Landkreis mit einer Drohne. Es kann aber auch nicht einfach losgeflogen werden. "Wir müssen einen Pilotenschein in Würzburg machen, ohne den darf man sie nicht fliegen", sagt Leipold. Wer der erste Pilot bei der Feuerwehr Nitzlbuch wird, sei noch offen, so Leipold. Die Drohne sei ein äußerst effektives Hilfsmittel, wenn es um die Suche nach vermissten Personen geht. Darüber hinaus lassen sich bei einem Brand von der Luft aus Glutnester aufspüren. Nicht zuletzt kann sie bei einem unübersichtlichen Verkehrsunfall zum Einsatz kommen, um die Lage besser einschätzen zu können.

Drei Feuerwehrmänner sind beim Einsatz einer Drohne nötig. Ein Pilot, ein Luftraumbeobachter und ein Mann, der am Monitor beobachtet, was die Kamera der Drohne aufnimmt.

KLAUS TRENZ

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