25°

Montag, 17.06.2019

|

VHS Pegnitz wird komplett neu organisiert

Großteil der Fachbereichsleiter hört auf teilweise nach Jahrzehnten - 21.06.2018 11:00 Uhr

Vier der fünf Fachbereichsleiter beenden ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei der Volkshochschule Pegnitz. Lediglich Andrea Cieslik kümmert sich weiter um die Musikkurse. Im Bild hinten von links: Claudine Lange, Heinrich Löw und Monika Wolf. Vorne von links: Andrea Cieslik und Timke Wessolowski. © Foto: Andy Conrad


Die VHS hat sich in den fast 70 Jahren ihres Bestehens enorm entwickelt; aus einem gemeinnützigen Verein mit wenigen Kursangeboten ist die größte Bildungseinrichtung im Landkreis Bayreuth mit rund 350 Kursen und Veranstaltungen und über 4500 Teilnehmern pro Jahr (die Zahlen stammen aus dem Jahr 2017) geworden.

"Durch die unermüdliche Tätigkeit der ehrenamtlichen Fachbereichsleiter wurden immer neue Ideen entwickelt, umgesetzt und das Angebot der VHS Stück für Stück erweitert. Dafür gebührt allen Fachbereichsleitern größter Dank und höchste Anerkennung", erklärt VHS-Geschäftsführerin Andrea Giesbert in einer Mitteilung des Rathauses.

Einer Bildungseinrichtung wie der Volkshochschule würden sich aber immer neue Aufgaben, auch im Hinblick auf Seniorenbildung, den Integrationsprozess von geflüchteten Menschen und im Zuge der Digitalisierung stellen.

Allerdings, das sei allen Beteiligten klar geworden, lasse sich das in Zukunft ehrenamtlich, vergütet über eine Aufwandspauschale, nicht mehr leisten. Um eine arbeitsfähige, zukunftsorientierte Struktur und effizientes Arbeiten zu ermöglichen, mussten Überlegungen zu einer Neuorganisation unternommen werden.

Gemäß des aktuellen Stadtratsbeschlusses soll sich eine etwas über halbtags fest angestellte Person zukünftig der Programmplanung widmen und weiterhin als Assistenz für die VHS-Arbeit und das Kulturamt der Geschäftsführung zur Seite stehen. Andrea Giesbert: "Ich übernehme als bisherige Geschäftsführerin der VHS die Stelle als Leiterin des Kulturamts mit zehn von 16 Stunden. Zusammen mit den bisherigen Stunden für die Volkshochschule erhöht sich damit meine wöchentliche Arbeitszeit auf 30 Stunden. Ein Programmplaner wird für die Volkshochschule mit 15 Stunden eingestellt und übernimmt zusätzlich weitere sechs Stunden für den Bereich des Kulturamts." Diese Person sei damit mit 21 Wochenstunden bei der Stadt beschäftigt.

Mit dieser Struktur sei auch eine gegenseitige Vertretung in beiden Funktionen gewährleistet, so Bürgermeister Uwe Raab und Giesbert übereinstimmend.

Die Rechtsform der VHS bleibt dabei als gemeinnütziger Verein mit ehrenamtlichem Vorstand (Vorsitzender, Stellvertreter, Schatzmeister, Schriftführer) erhalten. Die Musikschule wird weiter ehrenamtlich geführt.

Im Zuge der Umstrukturierung wird das Büro des Kulturamtes im Rathaus II nicht mehr benötigt, so der Bürgermeister. Kulturamt und VHS werden sich zukünftig im Bürgerzentrum befinden. Stattdessen wird der Landschaftspflegeverband Fränkische Schweiz ins Rathaus II umziehen.

Mit der Neuausrichtung der Arbeit des städtischen Kulturamtes werde auch das Ziel verfolgt, die Pegnitzer Kulturangebote und -anbieter besser zu vernetzen und gegebenenfalls so zu koordinieren.

"Bestenfalls können bei entsprechendem Interesse auch gemeinsame Werbe- und Marketingmaßnahmen angedacht werden. Ein gemeinsames Schaufenster‘, digital wie herkömmlich, mit den vielfältigen Pegnitzer Angeboten wird ein wesentlicher Bestandteil der Neuausrichtung sein", so Raab abschließend bei der Vorstellung des Konzeptes. 

KLAUS ALTMANN-DANGELAT

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Pegnitz