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Sonntag, 25.10.2020

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Kristine Lütke soll 2021 für die FDP in den Bundestag einziehen

Die 38-Jährige Unternehmerin wurde einstimmig ins Rennen geschickt - 29.09.2020 11:56 Uhr

Die beiden Kreisvorsitzenden Markus Lüling (li.) und Marina Schuster (re.) beglückwünschten Bundestagskandidatin Kristine Lütke.

© Foto: Robert Schmitt


Damit hat sie innerhalb der Liberalen eine steile Karriere absolviert. Eingetreten ist sie 2017. Im November 2019 hat die bayerische FDP sie zur Landesschatzmeisterin gewählt. Im März dieses Jahres war sie Landratskandidatin der Liberalen im Landkreis Nürnberger Land. Seither sitzt sie dort im Kreistag.

Kristine Lütke bietet gute Voraussetzungen als Kandidatin für eine Bundestagswahl im Wahlkreis 246. Denn aufgrund ihres Lebenslaufs kennt sie beide Landkreise gut. Kindheit und Jugend hat sie in Schwand im Landkreis Roth verbracht und 2002 am Rother Gymnasium das Abitur absolviert. Danach hat sie Soziale Arbeit und Gerontologie (Alterswissenschaft) studiert.

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Anschließend ist sie als Assistentin der Geschäftsführung in das Unternehmen ihrer Eltern eingestiegen. Das Ehepaar führt seit 2002 ein Seniorenpflegeheim in Lauf. 2013 hat Kristine Lütke dort die Geschäftsführung übernommen.

"Das Nürnberger Land ist meine berufliche Heimat", sagte Lütke. Gegenwärtig wohnt sie in Nürnberg, will aber Ende des Jahres in den Kreis Nürnberger Land ziehen. Als Unternehmerin trägt sie die Verantwortung für etwa 50 Beschäftigte und 69 Bewohner. Entsprechend sieht sie ihre politischen Schwerpunkte. "Die Gesundheits- und Pflegepolitik sowie die Sozialpolitik der Bundesebene liegen mir sehr am Herzen", so Lütke.

Ambulante Pflege soll gestärkt werden 

Ein Bekenntnis, das Kristine Lütke mit liberalen Grundsätzen verknüpfte. Mit Sorge betrachte sie den wachsenden Glauben an die Allzuständigkeit des Staates, so die FDP-Politikerin. "Staatlicher Dirigismus und Förderprogramme werden uns langfristig ebenso wenig retten wie ein aufgeblähter Staat und sein Verwaltungsapparat", war Lütke überzeugt.

Dabei tritt sie für eine funktionierende und flächendeckende pflegerische Versorgung ein, die sie mit Blick auf den demographischen Wandel für eine notwendige Zukunftsinvestition hält. Dabei sollen auch die ambulante Pflege gestärkt sowie Löhne und Arbeitsbedingungen der Fachkräfte verbessert werden. "Neu zu denken, neue Ideen und Überlegungen zuzulassen, ist das Gebot der Stunde", fügte sie hinzu.

"Sympathische Art"

Ihre politische Persönlichkeit sieht Lütke insbesondere durch die Vorstandsarbeit in Unternehmer- und Branchenverbänden auf Bundesebene geprägt. So ist sie für ihre Arbeit als Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren 2018 von der Zeitschrift "Capital" als eine von "Top 40 unter 40" vorgestellt worden. Zugleich hat sie das Bundeswirtschaftsministerium als "Vorbildunternehmerin" ausgezeichnet. Auch der Freistaat nützt Lütkes Expertise. Die bayerische Gesundheitsministern Melanie Huml hat sie im April in das "Expertengremium zur Pandemiebekämpfung in der Langzeitpflege" berufen.

Marina Schuster und Markus Lüling als Vorsitzende der beiden FDP-Kreisverbände versicherten Lütke Rückendeckung im Wahlkampf. "Wir schätzen deine sympathische Art, deine Fähigkeit Zukunft zu gestalten und deinen Lebenslauf", so Marina Schuster. "Du bist die perfekte Kandidatin für uns."

ROBERT SCHMITT

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