Schleifweiher wurde am Wochenende zum Hotspot

19.1.2021, 06:00 Uhr
Lediglich einen echten Hotspot gab es am Wochenende im Landkreis Roth. Bis zu 300 Personen sollen sich in der Spitze dort aufgehalten haben.

Lediglich einen echten Hotspot gab es am Wochenende im Landkreis Roth. Bis zu 300 Personen sollen sich in der Spitze dort aufgehalten haben. © Foto: RHV-Archiv/Salvatore Giurdanella

In der Spitze sollen es laut Polizeibericht bis zu 300 Personen gewesen sein, Kinder und Erwachsene, größtenteils mit ihren Schlittschuhen.

Die Beamten der Polizeistreife baten vor Ort per Lautsprecherdurchsagen um die Einhaltung der Mindestabstände. "Der Appell traf bei einem Großteil der Bürgerinnen und Bürgern auf Verständnis und zeigte entsprechende Wirkung", heißt es am Tag danach im Polizeibericht. "Ca. eine Stunde nach dieser Polizeiaktion am Sonntag war der Weiher wieder so voll wie zuvor", heißt es dagegen in einem Meinungsbeitrag im Internet in der "Rother Runde".

Reger Betrieb soll auch am Schlittenhügel am Nordring geherrscht haben. Angeprangert wird von Passanten allgemein, dass die Maskenpflicht nicht überall ernst genommen worden sei. "Dabei sollten doch die Erwachsenen mit gutem Beispiel vorangehen", schrieb ein anderer Rother Bürger.

Das Ordnungsamt der Stadt Roth hat ebenfalls mitbekommen, dass offenbar beim Schlittenfahren und beim Eislaufen im Rother Stadtgebiet nicht übermäßig auf den gebotenen Mindestabstand geachtet worden sei. Die Polizeiinspektion Roth und das Ordnungsamt der Stadt Roth haben in Zusammenarbeit punktuell auf die Einhaltung der Corona-Regeln geachtet.

Das Ordnungsamt selbst stellte jedoch keine Hinweisschilder auf, da es "zu viele Hügel und Weiher gibt, an und auf denen Wintersportaktivitäten stattfinden, so dass der Aufwand zu groß gewesen wäre".

Appell: Abstandsregeln einhalten

Unabhängig von einer Beschilderung appellieren Polizei und Ordnungsamt dringend an die Bürger, die Corona-Regeln und die Abstandsregeln einzuhalten - "auch beim Schlittenfahren, Eislaufen und anderen Freizeitaktivitäten an der frischen Luft", sagt Ordnungsamts-Leiter Rainer Hofer.

"Die zuletzt wieder gestiegenen Corona-Zahlen zeigen, dass das unbedingt nötig ist", erklärt dazu auch Bürgermeister Ralph Edelhäußer.

Ansonsten hatten die Beamten der Polizeiinspektion Roth vorrangig die beliebten Freizeitareale am Roth- und Brombachsee im Blick. "Es gab dort aber keine besonderen Auffälligkeiten", sagt Polizeioberkommissar Andreas Netter auf Nachfrage. Keine Brennpunkte machte auch die Polizeiinspektion Hilpoltstein in ihrem Bereich aus.

Die Polizeiinspektion Schwabach behielt das Freizeitgeschehen im Rahmen des Streifendienstes ebenso im Blick. "Hotspots" waren dabei nach Schilderung des Inspektionsleiters Erwin Leitner eher nicht zu erkennen.

Im Schwabacher Stadtgebiet entdeckten die Beamten auf einem Weiher fünf Schlittschuhfahrer, die gemeinsam ihre Runden drehten. Sie wurden hinsichtlich der geltenden Abstandsregeln entsprechend belehrt. Die Schwabacher Polizeidienststelle ist auch für die Marktgemeinde Wendelstein sowie die Gemeinden Rohr und Kammerstein zuständig. Auch von dort waren keine besonderen Vorkommnisse zu berichten.

Die Stadt Schwabach war am vergangenen Wochenende für Demonstrationen von Gegner der Corona-Maßnahmen in den entsprechenden Foren im Gespräch. Und dabei blieb es letztlich auch. Demonstranten sind in der Stadt nicht aufgetaucht.

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