So feiert der Landkreis Roth

Und sie feiern doch: Rother Kirchweih, Hilpoltsteiner Burgfest und mehr

Foto: Eduard Weigert Datum: 23.11.16..Mitarbeiterportrait....Harry Rödel
Harald Rödel

Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung/Schwabacher Tagblatt

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15.7.2021, 17:33 Uhr
Fahrspaß für die Kleinsten gibt es auch dieses Jahr auf dem Rother Festplatz - nur nicht bei der regulären Kerwa, sondern der coronabedingt etwas abgespeckten

Fahrspaß für die Kleinsten gibt es auch dieses Jahr auf dem Rother Festplatz - nur nicht bei der regulären Kerwa, sondern der coronabedingt etwas abgespeckten "Rother Sommermeile". © Tobias Tschapka, NN

Vom 6. bis 10. August warten auf dem Rother Festplatz diverse Schieß-, Spiel-, Verlosungs- und Kinderfahrgeschäfte. Vor Ort sind nach Auskunft des städtischen Veranstaltungsmanagements unter anderem der Autoscooter, der Schießwagen, die Luftballon-Kutsche, das Glückscenter, ein Kinderkarussell, die "Lustige Angelei" sowie das Pfeilwerfen.

Wer hungrig und durstig ist, findet neben der klassischen Fischbraterei einem Imbiss, das "Knusperhaus", Langos und Crêpes. Und nach den Lockerungen für Volksfeste in Bayern ist unter Umständen sogar wieder mit einem separaten temporären Biergarten zu rechnen - inklusive "echtem" Bier: "Die Abstimmungen mit dem Festwirt und dem Gesundheitsamt laufen aktuell", erklärt das Veranstaltungsmanagement dazu.

Damit die "Rother Sommermeile" in Corona-Zeiten auch sicher ist, ist das Veranstaltungsgelände eingezäunt und nach dem Einbahnstraßen-Prinzip aufgebaut, Hinweisschilder weisen den Gästen den Weg. Auf dem gesamten Gelände gilt FFP2-Maskenpflicht - der Einfachheit halber nicht nur an den Ständen und Fahrgeschäften, wie gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt aber keine Kontaktdaten-Erfassung.

Jedes Geschäft hat zudem ein detailliertes Hygienekonzept und sorgt am Stand für dessen Einhaltung. Der Zugang zum Gelände ist auf eine festgelegte Besucherzahl beschränkt, Speisen und Getränke gibt es lediglich „to go“.

"Ein Stück Heimat"

Um den Schaustellern nach den massiven Umsatzverlusten durch die Pandemie entgegenzukommen, verlangt die Stadtverwaltung heuer keine Platzgebühren. Um den Abstand zwischen den Geschäften zu gewährleisten, nehmen allerdings statt der regulär 22 Schaustellerbetriebe in diesem Jahr nur zwölf teil. Damit verbunden richtet die Stadtverwaltung auch einen Appell an alle Rotherinnen und Rother "zur Unterstützung der Traditionsbetriebe, welche Jahr für Jahr dafür gesorgt haben, dass Frühlingsfest, Kirchweih und Co. zu dem wurden, was sie heute sind: ein Stück Heimat".

Die "Rother Sommermeile" hat am 6. August von 16 bis 21 Uhr sowie vom 7. bis 10. August täglich von 14 bis 21 Uhr geöffnet.

Auf die meisten Rahmenprogrammpunkte wie etwa den Festzug müssen die Rother Kirchweih-Besucherinnen und Besucher dennoch verzichten Immerhin: Die Kleinsten können sich auf den traditionellen Kindernachmittag bei der Evangelischen Freikirche Ecclesia freuen, der am Dienstag, 10. August, von 15 bis 16.30 Uhr auf dem Gelände der ehemaligen TSV-Turnhalle in der Otto-Schrimpff-Straße stattfindet. Alle Informationen dazu gibt es zeitnah unter www.stadt-roth/kirchweih.

Hilpoltstein feiert ohne Alkohol

Auch die vier Sommerfeiertage am ersten Augustwochenende wird es heuer in Hilpoltstein nicht geben, aber auch keinen Livestream wie es vergangenes Jahr der Fall war. Stattdessen wird auf dem Festplatz an der Gredinger Straße ein deutlich reduziertes Programm geboten.

Süßwaren, Eis, Fisch und einige Fahrgeschäfte wie Autoscooter, Let’s Dance, Kinderkarussell. So schaut es von Freitag, 30. Juli, bis Montag, 2. August, auf dem Festplatz aus, auf dem absolutes Alkoholverbot gilt. Weiterhin, so Geschäftsstellenleiter Herbert Walter, gilt auf dem gesamtes Platz Maskenpflicht – natürlich auch, wenn man sich an einem der Imbissstände anstellt.

Derzeit prüfe die Stadtverwaltung noch, ob es möglich sei, vor Ort Speisen einzunehmen. In dieser Hinsicht ist Herbert Walter aber skeptisch. „Dann müssten wir unabhängig von den strengen Hygieneauflagen auch alle Besucher erfassen.“ Und das wäre schon ein Mega-Aufwand für ein relativ kleines Fest.

Volksfest "to go"

Mit einem „Volksfest to go“ wartet die Stadt Greding von Freitag, 23., bis Sonntag, 25. Juli, auf dem Marktplatz auf. An den drei Tagen wird Zwischen Schloss und Rathaus ein Kinderkarussell aufgebaut sowie ein Süßwarenstand und die Fischbraterei Krämer wird auf dem Areal Steckerlfisch feilbieten, meinte Geschäftsstellenleiter Michael Pfeiffer.

Bürgermeister Manfred Preischl hofft, „dass wir für unsere Bürgerinnen und Bürger auf diese Weise eine kleine Attraktion schaffen können und bitten aber auch darum, die aktuell geltenden Hygieneschutzmaßnahmen und Verhaltensregeln hinsichtlich der Corona-Pandemie einzuhalten“. Ob süße Genüsse oder Fischspezialitäten - das ganze Angebot der Stände auf dem Marktplatz ist zum Mitnehmen nach Hause gedacht. Geöffnet ist das "Volksfest to go" jeweils von 13 bis 19 Uhr.

Stadtsommer statt Heimatfest

"In Heideck wird es kein richtiges Ersatz-Heimatfest geben", berichtet Geschäftsstellenleiter Roland Huber. Aber: Im Unterschied zu den meisten anderen Alternativ-Veranstaltungen werde Live-Musik zu hören sein. Und zwar im "Heidexx", einem Lokal am Rande des Festplatzes. Eigens zu diesem Ereignis sei der Biergarten von 170 auf 350 Sitzplätze aufgestockt worden (Eintritt neun Euro).

Das Fest, das unter dem Motto "Sommer in der Stadt" bereits seit Mittwoch läuft, werde mit einem Kinderkarussell, einem kombinierten Fischangel- und Spickerstand und Süßwaren aufwarten. Die Öffnungszeiten sind täglich von 14 bis 20 Uhr; am Samstag von 12 bis 20 Uhr. Für alle Fans der Musik der "Steigerwälder Knutschbären" wird die Kultband des Hilpoltsteiner Burgfest-Frühschoppens am Sonntag auf spielen.

Während auf dem Festplatz keine Masken zu tragen sind, müssen diese zum Beispiel am Karussell von Kindern ab sechs Jahren und Erwachsenen angelegt werden, erklärt Roland Hueber. Gleiches gelte am Süßwarenstand.

Gitter statt Bier

Die Allersberger Kirchweih findet dagegen statt - allerdings ebenfalls als "Kerwa light". Das haben der Markt und die Schausteller nun so vereinbart. Im Frühjahr hatte ein Sonderausschuss des Marktgemeinderats festgelegt, dass es heuer keine Kirchweih geben soll. Dabei war es vor allem ums Festzelt gegangen. Denn für den üblichen Kerwabetrieb wären Musikgruppen zu buchen und 150 Hektoliter Festbier zu ordern gewesen.

Mit dem Festzelt wird’s heuer also nix, doch wenigstens für die Kinder soll es eine Kerwa geben - noch dazu, wo das Freibad heuer wegen der bevorstehenden Sanierung geschlossen bleibt. So ist nun von Freitag, 23. Juli, bis Montag, 26. Juli, eine abgespeckte Kirchweih geplant (am Freitag von 16 bis 22 Uhr sowie an den weiteren Tagen von 12 bis 22 Uhr).

Nach Rücksprache mit dem Landratsamt bleibt das Festgelände dabei "hinter Gittern" - ein Bauzaun friedet es ein. Zudem sind laut Bürgermeister Daniel Horndasch Ein- und Ausgangskontrollen nötig, um die zulässige Zahl von 750 Gästen nicht zu überschreiten. Alkohol werde es ebenso wenig geben wie Sitzgelegenheiten.

Wie in den 1950ern

An Schaustellern und Fahrgeschäften werden die "Lustige Angelei", eine Spicker- und Losbude, der Autoscooter, "Butterfly" und Schießstand, "Magic Jumper", ein Kinderkarussell und der "Babyflug" vier Tage lang den Festplatz bevölkern. Ebenso wie in Roth gibt es Crêpes, ungarischen Lángos, Süßigkeiten und Softeis sowie eine klassische Imbissbude mit alkoholfreien Getränken.

Auch wenn sich kein traditioneller Kirchweihzug der Allersberger Vereine nach dem Standkonzert auf dem Marktplatz in Bewegung setzen wird, ist zum Auftakt am Freitag doch eine kleine Eröffnungszeremonie vorgesehen. Ebenfalls nicht stattfinden kann der Kirchweihlauf des TSV. Den Gastwirten hat der Markt dagegen erlaubt, ihre Außengastronomie am Kirchweihwochenende zu erweitern. Könnte also fast eine Kirchweih werden, wie sie in den 1950er Jahren vor dem Umzug auf den Festplatz in der Hilpoltsteiner Straße stattfand...

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