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Dienstag, 01.12.2020

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Abenberg: Freiflächen-Photovoltaikanlage wird vergrößert

Das abschließende Okay fehlt noch - 29.10.2020 18:00 Uhr

Zwischen Bechhofen und Neumühle erzeugt Abenbergs bisher einzige Freiflächen-Photovoltaikanlage auf einer früheren Bauschutt-Deponie schon seit einigen Jahren Strom. Einer Erweiterung steht nach den jüngsten Beschlüssen des Stadtrates nicht mehr viel entgegen.

28.10.2020 © Foto: Robert Gerner


Nach knapp eineinhalb Jahren ist das umfangreiche Verwaltungs-Procedere (fast) abgeschlossen: Die große Freiflächenanlage auf einer ehemaligen Bauschuttdeponie zwischen Bechhofen und Neumühle, bislang die einzige ihrer Art auf Abenberger Gebiet, darf, wie gewünscht, vergrößert werden.

Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung die letzten Steine aus dem Weg geräumt und die Satzungsbeschlüsse für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan und für die Änderung des Flächennutzungsplans gefasst.

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Eine Freifächen-PV-Anlage benötigt immer einen solchen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Der Flächennutzungsplan musste geändert werden, weil in der alten Version die künftigen PV-Flächen noch als Abbauflächen für Quarzsand, als landwirtschaftliche Fläche und als Wald gekennzeichnet waren.

Abschließendes Okay fehlt 

Sowohl für Bebauungsplan als auch für Flächennutzungsplan müssen immer jeweils Nachbarn und sogenannte Träger öffentlicher Belange gehört werden und Fristen beachtet werden. Nach über einem Jahr befindet man sich nun jedoch auf der Zielgeraden.


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Jetzt fehlt noch ein abschließendes Okay des Landratsamtes zum Flächennutzungsplan, dann steht dem endgültigen Okay des Stadtrates nichts mehr im Wege.

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Die PV-Anlage hatte zunächst eine installierte Leistung von 1,5 Megawatt/peak und war dann auf 2,25 Megawatt/peak vergrößert worden. Jetzt ist noch einmal fast eine Verdoppelung möglich.

Damit wird sie rund viermal so groß wie diejenige auf der ehemaligen Hausmülldeponie in Georgensgmünd. Bei Bechhofen lassen sich so jedes Jahr rund vier Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das ist bis zu zwei Drittel dessen, was Abenbergs private Haushalte pro Jahr verbrauchen.

Der Stadtrat hatte das Vorhaben der beiden Abenberger Investoren Thomas Einzinger und Josef Brändl von Anfang an unterstützt. Denn die PV-Anlage tritt ja nicht in Konkurrenz zu landwirtschaftlich genutzten Flächen, sondern steht auf einer stillgelegten Bauschutt-Deponie.

rog

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