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Montag, 17.05.2021

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Flammen in Schwabach: Polizei geht von Brandstiftung aus

Feuerwehr im Dauereinsatz - Hubschrauber kreiste über der Stadt - 03.11.2020 10:20 Uhr

Im Zeitraum zwischen 22.20 Uhr und 00.30 Uhr musste die Feuerwehr zu insgesamt sechs Bränden an Fahrzeugen im Schwabacher Norden ausrücken, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt.

Gegen 22.20 Uhr hörten Passanten in der Rohrer Straße einen lauten Knall und bemerkten einen Wagen, der unter einem Carport brannte. Der Besitzer des Fahrzeugs konnte die Flammen mit Hilfe weiterer Personen löschen. Dabei erlitt ein Helfer eine leichte Rauchgasvergiftung. Er kam zur Behandlung in ein Krankenhaus.

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Brandanschläge in Schwabach: Sechs Fahrzeuge gingen in Flammen auf

In der Nacht zum Dienstag hielt eine Brandserie in Schwabach Polizei und Feuerwehr in Atem. An sechs verschiedenen Orten standen Autos und Lkw in Flammen. Insgesamt entstand ein Schaden von deutlich über 100.000 Euro. Wegen der Nähe der Tatorte und des engen zeitlichen Abstands geht die Polizei von Brandstiftung aus.


Gegen 22.40 Uhr meldeten Zeugen in der Berlichingenstraße einen weiteren brennenden Pkw. Flammen schlugen aus dem Frontbereich des Wagens.

Weiter ging es Schlag auf Schlag: Gegen 23.15 Uhr und 23.30 Uhr stellte die Polizei zwei Brände an den Reifen geparkter Lkws fest. Die Tatorte lagen in der Ansbacher Straße und in der Wilhelm-Albrecht-Straße.

Wohnungen in Mehrfamilienhaus evakuiert

Um 00.17 Uhr meldete zudem ein Anrufer Rauch aus einer Tiefgarage in der Höllgasse. Auch dort brannte ein Auto. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die Einsatzkräfte drei Wohnungen des darüberliegenden Mehrfamilienhauses evakuieren. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen. Eine Person erlitt jedoch eine Rauchgasvergiftung.

Zuletzt stellte die Besatzung eines zuvor angeforderten Polizeihubschraubers einen brennenden Reifen an einem Lkw in der Galgengartenstraße fest. Auch hier musste die Feuerwehr anrücken.

Hoher Sachschaden

Insgesamt entstand bei den Einsätzen ein Gesamtschaden von deutlich über 100.000 Euro. Aufgrund der räumlichen Nähe der Tatorte und des engen zeitlichen Abstands, geht die Polizei aktuell von Brandstiftung aus. Die Beamten fahndeten noch in der Nacht im Stadtgebiet Schwabach mit vielen Einsatzkräften und dem Hubschrauber nach einem möglichen Täter.

Der Kriminaldauerdienst sicherte derweil Spuren an den jeweiligen Brandorten. Die Ermittlungen hat die Schwabacher Kriminalpolizei übernommen.

Personen, die im beschriebenen Zeitraum auffällige Beobachtungen rund um die Brandorte gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 zu melden.


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