Zum Regionalmarkt

Mit Kaffee-Note: Dieses besondere Bier gibt es bald in Schwabach

Gunther Hess

Schwabacher Tagblatt

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25.8.2021, 15:04 Uhr
Ralf Neuhaus, Christian Keller (stehend, von links) und André Betz (sitzend) probieren den Blue-House-Coffee-Stout vom letzten Brauen.

Ralf Neuhaus, Christian Keller (stehend, von links) und André Betz (sitzend) probieren den Blue-House-Coffee-Stout vom letzten Brauen. © Brauverein Schwabach, NN

Den "Schwabacher Brauverein" gibt es seit Februar 2020. Am 3. Oktober dieses Jahres ist in Schwabach wieder Regionalmarkt, und für den braut der Brauverein zusammen mit dem "Blaues Haus Kaffee" ein "Coffee Stout". Das wird dann seit längerem das erste wieder in Goldschlägerstadt gebraute Bier sein.

70 Liter pro Durchgang: So sieht die kleinste Brauerei Schwabachs aus.

70 Liter pro Durchgang: So sieht die kleinste Brauerei Schwabachs aus. © Brauverein Schwabach, NN

Der Brauverein ist (noch) ein kleiner Verein mit zwölf Mitgliedern, der seinen Sitz in Schwabach hat. Der Vorsitzende André Betz ist ein Wolkersdorfer. Weitere Mitglieder kommen aus Nürnberg – und natürlich auch aus Schwabach.

Vorsitzender Betz ist befreundet mit Heather Denny, der Chefin vom "Blauen Haus", der Schwabacher Kaffee-Röstmanufaktur. Zusammen hatten die beiden die Idee, ein Bier herzustellen, das nach Kaffee schmeckt. Zu diesem Zweck wird eine Kaffeeröstung mit Bier vergoren.
Das Gemisch wird erst einmal auf dem Schwabacher Regionalmarkt angeboten. 100 Flaschen sollen es sein. "Wenn’s gut läuft, könnte sie es dann zu Weihnachten verkaufen", sagt André Betz.

Der Schwabacher Brauverein stellt immer kleine Mengen Bier her. Das liegt daran, dass er lauter Hobbybrauer als Mitglieder hat. "Wir arbeiten im 20-Liter-Bereich und bis 50 Liter", erklärt Betz. Die Brauanlage ist selbst zusammengebastelt. "Wir haben begonnen mit einem kleinen Sud in der Küche – und dann steigert man sich immer weiter rein."

Ein "Stout" soll’s werden

Das Kaffee-Bier soll ein "Stout" werden, also nach einer besonderen Rezeptur gebraut sein, bei der die dunkle, malzige Note im Bier zum Tragen kommt. "Stout" ist ein relativ starkes Bier mit einem höheren Alkoholgehalt und schmeckt ähnlich wie das irische Guinness.

Christian Keller misst die Stammwürze der Bierwürze.

Christian Keller misst die Stammwürze der Bierwürze. © Brauverein Schwabach, NN

"Nach der Hauptgärung kommt ein Kaffee-Kaltauszug dazu", so Betz. Der gemahlene Kaffee sorge für einen schokoladigen Geschmack. Verwendet werde dafür die "Schwabacher Goldröstung". Das "Coffee-Stout" reife dann noch ein paar Wochen, bis es genussfertig ist. Die Rezepte will der Verein auf seiner Internetseite veröffentlichen.

Bei der Herstellung des Schwabacher Biers legt der Brauverein Wert auf Zutaten aus der Region wie etwa Hopfen aus Spalt. Den Biertreber – das sind die Rückstände des Braumalzes – verwendet die "Kleine Schleckerei" zum Brotbacken.

Der Abfall beim Brauen ist der Treber. Dieser kommt zu Alfred in die

Der Abfall beim Brauen ist der Treber. Dieser kommt zu Alfred in die "Kleine Schleckerei" und wird dort von Ihm zu Treberbrot verarbeitet. © Brauverein Schwabach, NN

Der Schwabacher Brauverein ist nun auf der Suche nach einem größeren Raum zum Bierbrauen. Für den Anfang würde eine größere Garage mit Strom- und Wasseranschluss genügen. "Vielleicht kann daraus ein Kulturzentrum werden", spinnt André Betz den Faden weiter.
Einmal im Monat treffen sich die Vereinsmitglieder zu einem Stammtisch. "Das Bierbrauen ist für uns nur Hobby, aber es ist wie eine Sucht", stellt André Betz fest.

Mehr unter www.brauverein-schwabach.de

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