Park der Partnerstädte: „Hier wird die Freundschaft sichtbar“

26.7.2015, 14:31 Uhr
Pflanzen aus Frankreich, der Türkei, aus Griechenland und Afrika zieren nun den neu geschaffenen Park der Städtefreundschaften.

Pflanzen aus Frankreich, der Türkei, aus Griechenland und Afrika zieren nun den neu geschaffenen Park der Städtefreundschaften. © Foto: Robert Schmitt

Am Samstagabend wurde der Park der Partnerstädte im unteren Teil des Stadtparks offiziell seiner Bestimmung übergeben. Damit ist ein seit langem in Vergessenheit geratener Teilbereich des Parks ist aus dem Dornröschenschlaf erweckt worden. „Nun ein Ort, an dem die Freundschaft vereint sichtbar wird“, so Oberbürgermeister Matthias Thürauf.

Hauptteil des „Parks der Partner- und Patenstädte“ ist ein gekurvter Weg, an dessen Rändern sich typische Landschaftsbestandteile der vier Städte aufreihen: Eine Stranddüne für Les Sables, ein Meteora-Fels samt Flusstal für Kalambaka, eine Meeresbucht für Kemer und ein Stück Savanne für Gossas. Eine Sitzgruppe, eine Tafel mit den Namen der Städte am Eingang und eine große Fest-Wiese komplettieren den Park. Feierlich wurde es, als die Schwabacher Blasmusik dort alle vier Nationalhymnen anstimmte.

Besonders stark war die Abordnung aus Les Sables, die zur Feier des 40-jährigen Jubiläums der ersten Städtepartnerschaft Schwabachs mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Brigitte Tesson an der Spitze, den beiden Chefinnen des dortigen Partnerschaftskomitees und einer großen Abordnung der Feuerwehr aus der französischen Atlantikstadt nach Mittelfranken gekommen waren. Kemer war mit dem stellvertretenden Bürgermeister Kemal Yüksel und dem Stadtratsmitglied Celiktas vertreten. Kalambaka hatte die Bürgermeister Banteka und Papageorgiou sowie das Stadtratsmitglied Hartopoulou entsandt. Zwei Geistliche repräsentierten Gossas: Pater Anatole Sambou und Pater Marcel Jacquet.

Alle vier Delegationen hatten Bäume aus ihren Heimatländern mitgebracht, um den Partnerschaftspark zu vollenden: Brigitte Tesson pflanzte gemeinsam mit Oberbürgermeister Matthias Thürauf gegenüber der Düne von Les Sables als typischen Baum der Atlantikküste eine Pinie. Die Bürgermeisterin sprach von einer „starken Bindung“ zwischen den beiden Städten und griff für deren Wirkung auf einen Begriff der französischen Revolution zurück: „Die Partnerschaft hat zu mehr Brüderlichkeit zwischen den beiden Nationen beigetragen.“ Tesson empfand es als großes Glück, „dass wir heute hier zusammengekommen sind, um das 40. Jubiläum unserer Partnerschaft zu feiern“. Die Pinie erklärte sie als Symbol der deutsch-französischen Freundschaft.

Fest auf europäischem Boden

„Mit den Füßen fest verwurzelt auf europäischem Boden und den Blick zu den Sternen“, so die französische Kommunalpolitikerin, die auch ein Gegengeschenk mitnehmen durfte. Matthias Thürauf und Robert van Loosen überreichten ihr eine Hainbuche. Als Kübelpflanzen werden in den Sommermonaten zusätzlich ein Citrus-Baum die französische, ein Olivenbaum die griechische, ein Granatapfelbaum die türkische und ein Hibiskus die senegalesische Flora im Partnerschaftspark repräsentieren.

„Dieser Park ist ein langgehegter Wunsch der Schwabacher Partnerschaftskomitees“, freute sich die Partnerschaftsbeauftragte im Schwabacher Stadtrat, Rosy Stengel, über die offizielle Übergabe des Parks. Robert von Loosen, Ayse Biyik, Margot Feser und Monika Heinemann schlossen sich als Vorsitzende der Schwabacher Partnerschaftskomitees an.

Marie José Albasini, deren Pendant aus Les Sables, ließ die deutsch-französische Freundschaft, beide Nationen und die Städte hochleben. „Vielen Dank für den Park“, fügte sie hinzu, „das ist ein großes Ereignis für uns und wir fühlen uns sehr geehrt“, so die Sablaiserin.

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