Seit 1987 unterwegs: Die Geschichte der Nürnberger S-Bahn

3.9.2018, 15:52 Uhr
Bitte einsteigen zur Zeitreise mit der Schnellbahn! 1987 nahm das S-Bahnnetz Nürnberg den Betrieb auf.
1 / 25

Bitte einsteigen zur Zeitreise mit der Schnellbahn! 1987 nahm das S-Bahnnetz Nürnberg den Betrieb auf. © NN/NZ

Es ist der Startschuss in ein neues Stück Bahngeschichte in Franken: Mit der Fahrt der ersten S-Bahn von Nürnberg nach Lauf bricht am 26. September 1987 ein neues Zeitalter für den regionalen Nahverkehr an.
2 / 25

Es ist der Startschuss in ein neues Stück Bahngeschichte in Franken: Mit der Fahrt der ersten S-Bahn von Nürnberg nach Lauf bricht am 26. September 1987 ein neues Zeitalter für den regionalen Nahverkehr an. © Pressedienst Hauptverwaltung Deutsche Bundesbahn

Das ist die Fahrkarte mit Sammlerwert: Dieses Erinnerungsstück wird bei der ersten Probefahrt von Nürnberg nach Schwabach ausgegeben.
3 / 25

Das ist die Fahrkarte mit Sammlerwert: Dieses Erinnerungsstück wird bei der ersten Probefahrt von Nürnberg nach Schwabach ausgegeben. © NN-Repro

In Betrieb geht die 17 Kilometer lange Linie 1 von Nürnberg nach Lauf. Nicht nur Erwachsene zieht die S-Bahn bei ihrer ersten Fahrt in ihren Bann. Auch Kinder lassen sich im Führerstand die Technik erklären.
4 / 25

In Betrieb geht die 17 Kilometer lange Linie 1 von Nürnberg nach Lauf. Nicht nur Erwachsene zieht die S-Bahn bei ihrer ersten Fahrt in ihren Bann. Auch Kinder lassen sich im Führerstand die Technik erklären. © Archivfoto: Rainer Fechter

Der Andrang am Stand auf Gleis 1 ist riesig. Auch der Sonderstempel zum S-Bahn-Bau ist gefragt.
5 / 25

© Archivfoto: Rainer Fechter

... und natürlich auch die Verpflegung - es werden Brezn gereicht, solange der Vorrat reicht.
6 / 25

... und natürlich auch die Verpflegung - es werden Brezn gereicht, solange der Vorrat reicht. © Thomas Geiger

Doch natürlich gibt es auch eine Vorgeschichte: Bereits in den 70er Jahren werden die ersten konkreten Ideen für eine Nürnberger S-Bahn entworfen. Sie ist nötig, weil der Autoverkehr in der Region immer mehr zunimmt. Pläne werden besprochen, Politiker verhandeln. Und dann ist es endlich soweit: Im November 1981 werden im Nürnberger Rathaus die Verträge für eine Nürnberger S-Bahn unterzeichnet. Ihre Unterschrift unter die Dokumente setzen damals (v.li.): Bundeswohnungsbauminister Dieter Haack, Nürnbergs Oberbürgermeister Andreas Urschlechter, Bayerns Wirtschaftsminister Anton Jaumann und Finanzstaatssekretär Albert Meyer.
7 / 25

Doch natürlich gibt es auch eine Vorgeschichte: Bereits in den 70er Jahren werden die ersten konkreten Ideen für eine Nürnberger S-Bahn entworfen. Sie ist nötig, weil der Autoverkehr in der Region immer mehr zunimmt. Pläne werden besprochen, Politiker verhandeln. Und dann ist es endlich soweit: Im November 1981 werden im Nürnberger Rathaus die Verträge für eine Nürnberger S-Bahn unterzeichnet. Ihre Unterschrift unter die Dokumente setzen damals (v.li.): Bundeswohnungsbauminister Dieter Haack, Nürnbergs Oberbürgermeister Andreas Urschlechter, Bayerns Wirtschaftsminister Anton Jaumann und Finanzstaatssekretär Albert Meyer. © Archivfoto: Friedl Ulrich

Bevor die S-Bahnen auf der Linie S 1 Nürnberg–Lauf überhaupt den Betrieb aufnehmen können, muss das Material getestet werden. Die Strecke wird  elektrifiziert - also mit einem Fahrdraht ausgestattet - und neue Stationen gebaut.
8 / 25

Bevor die S-Bahnen auf der Linie S 1 Nürnberg–Lauf überhaupt den Betrieb aufnehmen können, muss das Material getestet werden. Die Strecke wird elektrifiziert - also mit einem Fahrdraht ausgestattet - und neue Stationen gebaut. © Archivfoto: Rolf Syrigos

Vorsicht bei der Abfahrt und den Bauch bitte einziehen! Die S-Bahn wird von den Pendlern gut angenommen.
9 / 25

Vorsicht bei der Abfahrt und den Bauch bitte einziehen! Die S-Bahn wird von den Pendlern gut angenommen. © Archivfoto: Thomas Geiger

Und das Netz wächst: 1986 wird die Haltestelle Nürnberg-Mögeldorf für den S-Bahn-Betrieb umgebaut.
10 / 25

Und das Netz wächst: 1986 wird die Haltestelle Nürnberg-Mögeldorf für den S-Bahn-Betrieb umgebaut. © Archivfoto: Peter Vrbata

In Schwaig wird ein zweites S-Bahn-Gleis eingerichtet, denn den Zügen soll pro Richtung jeweils ein Gleis zur Verfügung stehen.
11 / 25

In Schwaig wird ein zweites S-Bahn-Gleis eingerichtet, denn den Zügen soll pro Richtung jeweils ein Gleis zur Verfügung stehen. © Archivfoto: W. Bauer

Natürlich wird für die Schnellbahn auch die Werbetrommel gerührt. Dieser Appell von der Deutschen Bahn (DB) und dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg(VGN), der an einer Bahnbrücke zu sehen ist, richtet sich an die Autofahrer. Sie sollen zum Umstieg auf die S-Bahn bewegt werden. Auch auf Plakatwänden und als Inserat erscheint der Hinweis.
12 / 25

Natürlich wird für die Schnellbahn auch die Werbetrommel gerührt. Dieser Appell von der Deutschen Bahn (DB) und dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg(VGN), der an einer Bahnbrücke zu sehen ist, richtet sich an die Autofahrer. Sie sollen zum Umstieg auf die S-Bahn bewegt werden. Auch auf Plakatwänden und als Inserat erscheint der Hinweis. © Eduard Weigert

Der nächste Abschnitt folgt in Richtung Nürnberger Land: Vorbereitende Maßnahmen auf der Strecke nach Altdorf.
13 / 25

Der nächste Abschnitt folgt in Richtung Nürnberger Land: Vorbereitende Maßnahmen auf der Strecke nach Altdorf. © Herbert Voß

Die zweite Linie wird eröffnet: Am 2. November 1992 schickt Nürnbergs Oberbürgermeister Peter Schönlein (links) den ersten S-Bahn-Zug auf der Linie S2 von Nürnberg nach Altdorf.
14 / 25

Die zweite Linie wird eröffnet: Am 2. November 1992 schickt Nürnbergs Oberbürgermeister Peter Schönlein (links) den ersten S-Bahn-Zug auf der Linie S2 von Nürnberg nach Altdorf. © Archivfoto: Florentine Schlagintweit

Wenige Jahre später geht es an die Linie 3 von Nürnberg nach Roth: Verkehrs-Staatssekretäre, Bahnfunktionäre und natürlich wieder Oberbürgermeister Peter Schönlein (rechts) greifen in Nürnberg-Reichelsdorf zum Spaten, um symbolisch den Bau der dritten S-Bahn-Linie zu beginnen.
15 / 25

Wenige Jahre später geht es an die Linie 3 von Nürnberg nach Roth: Verkehrs-Staatssekretäre, Bahnfunktionäre und natürlich wieder Oberbürgermeister Peter Schönlein (rechts) greifen in Nürnberg-Reichelsdorf zum Spaten, um symbolisch den Bau der dritten S-Bahn-Linie zu beginnen. © Stefan Hippel

Auch hier rollen die Bagger: Der Bahnhof Reichelsdorf gleicht 1994 einer großen Baustelle. In Betrieb geht die 26-Kilometer-Strecke von Nürnberg nach Roth sieben Jahre später, im Jahr 2001.
16 / 25

Auch hier rollen die Bagger: Der Bahnhof Reichelsdorf gleicht 1994 einer großen Baustelle. In Betrieb geht die 26-Kilometer-Strecke von Nürnberg nach Roth sieben Jahre später, im Jahr 2001. © Stefan Hippel

Ein wichtiges Jahr: 2010 werden zahlreiche S-Bahn-Linien neu in das Netz aufgenommen – nach Ansbach, Neumarkt und Bamberg, die Strecke nach Lauf wird bis Hartmannshof verlängert. Das S-Bahn-Netz wächst mit einem Schlag von 67 auf 224 Kilometer.
17 / 25

Ein wichtiges Jahr: 2010 werden zahlreiche S-Bahn-Linien neu in das Netz aufgenommen – nach Ansbach, Neumarkt und Bamberg, die Strecke nach Lauf wird bis Hartmannshof verlängert. Das S-Bahn-Netz wächst mit einem Schlag von 67 auf 224 Kilometer. © Daniel Karmann, dpa

Auch die Bahnhöfe und Bahnsteige müssen den Bedürfnissen angepasst werden: Hier schwebt am Nachthimmel ein 48 Tonnen schweres Brückenelement über dem neuen Bahnsteig am S-Bahnhof Nürnberg-Steinbühl ein.
18 / 25

Auch die Bahnhöfe und Bahnsteige müssen den Bedürfnissen angepasst werden: Hier schwebt am Nachthimmel ein 48 Tonnen schweres Brückenelement über dem neuen Bahnsteig am S-Bahnhof Nürnberg-Steinbühl ein. © Stefan Hippel

Natürlich muss die S-Bahn-Flotte gepflegt werden. Rund eine Million Euro hat die 2013 eröffnete Waschanlage in Gostenhof gekostet, die seitdem fast rund um die Uhr ausgelastet ist.
19 / 25

Natürlich muss die S-Bahn-Flotte gepflegt werden. Rund eine Million Euro hat die 2013 eröffnete Waschanlage in Gostenhof gekostet, die seitdem fast rund um die Uhr ausgelastet ist. © Michael Matejka

Einmal pro Woche rollen die Züge zu der knapp halbstündigen Reinigungsprozedur an.
20 / 25

Einmal pro Woche rollen die Züge zu der knapp halbstündigen Reinigungsprozedur an. © Michael Matejka

Und wie bleiben die Züge eigentlich innen sauber? Bei Bedarf werden sie von Hand gereinigt. Diese aufwendige Grundreinigung dauert mehrere Stunden und steht alle vier bis sechs Wochen an.
21 / 25

Und wie bleiben die Züge eigentlich innen sauber? Bei Bedarf werden sie von Hand gereinigt. Diese aufwendige Grundreinigung dauert mehrere Stunden und steht alle vier bis sechs Wochen an. © Michael Matejka

Immer wieder mal ein Thema: Verspätungen. Erreichen Züge ihr Ziel deutlich zu spät, muss die Deutsche Bahn als Betreiber der Nürnberger S-Bahn Strafe zahlen. Denn es gibt einen Vertrag, in dem festgehalten ist, welche Leistungen sie erbringen muss. Für diese Leistungen wird sie bezahlt. Für das Jahr 2016 fielen Strafzahlungen von um die 2,2 Millionen Euro an.
22 / 25

© Roland Fengler

Immer mehr Menschen leben in der Metropolregion und immer mehr pendeln mit der S-Bahn - an einem Spitzentag bis zu 50 000: Der Bedarf an neuen innerstädtischen Haltestellen wächst, in Erlangen etwa wird im Dezember 2015 der Haltepunkt Paul-Gossen-Straße eröffnet.
23 / 25

Immer mehr Menschen leben in der Metropolregion und immer mehr pendeln mit der S-Bahn - an einem Spitzentag bis zu 50 000: Der Bedarf an neuen innerstädtischen Haltestellen wächst, in Erlangen etwa wird im Dezember 2015 der Haltepunkt Paul-Gossen-Straße eröffnet. © Harald Sippel

Jüngstes Kind im S-Bahn-Netz: Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 geht der Haltepunkt Dombühl im Landkreis Ansbach in Betrieb, das S-Bahn-Netz ist damit 247 Kilometer lang.
24 / 25

Jüngstes Kind im S-Bahn-Netz: Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 geht der Haltepunkt Dombühl im Landkreis Ansbach in Betrieb, das S-Bahn-Netz ist damit 247 Kilometer lang. © Diane Mayer

So soll einmal das fertige Nürnberger S-Bahn-Netz aussehen: Die grauen Linien zeigen - eine Ausnahme ist hier die Verbindung nach Allersberg - die jetzigen S-Bahn-Verbindungen. Auf den organgegefärbten Strecken fahren noch keine S-Bahnen. Wann es soweit sein wird, steht noch nicht fest - für die S6 nach Neustadt ist Dezember 2021 als Start vorgesehen.
25 / 25

So soll einmal das fertige Nürnberger S-Bahn-Netz aussehen: Die grauen Linien zeigen - eine Ausnahme ist hier die Verbindung nach Allersberg - die jetzigen S-Bahn-Verbindungen. Auf den organgegefärbten Strecken fahren noch keine S-Bahnen. Wann es soweit sein wird, steht noch nicht fest - für die S6 nach Neustadt ist Dezember 2021 als Start vorgesehen. © NZ-Grafik