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Söder möchte für Bayern langsameren Weg in die Normalität

Ministerpräsident hält Rücksprache mit seinem Kabinett - 15.04.2020 19:00 Uhr

Söder war am Mittwoch nach dem Gespräch der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin ebenfalls vor die Kameras getreten und hatte davon gesprochen, dass es eine "sehr, sehr gute Diskussion" gewesen sei.

© Sven Hoppe, dpa


Am Donnerstagvormittag telefonieren sie wieder, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und seine Minister und Staatssekretäre. Es gibt nur ein Thema: Wie geht es weiter mit den Ausgangsbeschränkungen nach den Berliner Beschlüssen? Es deutet sich bereits an, dass Bayern ein anderes Tempo gehen wird als die meisten anderen Bundesländer.

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Söder war am Mittwoch nach dem Gespräch der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin ebenfalls vor die Kameras getreten, hatte davon gesprochen, dass es eine "sehr, sehr gute Diskussion" gewesen sei und dass die Strategie richtig war. Doch es drohe "ein Rückschlag, wenn wir zu viel riskieren, zu leichtsinnig werden". Der Süden sei wegen seiner Nähe zu Österreich "stärker betroffen als andere Bundesländer".

Zeitversetzte Ladenöffnungen

Deshalb habe man sich in Berlin auf einen Rahmen verständigt, den die Länder "unterschiedlich ausschöpfen". Bayern wird deshalb, das machte Söder schon am Mittwoch klar und das wird er am Donnerstag vom Kabinett absegnen lassen, langsamer vorangehen als die anderen.

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Der Freistaat werde die Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern " etwas zeitversetzt" öffnen, die Schulen nicht wie die anderen ab dem 4. Mai hochfahren, sondern erst ab dem elften und auch dann nur für die Abschlussklassen. Das Kabinett soll auch bestätigen, dass alle Kindertagesstätten vorerst weiter geschlossen bleiben.

Gibt ihm das Kabinett grünes Licht, werden sich die Menschen im Freistaat noch ein paar Tage länger gedulden müssen als anderswo, bis sie den Weg zurück in die Normalität einschlagen dürfen.


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