U-Bahn nach Zirndorf und Oberasbach

24.3.2009, 00:00 Uhr

© Wilhelm Bauer

Auf dem Prüfstand stehen derzeit zwei Varianten für die Weiterführung der U3. Entweder baut man die Bahn unterirdisch entlang der Rothenburger Straße oder man bindet Oberasbach entlang des Streckenverlaufes der alten Bibertbahn oberirdisch an. Die Trasse zum Bahnhof Zirndorf wird in beiden Varianten oberirdisch geführt. Auch der Einsatz der neuen fahrerlosen U-Bahn-Züge steht aus Kostengründen bereits fest.

Obwohl die unterirdische Version mit rund 70 Millionen Euro deutlich teurer ausfallen würde als die oberirdische Ausführung (50 Millionen Euro), hat sie bessere Aussichten, realisiert zu werden: Der gesamtwirtschaftliche Nutzen-Kosten-Indikator, der auch die im Betrieb entstehenden Folgekosten berücksichtigt, wäre in diesem Fall deutlich geringer.

Zeitersparnis geringer

In der oberirdischen Ausführung wären die U-Bahnhöfe beziehungsweise Haltepunkte von den Siedlungsschwerpunkten deutlich weiter entfernt und auch die Zeitersparnis im Vergleich zu Auto und/oder Bus fiele erheblich geringer aus.

Als Knackpunkt für die gesamten U-Bahn-Planungen erscheint die weitere städtebauliche Entwicklung im Gebiet «Altfeld« der Stadt Zirndorf. Sinn bekommt die U3-Verlängerung nach Zirndorf aus Sicht der Verkehrsplaner nämlich nur, wenn hier tatsächlich jene schon länger anvisierten 1200 Wohneinheiten entstehen. «Wenn das ,Altfeld‘ nicht erschlossen wird, gibt es auch keine Weiterführung der U-Bahn nach Zirndorf«, betont Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel.

Eile scheint geboten

Nun müssen sich die beiden Stadtratsgremien in Oberasbach und Zirndorf mit dem Projekt befassen. Eile scheint geboten, wenn die Investitionen noch mit mindestens 80 Prozent nach dem Gemeinde-Verkehrsfinanzierungsgesetz bezuschusst werden sollen. Denn die Zweckbindung für Verkehrsprojekte fällt ab dem Jahr 2013 weg. Die U-Bahn würde dann mit diversen anderen Vorhaben um Fördergelder konkurrieren. 2019 läuft das Gesetz dann komplett aus.