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80-Prozent-Förderung

Breitbandausbau im Landkreis kommt voran - 20.04.2012 08:35 Uhr

Foto: Maurer


Denn in manchen Gebieten wären die Menschen schon froh, wenn sie DSL mit 2 MBit/s bekämen. Beim im vergangenen Jahr ausgelaufenen Förderprogramm war 1 MBit/s die Zielvorgabe. „Jede Gemeinde kann für den Ausbau ihrer Infrastruktur einen Zuschuss von bis zu 500 000 Euro erhalten“, ließ das Bayerische Wirtschaftsministerium gestern wissen. Möglich ist eine Förderung in sogenannten Gewerbe- und Kumulationsgebieten, in denen es mindestens fünf Unternehmen gibt. „Die Erschließung von Privathaushalten und kommunalen Einrichtungen ist in diesem Zusammenhang als erwünschter Nebeneffekt auch unterhalb der genannten Mindestübertragungsrate ebenfalls förderfähig.“

Altmühlfranken steht wegen der erschreckenden Zahlen bei der demografischen Entwicklung auf der Liste der besonders förderfähigen Gebiete. Der Kreis ist der einzige mitten in Bayern, der die 80-Prozent-Förderung erhält. Die Zuschüsse in anderen Regionen des Freistaats liegen nur zwischen 40 und 60 Prozent.

Landrat Gerhard Wägemann zeigte sich gestern sehr erfreut über die gu­ten Nachrichten aus München. Er hat­te darauf gesetzt, dass Weißenburg-Gunzenhausen beim Breitbandausbau besonders profitiert (wir berichteten). Wägemann wird unverzüglich die notwendigen Maßnahmen für den Ausbau in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden einleiten, kündigte er an. Die Kreisverwaltung hat bereits eine Karte erstellt, die den aktuellen Ausbauzustand des Hochgeschwindigkeitsnetzes mit Übertragungsraten von 50 MBit/s innerhalb des Landkreises aufzeigt, sodass die noch bestehenden Defizite deutlich werden.

Die Idee ist es, einen leistungsfähigen Glasfaserring von Gunzenhausen über Pleinfeld und Weißenburg nach Treuchtlingen und zurück nach Gunzenhausen aufzubauen. An diesen Ring könnten die anderen Gebiete dann relativ einfach andocken. Wägemann will möglichst bald mit Internetprovidern Gespräche führen, um die Ausbaumöglichkeiten im Landkreis auszuloten. Um Kosten zu sparen und Synergien zu ermöglichen, sollte der Ausbau möglichst gemeindeübergreifend erfolgen. Auch Ausschreibungen sollen gemeinsam erfolgen. „Die Landkreisverwaltung wird sich dabei im Rahmen der bestehenden Ressourcen in koordinierender Funktion entsprechend einbringen“, kündigte der Landrat gestern an.

Das Ganze soll nun sehr schnell ge­hen, kündigte das Wirtschaftsministerium an. Sobald die EU das Förderprogramm geprüft hat, soll es im Sommer losgehen. Noch 2012 könnten nach dem Willen von Wirtschaftsminister Martin Zeil 200 Städte und Gemeinden in Bayern davon . Die Laufzeit ist bis Ende 2017 vorgesehen. Insgesamt 100 Millionen Euro stehen dabei für „Landkreise mit besonderem Handlungsbedarf“ zur Verfügung.

Robert Maurer

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