Dienstag, 20.10.2020

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Center-Parcs-Lobeshymnen aus Leutkirch

Im Allgäu ist man vom Urlaubskonzern als verlässlichem Partner begeistert - 09.10.2020 05:58 Uhr

Informationen aus erster Hand holten sich Mitglieder des Kreistags und des Zweckverbandes Brombachsee bei Center Parcs in Leutkirch. Was sie bei der Tour in Golf-Caddys durch den verregneten Park zu hören bekamen, war überschwängliche Begeisterung auf allen Ebenen.

© Foto: Jan Stephan


"Ich mache das nur, weil die Zusammenarbeit hervorragend war", erklärte Henle. Alles, was das Unternehmen versprochen hat, sei eingehalten worden. Noch begeisterter als OB Henle zeigte sich Christian Skrodzi, Gastronom, Hotelier, Dehoga-Vertreter, Genossenschaftsvorsitzender und Bürgeraktivist aus Leutkirch. "Herzlichen Glückwunsch", begrüßte er die Delegation aus Altmühlfranken. "Ich kann Ihnen nur gratulieren, dass Center Parcs zu Ihnen kommen will", stellte er fest und erklärte im Anschluss, warum er von dem Unternehmen so angetan ist.


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"Es wurden uns Investoren angekündigt und es sind Freunde gekommen", so Skrodzki. "Jedes Unternehmen, das sich ansiedeln will, verspricht ganz, ganz viel. Bei Center
Parcs aber ist viel mehr Positives eingetroffen, als je versprochen war. Das kenne ich aus dem Wirtschaftsleben eher andersherum."

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Center Parcs baut im Seenland: Fragen und Antworten

Der Kreistag Weißenburg-Gunzenhausen und der Zweckverband Brombachsee luden zur Infofahrt. In Leutkirchen besichtigte man den jüngsten Center Parc und bekam einige Antworten auf brennende Fragen, was die umstrittene Ansiedlung eines neuen Center Parcs am Brombachsee betraf. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie gesammelt:


Ein Denkmal für den Bürgermeister

Skrodzki: "Ich bekomme kein Geld überwiesen, für das, was ich hier sage, ich bin nicht bestochen, ich empfinde das einfach ehrlich so." In Leutkirch habe es am Anfang der Center-Parcs-Planungen auch Bedenken gegeben, davon sei heute nichts mehr übrig. "Heute sind 22 000 von 23 500 Leutkirchner dankbar dafür, dass es den Center Parcs gibt und der Bürgermeister wird irgendwann mal ein Denkmal dafür gebaut bekommen." Center Parcs habe auch etwas in der DNA der Region verändert. Viele Projekte und Dinge seien angestoßen worden, die nicht direkt mit dem Park zu tun haben, bei dem das touristische Potenzial aber eine große Rolle gespielt habe.


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Architekt Felix Schädler stimmte in das Loblied ein. Er als regionaler Architekt sei davon ausgegangen, dass er keine Chance bei dem Großprojekt eines internationalen Konzerns habe. Am Ende hätten ihn die Unternehmensvertreter selbst angerufen und gefragt, ob er sich an einem Wettbewerb beteiligen wolle. Den entschied sein Büro am Ende für sich, und er entwarf 250 der 1000 Ferienhäuser und übernahm die Bauleitung.

"Ich habe dann gefragt, wie wir da ausschreiben sollen. National, europaweit? Dann hat Center Parcs gesagt, dass wir es doch mal mit den Handwerkern aus der Region versuchen sollen, mit denen wir sonst auch zusammenarbeiten", erzählte Schädle. "Und das hat auch geklappt." Rund zwei Drittel der Hunderte Millionen schweren Bausumme sei in regionale Unternehmen geflossen. Vieles davon auch direkt in die Umgebung. "Da war der kleine Handwerker mit fünf bis zehn Angestellten dabei, aber auch mittelgroße und große." Und es habe sich herausgestellt, dass die kleinen Betriebe sowohl beim Preis als auch in der Qualität mithalten konnten.

"Einfach sehr zufrieden"

Schädle sprach von einer "partnerschaftlichen, fast freundschaftlichen Zusammenarbeit" mit Center Parcs. "Ich hatte nie das Gefühl, mit einem Konzern zu kommunizieren." Auch er trat potenziellen Vorwürfen der Lobhudelei entgegen. "Ich bin nicht gekauft oder gesponsert von Center Parcs, ich bin einfach sehr zufrieden", stellte er achselzuckend fest. "Ich kann meine Hand dafür ins Feuer legen, dass dieses Projekt sehr nachhaltig wird und alle Erwartungen erfüllen wird", sagte der Architekt in Richtung der fränkischen Delegation.

Burchard Stocks vom Büro für Umweltsicherung und Infrastrukturplanung, der für die Umweltschutzgutachten beim Leutkircher Center Parcs zuständig war und diese auch am Brombachsee bereits zum Teil durchführt, war am wenigsten überschwänglich.


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Wohl weil er strukturbedingt die meisten Konflikte mit den Planern hat. "Manchmal sind sie von der einen Ohnmacht in die nächste gefallen, weil bei uns in Deutschland die Anforderungen einfach höher sind als in Frankreich oder den Beneluxstaaten", erzählte er schmunzelnd. Immer aber habe man einen "sehr konstruktiven Dialog" gehabt, bei dem es wohltuend war, dass "alle Probleme und Konflikte immer offen auf den Tisch kamen", lobte aber auch er das Unternehmen.

Der Sechser im Lotto

Abschließend erzählte der Leutkircher OB noch von einem Gespräch mit seinem Amtskollegen aus Günzburg über die Ansiedlung des Legolands. Da hätte es vor 15 Jahren auch Riesenbedenken gegeben und heute seine alle zufrieden, habe ihm der Kollege versichert und ihn zudem beglückwünscht. "Denn Legoland sei ein Fünfer im Lotto für Günzburg gewesen, aber ein Center Parcs sei ein Sechser im Lotto."

JAN STEPHAN

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