Die Gesichter der Weißenburger Gastronomie

16.2.2021, 16:48 Uhr
Mit der Aktion #gastrogesichter will der Stadtmarketingverein Weißenburg die Wirte und Gastronomen sichtbar machen. Deren Lokale sind wegen der Corona-Pandemie seit mehreren Wochen geschlossen, die Betreiber und deren Mitarbeiter sind mehr oder weniger zum Nichtstun verdammt. Entsprechend ist auch die wirtschaftliche Lage etlicher Betriebe.

Mit der Aktion #gastrogesichter will der Stadtmarketingverein Weißenburg die Wirte und Gastronomen sichtbar machen. Deren Lokale sind wegen der Corona-Pandemie seit mehreren Wochen geschlossen, die Betreiber und deren Mitarbeiter sind mehr oder weniger zum Nichtstun verdammt. Entsprechend ist auch die wirtschaftliche Lage etlicher Betriebe. © Fotos: Onur Alagöz/Bearbeitung Stadtmarketing Weißenburg

Wie viele andere Berufsgruppen sind die Gastronomen von den aktuellen Maßnahmen stark betroffen. Bereits seit November bleiben Restaurants geschlossen, Cafés und Bars verriegelt und Wirtschaften stellten die Stühle hoch. Die Betreiber sitzen zu Hause. Der Verein Stadtmarketing Weißenburg will mit der Aktion #gastrogesichter den Blick richten auf den Menschen hinter den Gasthäusern, Kneipen und Cafés.

#gastrogesichter ist angelehnt an ähnliche, deutschlandweit durchgeführte Kampagnen zur Sichtbarmachung der Menschen, deren Beschäftigungsgrundlage aktuell weggebrochen ist. Während sich nebenberufliche Gastronomen teilweise mit ihrer Hauptbeschäftigung über Wasser halten können, fehlt es den Vollzeitwirten derzeit an Einkünften. Staatliche Hilfen sind nur partiell oder sogar noch gar nicht geflossen.

Vielen fehlt die Gastronomie

Dabei kann Weißenburg "glücklich und stolz sein, über eine breit aufgestellte Gastronomie zu verfügen", so Stadtmarketing-Geschäftsführer Simon Sulk. Er hat sich umgehört und erfahren, dass vielen Menschen das gesellige Beisammensein, das Feierabendgetränk oder das gute Essen am Sonntag sehr fehlt. #gastrogesichter will zeigen, dass die Weißenburger Wirte noch da sind und dem Zeitpunkt entgegenfiebern, wieder Gastgeber sein zu dürfen.


Als in der Weißenburger Gastronomie die Lichter ausgingen


Fotografiert wurden die 16 teilnehmenden Gastronomen von Onur Alagöz. Der 31-jährige Weißenburger ist Spezialist für Porträtaufnahmen und hat mit der Serie von Schwarz-Weiß-Aufnahmen 16 charakterstarke, ausdrucksvolle Bilder erstellt. Diese sind bereits im Altstadtbereich zu sehen.

"Das Gasthaus ist mein Leben"

Besonders eindringlich sind hierbei auch die Kurzzitate der Mitwirkenden, die verdeutlichen, was ihnen ihr Beruf bedeutet: "Das Gasthaus ist mein Leben", sagt zum Beispiel die 69-jährige Rosemarie Klarwasser vom "Goldenen Stern" in der Luitpoldstraße, den sie seit fast 32 Jahren betreibt.

Wichtig war es Initiator Simon Sulk, dass nicht nur Mitglieder des Vereins bei dieser Aktion mitmachen. Neben alteingesessenen Wirten nahmen auch junge Gastronomen teil, sodass die gesamte Bandbreite der Weißenburger Gastrokultur in den Fotografien eingefangen wurde. Der Stadtmarketingverein finanzierte die Aktion, Nichtmitglieder trugen dabei einen Kostenanteil. "Die große Vielfalt der Weißenburger Gastronomie auch nach der Corona-Zeit zu erhalten, ist unser großer Wunsch", so Sulk, der sich darauf freut, endlich wieder die lokalen Gaststätten aufsuchen zu können.

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