Ist der Feuerteufel in Übermatzhofen wieder am Werk?

26.2.2021, 16:50 Uhr
Es hat schon wieder gebrannt in Übermatzhofen. Diesmal traf es eine Feldscheune am westlichen Ortsrand. Im Jahr 2019 ist der Pappenheimer Ortsteil schon einmal von einem Feuerteufel heimgesucht worden. Die Sorge ist groß, dass nach einer Pause im Jahr 2020 nun weitere Brandstiftungen folgen könnten.

Es hat schon wieder gebrannt in Übermatzhofen. Diesmal traf es eine Feldscheune am westlichen Ortsrand. Im Jahr 2019 ist der Pappenheimer Ortsteil schon einmal von einem Feuerteufel heimgesucht worden. Die Sorge ist groß, dass nach einer Pause im Jahr 2020 nun weitere Brandstiftungen folgen könnten. © Foto: Robert Renner

Als die Sirene zur Feuerwehralarmierung in der Nacht zum Freitag losheulte, dachte mancher Dorfbewohner sofort wieder, dass ein Feuerteufel unterwegs sein könnte. Die mit Holz verkleidete Scheune brannte auf der ortsabgewandten Seite. Und für einen Laien schaut es am Brandort am Tag danach tatsächlich nach einer Brandstiftung aus.

In der Halle finden sich keine Brandspuren, dort steht unter der Hauptbrandstelle lediglich ein landwirtschaftlicher Anhänger. Zu sehen sind außerdem ein paar Getränkekisten und ein Holzstoß.

25.000 Euro Schaden

Das Dach der Scheune ist gut zur Hälfte zerstört, auf etlichen Quadratmeter klafft ein Loch in der Ziegeleindeckung. Verkohlte Balken ragen in den Himmel. Auch die Holzvertäfelung der Wand hat auf ein paar Metern Schaden genommen. Es schaut aus, als wäre das Feuer von außen gekommen.

Nach ersten Angaben der Polizei in der Brandnacht beläuft sich der Schaden auf rund 25 000 Euro. Die Kriminalpolizei Ansbach, die gestern vor Ort war, hat die Ermittlungen aufgenommen.

In dem Pappenheimer Ortsteil wurden schnell wieder die Erinnerungen an eine Brandserie im Jahr 2019 wach, bei der rasch die Vermutung nahe lag, dass ein Feuerteufel im Ort unterwegs ist. Das gesamte Jahr 2020 wurde diesbezüglich allerdings kein weiterer Vorfall in dem Ort mehr registriert.

Das letzte Feuer, das mit hoher Wahrscheinlichkeit gelegt worden war, betraf Mitte Oktober 2019 eine Hecke im Dorf. "Aufgrund der Spurenlage vor Ort und der Tatsache, dass seit Juni 2019 insgesamt sieben Hecken und Holzstöße in Brand gesetzt wurden, gehen die Ermittler auch in diesem Fall von Brandstiftung aus", teilte damals die Polizeipressestelle Mittelfranken in Nürnberg mit.

Die Feuerwehr reagierte schnell

Seit Pfingsten 2019 hatten um den Ort herum mehrere Holzstöße nebst einem Campingwagen und Hecken gebrannt, doch im Oktober zündelte der Feuerteufel dann sogar mitten im Dorf. Die große Hecke grenzte unmittelbar an eine Scheune. Nur durch den raschen Einsatz der Anwohner und der Feuerwehren Übermatzhofen und Langenaltheim konnte das Feuer damals schnell gelöscht und das Übergreifen auf den Stadel verhindert werden.

Und auch in der Nacht zum Freitag waren die Wehrleute rasch vor Ort und hatten das Feuer zügig unter Kontrolle. Eine Pressemitteilung der Kripo mit den bisherigen Erkenntnissen der Ermittlungen lag bis zum Redaktionsschluss dieser Lokalausgabe leider nicht vor.


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