Kann Dinar Sprecher beim Landkreisbündnis bleiben?

21.8.2014, 09:30 Uhr

© WT-Archiv

Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Christopher Gruber, Mitglied im Sprecherrat des Landkreisbündnisses gegen Rechts: „Wir haben hier­zu momentan noch keine offizielle Position.“ Eine Versammlung aller Bündnispartner mit Diskussion habe noch nicht stattgefunden, daher könne man derzeit nur von Einzelmeinungen sprechen. „Wir schließen uns Oberbürgermeister Jürgen Schröppel an: Es gilt die Unschuldsvermutung“, ergänzt Bündnisssprecher Harald Dösel.

Dinar war am Freitag auf der Kirchweih vorübergehend festgenommen worden. Er soll stark alkoholisiert gewesen sein, einen Polizisten geschlagen und Beamte beschimpft haben. Er selbst hat in einer Gegendarstellung die Angelegenheit harmloser dargestellt und fühlt sich als Opfer von Polizeiwillkür. Neben seiner Aktivität als Stadt- und Kreisrat der Linken ist der 33-Jährige bislang besonders durch seine Funktion in der Spitze des Landkreisbündnisses gegen Rechts bekannt gewesen.

Ob er diesem viel beachteten und breite Unterstützung genießenden Zusammenschluss einen Gefallen tut, wenn er nach seinem Ausfall auf der Kirchweih weiterhin als Sprecher in Erscheinung tritt, wird von immer mehr Menschen angezweifelt. Für die rechte Szene ist der Eklat schon jetzt ein gefundenes Fressen. Stadtratsmitglied Wolfgang Hauber (Freie Wähler) als auch zahlreiche Bürger legen dem Linken-Politiker mittlerweile einen Rücktritt von seinen Aufgaben als Stadt- und Kreisrat nahe. Eine rechtliche Handhabe, um ihm die Ämter zu entziehen, gibt das bayerische Kommunalwahlrecht aber nicht her.

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