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Mehr Parküberwachung: Das ändert sich 2021 im Fränkischen Seenland

Ein neuer Sicherheitsdienst soll her - 22.12.2020 05:57 Uhr

In diesem Jahr musste die Polizei in vielen Fällen Kontrolldienste rund um die Seen schieben. In Zukunft will der Zweckverband Brombachsee mit einem neuen Dienstleister zusammenarbeiten, um mehr Kontrollen zu ermöglichen.

21.12.2020 © Foto: Bauernfeind/News5


Bislang war ein Nürnberger Unternehmen für die Überwachung rund um den See sowie in den Gemeinden Pleinfeld und Spalt zuständig. In Zukunft soll das der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz übernehmen.

Zuletzt sei oft nur noch eine einzige 400-Euro-Kraft im Seenland unterwegs gewesen, um an Falschparker Strafzettel zu verteilen, erklärte Dieter Hofer, der Geschäftsführer des Seenland-Zweckverbands. Damit war man bereits seit längerem unzufrieden. "Wenn du da einen Strafzettel am See bekommen hast, dann war das jetzt nicht ein Sechser im Lotto, aber ein Vierer schon", so Hofer.


Der lange Kampf ums Fränkische Seenland: Ein Rückblick


Da der Anbieter aus Nürnberg auf Anfrage auch nicht in der Lage gewesen sei, seine personellen Kapazitäten vor Ort aufzustocken, hatte man sich schon Ende 2018 entschlossen, eine neue Lösung zu suchen. Gefunden hat man sie nun in der Oberpfalz mit dem dortigen Zweckverband.

Für Parkdisziplin sorgen

In Zukunft sollen deutlich mehr Überwacher unterwegs sein und für Parkdisziplin rund um den See sorgen. Speziell an den Spitzentagen im Sommer wolle man mehr Leute einsetzen, so Hofer. Über den Oberpfälzer Verband soll zudem auch der neue Seenland-Sicherheitsdienst bestellt werden, der sich um die Einhaltung der Regeln am Strand kümmert.

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Dort drohen, so beschloss es der ZVB per Satzungsänderung, bei Verstößen künftig deutlich höhere Geldbußen: Bis zu 2500 statt 1000 Euro werden bei Ordnungswidrigkeiten fällig. Und zu diesen gehört ab sofort auch das Rauchen von Wasserpfeifen, sogenannten Shishas. Hintergrund: Offenbar hinterließen Shisha-Raucher immer wieder heiße Tabakrückstände auf den Wiesen, an denen sich andere Gäste verletzten.

In diesem Sommer hatte das Seenland speziell im August an einigen Tagen mit Besuchermassen zu kämpfen. Dementsprechend chaotisch entwickelten sich dann die Parkverhältnisse. Die Aufstockung der Überwachung sowie der Sicherheitsdienst sollen in der nächsten Saison hier Verbesserungen bringen.

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Allerdings warnt Hofer davor zu glauben, dass sich damit alle Probleme erledigen würden. "Wir hatten ja in diesem Sommer auch die Bereitschaftspolizei massiv vor Ort, die Knöllchen geschrieben hat, aber das hat die Leute auch nicht groß interessiert." Dafür seien die Strafen zu gering.

350 Tage keine Probleme

Man werde sich damit abfinden müssen, dass an einigen Tagen im Jahr der Andrang an den Seen sehr groß sei. Hofer: "Wir können unsere Infrastruktur nicht auf diese wenigen Spitzentage ausrichten, weil zahlen müssen wir sie das ganze Jahr." Im Normalfall gehe es je nach Witterung um fünf bis zehn Tage, an denen der Andrang sehr groß sei. "In diesem Jahr waren es sicher eher 15 Tage. Aber die restlichen 350 Tage haben wir am See keine Probleme."


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Über die Einrichtung eines elektronischen Parkleitsystems habe man nachgedacht und sich ein Angebot eingeholt. Die Investition läge aber bei über einer Million Euro und da stelle sich die Frage, ob das angemessen sei. Auch die Schaffung neuer, zusätzlicher Parkplätze sieht Hofer eher skeptisch.

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"Man hat das Seenland gebaut, überlegt, wie viele Leute man dort unterbringen kann, und dann so viele Parkplätze gebaut. Wir haben zudem Zusatzparkplätze, die wir öffnen, wenn viel los ist. Aber wenn die voll sind, dann ist eigentlich auch der See voll. Dann sollten eigentlich gar nicht unbedingt mehr Leute kommen."


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Im Gespräch mit unserer Zeitung verwies Hofer auch darauf, dass im Seenland auf das ganze Jahr 2020 gesehen weniger los gewesen sei als sonst. Das habe an Lockdown und Kontaktbeschränkungen gelegen. Aber sogar im Wohnmobilbereich habe es ein Minus gegeben. Das habe unter anderem daran gelegen, dass bayernweit berichtet worden sei, dass das Seenland so überlaufen ist. Obwohl es gerade bei den Wohnmobilen fast immer noch freie Stellplätze gegeben habe.

js/eis

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