-1°

Dienstag, 09.03.2021

|

Noch mehr Kunststoffcampus Bayern

Die Weißenburger Forschungseinrichtung hat nun eine Außenstelle im Landkreis Passau. - 07.11.2019 05:45 Uhr

Landrat Gerhard Wägemann besichtigte nun den Ableger des Kunststoffcampus Bayern, der im Landkreis Passau entstanden ist.

06.11.2019 © Foto: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen


Landrat Gerhard Wägemann nutzte das Treffen der bayerischen Landräte im nahe gelegenen Bad Füssing, um sich auf Einladung seines Landratskollegen Franz Meyer aus dem Landkreis Passau den neuen Technologiecampus in Hutthurm anzusehen, informierte das Weißenburger Landratsamt nun. Im Vordergrund der Kooperation der beiden Technologiezentren in Weißenburg und Hutthurm steht der Ausbau zu einem überregional anerkannten Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie die Vernetzung mit der Industrie.

Beide Landräte betonten dabei die jeweilige Bedeutung der kunststoffverarbeitenden Unternehmen als regionale Schwerpunktbranchen in ihren Landkreisen. Meyer verwies darauf, dass im Landkreis Passau etwa 2000 Arbeitsplätze der Kunststoffindustrie zuzurechnen seien. In Weißenburg-Gunzenhausen sind es in dieser Branche sogar 4500 Arbeitsplätze.

Unter der Federführung der Technischen Hochschule Deggendorf hat die angewandte Forschung und Lehre rund um diesen Werkstoff unter dem Dach des Kunststoffcampus Bayern eine neue Heimat gefunden. Mit der Hochschule Ansbach ist es zudem gelungen, eine weitere Hochschule im Bereich der akademischen Aus- und Weiterbildung als Kooperationspartner in das Projekt einzubinden. Mit der Eröffnung in Hutthurm sei man nun in technologischer Hinsicht noch breiter aufgestellt und erfülle damit einen Mehrwert für die kunststoffverarbeitenden Unternehmen in beiden Standortregionen.

Der neue wissenschaftliche Leiter des Technologiecampus Hutthurm, Prof. Dr.-Ing. Mathias Hartmann, plant, sich mit seiner Einrichtung auf die Simulation von komplexen Fließprozessen in der Kunststofffertigung, die Herstellung von Leichtbaustrukturen sowie auf die Digitalisierung von Fertigungsprozessen und Materialströmen zu konzentrieren.

Gemeinsam mit dem Technologiezentrum in Weißenburg strebt man als Querschnittsthema für beide Technologiezentren an, die Entwicklung von nachhaltigen und ressourcenschonenden Produktionsprozessen im Bereich der Kunststofftechnik weiter voranzutreiben. Das Thema der Recycelbarkeit von Kunststoffen spielt dabei zunehmend eine Rolle, um hier eine umfassende Kreislaufwirtschaft aufbauen zu können.

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Weißenburg