Abheben im neuen Design

Am Dürer-Airport: 1. FC Nürnberg bekommt eigenes Club-Gate

Foto: Eduard Weigert Datum: 27.3.19..Wolfgang Laass....Mitarbeiterportrait
Wolfgang Laaß

NN-Sportredaktion

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25.5.2022, 15:41 Uhr
"Emotional aufgeladen": die Club-Vorstände Niels Rossow (li.) und Dieter Hecking (re.) und Dr. Michael Hupe (Airport-Geschäftsführer) in der Fluggastbrücke am Gate A19.

© Sportfoto Zink / ThHa, Sportfoto Zink / ThHa "Emotional aufgeladen": die Club-Vorstände Niels Rossow (li.) und Dieter Hecking (re.) und Dr. Michael Hupe (Airport-Geschäftsführer) in der Fluggastbrücke am Gate A19.

Club-Kapitän Enrico Valentini und seine Kumpels flogen am frühen Nachmittag etwas weiter hinten ab nach Mallorca, schade eigentlich. Auf A 19 hätte er sich in der Fluggastbrücke selbst bewundern können, auch die Ticket- und Pass-Kontrolle am Schalter wäre für ihn zum Heimspiel geworden.

Seit Mittwoch hat der 1. FC Nürnberg am Albrecht-Dürer-Airport nicht nur einen Flieger im Club-Design stehen, sondern auch: sein eigenes Gate. Die Unternehmen weiten damit ihre seit 2016 bestehende Kooperation aus, wie Flughafen-Geschäftsführer Michael Hupe anmerkte. Um als Marke jeweils auch überregional "besser zu wirken".

Die lieben Nachbarn aus Fürth hatten sie vor ein paar Jahren ja ein bisschen geärgert mit ihrer kleinen PR-Offensive am Airport. "Wer in Nürnberg in die Luft geht, ist bei uns herzlich willkommen", stand damals unter anderem auf mobilen Treppen, mittlerweile ist aber vor allem der Club präsent am Flughafen.

Der "Schnorchel" als Clou

Wer mag, kann auf einer Säule den Text der Vereinshymne "Die Legende lebt" nachlesen und vielleicht sogar auswendig lernen, eine bequeme Sitzreihe in Rot-Schwarz soll zudem die Wartezeit verkürzen. Flugängstliche Menschen wissen danach immerhin, dass zumindest der 1. FC Nürnberg niemals untergehen (ergo abstürzen) und sein Stern für immer am Fußballhimmel stehen wird.

Der Clou ist aber zweifelsohne der "Schnorchel", wie Niels Rossow bei einem Pressetermin die Fluggastbrücke nannte. Auf dem kurzen Weg zum Jet wird Vereinsgeschichte lebendig und könnte es künftig den einen oder anderen Stau geben, weil Handys gezückt werden. "Emotional aufgeladen" sei der ansonsten eher "dröge Durchgang" jetzt, so Rossow; etwa 300.000 Fluggäste werden ihn pro Jahr passieren und somit den Club für ein paar Momente hautnah und intensiv erleben.

Von Heiner Stuhlfauth über Max Morlock bis Marek Mintal sind etliche Größen verewigt am stark touristisch geprägten Gate. Dienstreisen der Mannschaft würden eher anderswo beginnen am Flughafen, sind aus finanziellen Gründen aktuell aber sowieso kaum drin und höchstens die Ausnahme.

"Steigt auf, dann können wir wieder häufiger fliegen", riet Sportvorstand Dieter Hecking seinen bereits urlaubenden Fußballern noch. Grund zum Abheben haben jetzt aber immerhin die Club-Fans. Zumindest an ihrem Gate.

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