Verdiente 0:2-Niederlage gegen die WSG Tirol

Der Club enttäuscht auch im dritten Test

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Wolfgang Laaß

NN-Sportredaktion

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3.7.2022, 16:50 Uhr
Einer der ganz wenigen Lichtblicke: Dafür genügten Mats Möller Daehli 24 Minuten Spielzeit.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Einer der ganz wenigen Lichtblicke: Dafür genügten Mats Möller Daehli 24 Minuten Spielzeit.

((Platzhalter))Ergebnisse von Testspielen sind in der Vorbereitung traditionell eher nebensächlich, aber eben auch nicht ganz unwichtig. Davon hängt unter anderem das Betriebsklima in den nächsten Tagen ab oder wie am Sonntag gleich auf einer langen Busfahrt. Robert Klauß wollte mit seinem 1. FC Nürnberg deshalb unbedingt gewinnen, um mit einem „guten Gefühl“ in die letzten beiden Vorbereitungswochen zu gehen.

Von Rum aus der Nähe von Innsbruck fuhr der Mannschaftsbus am frühen Abend zurück nach Nürnberg; das Testspiel gegen den Wattener Sportgemeinschaft (WSG) Tirol zum Abschluss des Trainingslagers sollte die zuvor eigentlich gute Stimmung massiv eintrüben. Der österreichische Erstligist, für den es ebenfalls nächstes Wochenende ernst wird, setzte sich mühelos mit 2:0 (2:0) durch gegen den maßlos enttäuschenden Club.

Mathenia krank

Doch mit Jan Gyamerah, der am Samstag in Natz kurz vor Schluss der letzten Einheit umgeknickt war, aber ohne Christian Mathenia traten die Nürnberger unterhalb der imposanten Nordkette an; der Torwart hatte sich bei der Rafting-Tour am Donnerstag offenbar leicht verkühlt und fiel mit einem grippalen Infekt aus. Für ihn stand Carl Klaus zwischen den Pfosten, Fabian Nürnberger und Lino Tempelmann bildeten zunächst die Doppelsechs, die Neuzugänge Kwadwo Duah und Christoph Daferner erstmals das Angriffsduo.

Der Aufstellung in Rum wollte Klauß nicht zu viel Bedeutung beimessen, erst zur Generalprobe am Freitag gegen den FC Arsenal (17.30 Uhr, Max-Morlock-Stadion) soll die erste Elf möglichst identisch sein mit der Startformation, die für den Club acht Tage später beim FC Sankt Pauli die ersten Punkte holen soll.

Nachdem in den ersten beiden Wochen der Vorbereitung insbesondere das Spiel mit und gegen den Ball geübt worden war, ging es in den acht Tagen von Natz vorrangig um das gedankenschnelle Umschalten in beide Richtungen sowie Abschlüsse. „Wir wollen häufiger in torgefährliche Räume kommen“, so in etwa lautet das übergeordnete Ziel mit Blick auf die neue Zweitliga-Runde.

Daferner mit drei Chancen

Am Sonntagnachmittag funktionierte das schon mal überhaupt nicht, auch die Defensive präsentierte sich in einem bedenklichen Zustand. Alexander Ranacher staubte nach einer Aneinanderreihung von Fehlern zum 0:1 ab (31.), Denis Tomic ließ acht Minuten später mit einem direkt verwandelten Freistoß von der linken Seite das 0:2 folgen. Nicht die einzige Szene in der ersten Halbzeit, bei der Mathenia-Ersatz Klaus schlecht aussah.

Offensiv fiel eigentlich nur Daferner hin und wieder positiv auf, konnte seine beiden Möglichkeiten per Direktabnahme und Schrägschuss aber ebenfalls nicht nutzen. Beim Club lief ganz wenig zusammen gegen die WSG Tirol, die zwar mit Juventus Turin kooperiert, aber trotzdem mit dem kleinsten Etat in Österreichs Fußball-Oberhaus auskommen muss.

Der Trainer reagierte zur Pause mit vier Wechseln und der taktischen Umstellung auf eine Raute, Johannes Geis gab fortan den defensiven Mittelfeldspieler. Die WSG Tirol spazierte trotzdem weiter fast nach Belieben durch Nürnbergs Hälfte, auf der anderen Seite traf Daferner per Volleyschuss nur den Pfosten.

Erfreulich aus Club-Sicht, dass Felix Lohkemper Mitte der zweiten Halbzeit sein Comeback gab nach fast einem Jahr Pause, das war's dann aber eigentlich auch schon mit den guten Nachrichten. Nach der 0:2-Niederlage in Rum hat der 1. FC Nürnberg auch nach drei Testspielen erst einen Treffer erzielt - das 2:0 in Aschaffenburg resultierte aus einem Eigentor.

Nürnberg: Klaus; Gyamerah (46. Valentini), Schindler (46. Hübner), Sörensen (69. Fofana), Handwerker (46. Geis) - Nürnberger (69. Castorp), Tempelmann (69. Duman) - Schleimer (46. Möller Daehli, 69. Shuranov), Wekesser (69. Brown) - Daferner (69. Wintzheimer), Duah (69. Lohkemper).

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