Kolumne

Es geht um die Bratwurst: Abenteuer mit dem Club

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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20.9.2022, 05:29 Uhr
Schmeckt auch in Darmstadt: die Bratwurst.

© Daniel Karmann/dpa, NN Schmeckt auch in Darmstadt: die Bratwurst.

Auswärtsfahrten mit dem 1. FC Nürnberg sind nicht nur, wie hier vielleicht schon ein oder zweimal erwähnt, immer auch Bildungsreisen. Sie sind auch Abenteuer, was einen erwartet, weiß man vorab nie.

Das liegt zum einen an den zum Wankelmut neigenden Fußballspielern des 1. FC Nürnberg, zum anderen aber auch an ein paar clubfernen Themen. Die Deutsche Bahn, zum Beispiel, kommt zwar fast immer irgendwo pünktlich an, lässt sich aber hier und da ein paar Dinge einfallen, die dazu führen, dass man zwar auf Auswärtsfahrt ist, am Ende aber kein Fußballspiel sieht, weil man zum Beispiel im Nirgendwo strandet.

Nach Darmstadt ging es am Samstag aber ohne Komplikationen, womit dort angekommen das Abenteuer beginnen konnte. Von Darmstadt hat man eigentlich keine Meinung, entdeckt bei der Straßenbahnfahrt zum Stadion dann aber eine erstaunlich schöne Stadt.

Am Stadion entdeckt man eine Baustelle. Und man hofft auf die größte Attraktion Darmstadts, die man bis dahin kannte: die großen Schwenkgrills, auf denen sie über offenem Feuer Bratwurst grillen.

Feuer in der Wurst

Aber: Durch den Stadionumbau sind die Schwenkgrills verschwunden, stattdessen werden die Bratwürste irgendwo im Hinterzimmer zubereitet. Auswärtsfahrten sind manchmal auch Enttäuschungen. Der 1. FC Nürnberg kann da aber diesmal nichts dafür. Und man muss sagen, dass die Bratwurst ja trotzdem noch gut schmeckt. Der mit dem Auto angereiste Kollege kann das bestätigen, wobei bei ihm die Bratwurst etwas anders aussieht.

Ist auch keine Bratwurst, sagt er, sondern eine Feuerwurst. An die hat man sich ob des Namens selbst nicht herangetraut. Ist es sehr scharf, fragt man also. Ja, sagt der Kollege, aber nicht so, dass man es nicht aushalten könnte. Er ist zwar ein Abenteurer, aber eben ein nur kleiner Abenteurer. Es gibt ja auf dem Fußballplatz danach noch genügend Dinge zu sehen, die einem Angst einjagen.

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