Autakt gegen Aue - und dann?

Falsche Neun? Stimmt schon - das sind die ersten Gegner des FCN

23.7.2021, 13:53 Uhr
Es brodelt im Schacht: Nach der abermals von einer Krankschreibung umgebenen Entlassung von Defensivdogmatiker Dirk Schuster entschieden sich die Veilchen für eine kreative Lösung für die vakante Trainerposition und verpflichtete mit Aleksey Shpilevski einen jungen, bisher vor allem in Kasachstan erfolgreichen Fußballlehrer. Der 33-Jährige, der neben Robert Klauß zu den Musterschülern der RB-Schule zählte, möchte im Erzgebirge aggressives Pressing und schnelles Umschaltspiel etablieren. Das gelang dem ersten Club-Gegner in der Saison in der Vorbereitung nur bedingt.
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Auftakt gegen Aue: Pressen, pressen, pressen!

Es brodelt im Schacht: Nach der abermals von einer Krankschreibung umgebenen Entlassung von Defensivdogmatiker Dirk Schuster entschieden sich die Veilchen für eine kreative Lösung für die vakante Trainerposition und verpflichtete mit Aleksey Shpilevski einen jungen, bisher vor allem in Kasachstan erfolgreichen Fußballlehrer. Der 33-Jährige, der neben Robert Klauß zu den Musterschülern der RB-Schule zählte, möchte im Erzgebirge aggressives Pressing und schnelles Umschaltspiel etablieren. Das gelang dem ersten Club-Gegner in der Saison in der Vorbereitung nur bedingt. © Robert Michael, dpa

Zu den Anlaufschwierigkeiten kommen im Lößnitztal mehrere heftig diskutierte Personalentscheidungen, beispielsweise die Ausbootung von Pascal Testroet. Da sich dieser nun dem SV Sandhausen anschließt und auch Florian Krüger den Verein gen Bielefeld verlässt, verliert Aue seine zwei besten Torschützen. Stürmen sollen zukünftig Omar Sijaric (19, Türkgücü München) und Nicolas Kühn (21, FC Bayern II) füllen. Letzterer spielte in der Jugend unter Robert Klauß, vereint ein enormes Tempo mit Dribbelstärke und Technik und gilt somit als eines der verheißungsvollsten Talente seiner Altersklasse.
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Zu den Anlaufschwierigkeiten kommen im Lößnitztal mehrere heftig diskutierte Personalentscheidungen, beispielsweise die Ausbootung von Pascal Testroet. Da sich dieser nun dem SV Sandhausen anschließt und auch Florian Krüger den Verein gen Bielefeld verlässt, verliert Aue seine zwei besten Torschützen. Stürmen sollen zukünftig Omar Sijaric (19, Türkgücü München) und Nicolas Kühn (21, FC Bayern II) füllen. Letzterer spielte in der Jugend unter Robert Klauß, vereint ein enormes Tempo mit Dribbelstärke und Technik und gilt somit als eines der verheißungsvollsten Talente seiner Altersklasse. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Konsequent offensiv, aggressiv und temporeich spielte der SC Paderborn unter Steffen Baumgart. Lukas Kwasniok, der zur neuen Saison in die Fußstapfen des Kult- und Erfolgstrainers tritt, möchte diesen Fußball und bestenfalls auch dessen Ergebnisse fortführen. Zur Verfügung stehen dem 40-Jährigen trotz zwölf Abgängen im Kern überwiegend dieselben Akteure wie in der Vorsaison.
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Paderborn? Da sah der Club zuletzt doch gut aus

Konsequent offensiv, aggressiv und temporeich spielte der SC Paderborn unter Steffen Baumgart. Lukas Kwasniok, der zur neuen Saison in die Fußstapfen des Kult- und Erfolgstrainers tritt, möchte diesen Fußball und bestenfalls auch dessen Ergebnisse fortführen. Zur Verfügung stehen dem 40-Jährigen trotz zwölf Abgängen im Kern überwiegend dieselben Akteure wie in der Vorsaison. © David Inderlied, dpa

Wie in der Vorsaison? Mit Sebastian Schonlau, Sebastian Vasiliadis und Christopher Antwi-Adjej bricht freilich eine Achse dreier Leistungsträger weg. Deren hinterlassene Lücken sollen entwicklungsfähige Neuverpflichtungen kompensieren, darunter Fabrice Hartmann. Ein langjähriger Wegbleiter des Leihspielers von RB Leipzig ist Tom Krauß - kein anderer Spieler stand häufiger mit Hartmann auf dem Platz. Apropos Tom Krauß: Gegen Paderborn, gegen das dem Club in der Vorsaison zwei Siege glückten, gelang dem Mittelfeldderwisch in der Rückrunde mit einem kernigen Schuss das erste Profi-Tor.
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Wie in der Vorsaison? Mit Sebastian Schonlau, Sebastian Vasiliadis und Christopher Antwi-Adjej bricht freilich eine Achse dreier Leistungsträger weg. Deren hinterlassene Lücken sollen entwicklungsfähige Neuverpflichtungen kompensieren, darunter Fabrice Hartmann. Ein langjähriger Wegbleiter des Leihspielers von RB Leipzig ist Tom Krauß - kein anderer Spieler stand häufiger mit Hartmann auf dem Platz. Apropos Tom Krauß: Gegen Paderborn, gegen das dem Club in der Vorsaison zwei Siege glückten, gelang dem Mittelfeldderwisch in der Rückrunde mit einem kernigen Schuss das erste Profi-Tor. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

In Düsseldorf verpasste man in der vergangenen Saison den Aufstieg. Bis kurz vor Rundenschluss noch halbwegs aussichtsreich im Rennen, musste die ambitionierte, aber letztlich glücklose Fortuna am Ende abreißen lassen. Für Uwe Rösler, der als Club-Angreifer gegen Köln einmal nach fünf Minuten Rot gesehen hatte, später einigermaßen erfolgreich für ein damals noch einigermaßen erfolgloses Manchester City stürmte und am Rhein mit einem eigentümlichen Sprachmix aus Sächsisch und Englisch auffällig wurde, bedeutete dies das Arbeitsende. Und für die Fortuna, weil der FC in der Relegation den Abstieg vermied, trotzdem keine Derby-Treffs mit dem ewigen Rivalen von der anderen Flussseite.
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Weiterhin glücklose Fortuna?

In Düsseldorf verpasste man in der vergangenen Saison den Aufstieg. Bis kurz vor Rundenschluss noch halbwegs aussichtsreich im Rennen, musste die ambitionierte, aber letztlich glücklose Fortuna am Ende abreißen lassen. Für Uwe Rösler, der als Club-Angreifer gegen Köln einmal nach fünf Minuten Rot gesehen hatte, später einigermaßen erfolgreich für ein damals noch einigermaßen erfolgloses Manchester City stürmte und am Rhein mit einem eigentümlichen Sprachmix aus Sächsisch und Englisch auffällig wurde, bedeutete dies das Arbeitsende. Und für die Fortuna, weil der FC in der Relegation den Abstieg vermied, trotzdem keine Derby-Treffs mit dem ewigen Rivalen von der anderen Flussseite. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Unter dem jungen Christian Preußer, für den das Engagement in der Altbierstadt die erste große Trainerstation im Profibereich ist, wollen die Fußballer vom Flinger Broich erneut oben mitspielen. Dass dies bei der Zweitvertretung des SC Freiburg, die Preußer unlängst zum Drittliga-Aufstieg dirigierte, ziemlich gut gelang, diente dem 37-Jährigen in Düsseldorf als Empfehlungsschreiben. Bauen konnte Preußer dabei auf den Inzwischen-Nürnberger Lino Tempelmann, den er nun als Fortunen-Coach wiedersieht. Möglicherweise gegen den Club im Einsatz dann? Neu-Düsseldorfer Nicklas Shipnoski, der als einer der Drittliga-Topscorer der Vorsaison beim FCN nur angeblich auf dem Zettel stand. 
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Unter dem jungen Christian Preußer, für den das Engagement in der Altbierstadt die erste große Trainerstation im Profibereich ist, wollen die Fußballer vom Flinger Broich erneut oben mitspielen. Dass dies bei der Zweitvertretung des SC Freiburg, die Preußer unlängst zum Drittliga-Aufstieg dirigierte, ziemlich gut gelang, diente dem 37-Jährigen in Düsseldorf als Empfehlungsschreiben. Bauen konnte Preußer dabei auf den Inzwischen-Nürnberger Lino Tempelmann, den er nun als Fortunen-Coach wiedersieht. Möglicherweise gegen den Club im Einsatz dann? Neu-Düsseldorfer Nicklas Shipnoski, der als einer der Drittliga-Topscorer der Vorsaison beim FCN nur angeblich auf dem Zettel stand.  © Marius Becker, dpa

Mit einem Jahr Verzögerung ist der FC Ingolstadt nun doch noch aufgestiegen. Wäre er bekanntermaßen bereits am 11. Juli 2021 im Audi-Sportpark, hätte nicht Fabian Schleusener in der sechsten Minute der eigentlich fünfminütigen Nachspielzeit dies mit seinem fantastischen Stocher-Tor verhindert. Nach zwei missglückten Anläufen - unter anderem gegen den Club - gestalteten die Schanzer ihre dritte Relegation in Serie gegen Osnabrück erfolgreich. Wiedersehen wird der FCN bei den erfahrenen Klassenkämpfern Sturmtank Stefan Kutschke, der sich einst vom FCN freipresste und auch in der außergewöhnlichen Auseinandersetzung mit dem Club am 11. Juli 2021 mit allerhand Unsportlichkeiten körperlicher und verbaler Natur aufwartete.
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"Schön", euch wiederzusehen!

Mit einem Jahr Verzögerung ist der FC Ingolstadt nun doch noch aufgestiegen. Wäre er bekanntermaßen bereits am 11. Juli 2021 im Audi-Sportpark, hätte nicht Fabian Schleusener in der sechsten Minute der eigentlich fünfminütigen Nachspielzeit dies mit seinem fantastischen Stocher-Tor verhindert. Nach zwei missglückten Anläufen - unter anderem gegen den Club - gestalteten die Schanzer ihre dritte Relegation in Serie gegen Osnabrück erfolgreich. Wiedersehen wird der FCN bei den erfahrenen Klassenkämpfern Sturmtank Stefan Kutschke, der sich einst vom FCN freipresste und auch in der außergewöhnlichen Auseinandersetzung mit dem Club am 11. Juli 2021 mit allerhand Unsportlichkeiten körperlicher und verbaler Natur aufwartete. © Matthias Balk, dpa

Nicht wiedersehen, vermissen wird ihn wohl kein Nürnberger, wird man derweil Tomas Oral. Der hemdsärmelige Aufstiegscoach verließ den FCI wie Sportdirektor Michael Henke dem Vernehmen nach auch, weil man unterschiedliche Auffassungen über die Ausrichtung des Vereins hatte, die Klub-Oberen in der Autostadt nach der Rückkehr in Liga zwei erst mal auf die Bremse drücken wollten. Deutlich wird das auch an Ingolstadts Zurückhaltung auf dem Transfermarkt. Das Team von Roberto Pätzold, der zuletzt die U19 der Schanzer trainierte, muss bislang ohne spektakuläre Neuzugänge auskommen. Emotionalen, leidenschaftlichen Fußball will Pätzold dem Aufsteiger gleichwohl verordnen, um mit dem FCI die Klasse zu halten.
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Nicht wiedersehen, vermissen wird ihn wohl kein Nürnberger, wird man derweil Tomas Oral. Der hemdsärmelige Aufstiegscoach verließ den FCI wie Sportdirektor Michael Henke dem Vernehmen nach auch, weil man unterschiedliche Auffassungen über die Ausrichtung des Vereins hatte, die Klub-Oberen in der Autostadt nach der Rückkehr in Liga zwei erst mal auf die Bremse drücken wollten. Deutlich wird das auch an Ingolstadts Zurückhaltung auf dem Transfermarkt. Das Team von Roberto Pätzold, der zuletzt die U19 der Schanzer trainierte, muss bislang ohne spektakuläre Neuzugänge auskommen. Emotionalen, leidenschaftlichen Fußball will Pätzold dem Aufsteiger gleichwohl verordnen, um mit dem FCI die Klasse zu halten. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Apropos Relegation: Relegationsheld Fabian Schleusener kehrte im Sommer nach Karslruhe zurück. Dorthin, wo er sich einst mit 17 Toren in der Drittligasaison 2017/18 für höhere Aufgaben bewarb. Dorthin, wo in der vergangenen Saison die Auf-und-Ab-Mannschaft der zweiten Liga zuhause war: Drei Niederlagen in Serie, vier Siege in Folge, wieder drei Niederlagen, acht Partien ohne Niederlagen - ein 0:1 gegen den Mats Möller Daehli und den FCN - dann neun Partien ohne Sieg und zwei Erfolge zum Abschluss. In Summe erreichten die Fächerstädter den sechsten Platz, für die neue Saison setzt man sich den Klassenerhalt zum Ziel. Auch wegen den vermeintlich großen Mannschaften aus Hamburg, Schalke und Bremen, die neben dem Club und dem KSC übrigens das Quintett der im Unterhaus vertretenen Gründungsmitglieder der Bundesliga komplettieren. Auch, weil sich die Personaldecke in der Defensive als recht dünn präsentiert: Drei Innenverteidiger verließen den Wildpark, drei Spieler für jene bedeutende Position sind noch im Kader.
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Konstante Unkonstanz in Karlsruhe

Apropos Relegation: Relegationsheld Fabian Schleusener kehrte im Sommer nach Karslruhe zurück. Dorthin, wo er sich einst mit 17 Toren in der Drittligasaison 2017/18 für höhere Aufgaben bewarb. Dorthin, wo in der vergangenen Saison die Auf-und-Ab-Mannschaft der zweiten Liga zuhause war: Drei Niederlagen in Serie, vier Siege in Folge, wieder drei Niederlagen, acht Partien ohne Niederlagen - ein 0:1 gegen den Mats Möller Daehli und den FCN - dann neun Partien ohne Sieg und zwei Erfolge zum Abschluss. In Summe erreichten die Fächerstädter den sechsten Platz, für die neue Saison setzt man sich den Klassenerhalt zum Ziel. Auch wegen den vermeintlich großen Mannschaften aus Hamburg, Schalke und Bremen, die neben dem Club und dem KSC übrigens das Quintett der im Unterhaus vertretenen Gründungsmitglieder der Bundesliga komplettieren. Auch, weil sich die Personaldecke in der Defensive als recht dünn präsentiert: Drei Innenverteidiger verließen den Wildpark, drei Spieler für jene bedeutende Position sind noch im Kader. © Uli Deck, dpa

Trotz der Abgänge bleibt aber das Gerüst in der Viererkette rund um den nun festverpflichteten Ex-Nürnberger Philip Heise bestehen. Womöglich noch wichtiger ist der Verbleib von Torgarant Philipp Hofmann. Trainer Christian Eichner darf trotz abermals zahlreicher Wechselgerüchte weiterhin auf seinen torhungrigen Sturmtank bauen, den die aufrückenden Außenverteidiger und mitunter auch Mittelfeldspieler Marvin Wanitzek füttern - mit Flanken und mit Erfolg. 13 Treffer erzielte der Ex-Fürther in der vergangenen Saison.
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Trotz der Abgänge bleibt aber das Gerüst in der Viererkette rund um den nun festverpflichteten Ex-Nürnberger Philip Heise bestehen. Womöglich noch wichtiger ist der Verbleib von Torgarant Philipp Hofmann. Trainer Christian Eichner darf trotz abermals zahlreicher Wechselgerüchte weiterhin auf seinen torhungrigen Sturmtank bauen, den die aufrückenden Außenverteidiger und mitunter auch Mittelfeldspieler Marvin Wanitzek füttern - mit Flanken und mit Erfolg. 13 Treffer erzielte der Ex-Fürther in der vergangenen Saison. "Im Fußball ist es so, dass man nicht immer gleich daran schrauben muss, wenn etwas gut war", meint Christian Eichner zum aufkommenden Vorschlag eines Doppelsturms bestehend aus seinem bisherigen Toptorjäger Hofmann und dem früheren Toptorjäger Schleusener. © Sportfoto Zink / Daniel Marr via www.imago-images.de

Die Abgänge der beiden Leistungsträger Sebastian Stolze und Albion Vrenezi, die Gegner Bremen, Schalke, Hamburg, die zuletzt schwächste Punktausbeute seit dem Aufstieg: All das könnten Gründe sein, warum es für die Jahnelf in dieser Spielzeit eng werden könnte. Dennoch ist man in Regensburg optimistisch: Erstens spielte der Jahn eine bisher überaus erfolgreiche Vorbereitung und gewann vier seiner fünf Partien zu null. Zweitens bewiesen die Ostbayern in den Vorsaisons und zuletzt auch im Pokal ihre Qualität, durch Leidenschaft und Intensität deutlich besser besetzten Mannschaften Punkte abzuringen.
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Der Jahn. Oder: Warum's gegen große Teams leichter ist

Die Abgänge der beiden Leistungsträger Sebastian Stolze und Albion Vrenezi, die Gegner Bremen, Schalke, Hamburg, die zuletzt schwächste Punktausbeute seit dem Aufstieg: All das könnten Gründe sein, warum es für die Jahnelf in dieser Spielzeit eng werden könnte. Dennoch ist man in Regensburg optimistisch: Erstens spielte der Jahn eine bisher überaus erfolgreiche Vorbereitung und gewann vier seiner fünf Partien zu null. Zweitens bewiesen die Ostbayern in den Vorsaisons und zuletzt auch im Pokal ihre Qualität, durch Leidenschaft und Intensität deutlich besser besetzten Mannschaften Punkte abzuringen. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Und drittens ist der Jahn um Geschäftsführer Christian Keller im Ersetzen von Schlüsselspielern inzwischen geübt. In dieser Transferperiode sicherte man sich an der Steinernen Brücke abermals viele in der zweiten Bundesliga noch nicht etablierte Talente aus niederen Klassen (wie Sarpreet Singh) sowie wenige Routiniers (wie Thorsten Kirschbaum). Neben den beiden Neuzugängen besitzt auch der gebürtige Nürnberger Jann George mit elf Jahren in der Jugend und der zweiten Mannschaft eine Club-Vergangenheit. 
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Und drittens ist der Jahn um Geschäftsführer Christian Keller im Ersetzen von Schlüsselspielern inzwischen geübt. In dieser Transferperiode sicherte man sich an der Steinernen Brücke abermals viele in der zweiten Bundesliga noch nicht etablierte Talente aus niederen Klassen (wie Sarpreet Singh) sowie wenige Routiniers (wie Thorsten Kirschbaum). Neben den beiden Neuzugängen besitzt auch der gebürtige Nürnberger Jann George mit elf Jahren in der Jugend und der zweiten Mannschaft eine Club-Vergangenheit.  © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Nach neunjähriger Zweitliga-Abstinenz ist die Euphorie in der Hansestadt enorm: 10 000 verkaufte Dauerkarten bedeuten einen neuen Vereinsrekord. Mit dem langjährigen Club-Kapitän Hanno Behrens hat Hansa einen absoluten Führungsspieler an die Ostsee gelotst. Der 31-Jährige, der in Rostock auf seinen ehemaligen Nürnberger Mannschaftskameraden Simon Rhein sowie den Ex-Fürther Nik Omladic trifft, wurde von den neuen Kollegen auch prompt in den fünfköpfigen Mannschaftsrat gewählt. Zugänge wie Calogero Rizzuto (Erzgebirge Aue), Ridge Munsy (Würzburger Kickers) und Thomas Meißner (früher MSV Duisburg) bringen ebenfalls einiges an Zweitliga-Erfahrung mit, Streli Mamba stürmte einst für Paderborn in der Bundesliga.
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Rostocks Rückkehr: Wo ist denn der Hanno?

Nach neunjähriger Zweitliga-Abstinenz ist die Euphorie in der Hansestadt enorm: 10 000 verkaufte Dauerkarten bedeuten einen neuen Vereinsrekord. Mit dem langjährigen Club-Kapitän Hanno Behrens hat Hansa einen absoluten Führungsspieler an die Ostsee gelotst. Der 31-Jährige, der in Rostock auf seinen ehemaligen Nürnberger Mannschaftskameraden Simon Rhein sowie den Ex-Fürther Nik Omladic trifft, wurde von den neuen Kollegen auch prompt in den fünfköpfigen Mannschaftsrat gewählt. Zugänge wie Calogero Rizzuto (Erzgebirge Aue), Ridge Munsy (Würzburger Kickers) und Thomas Meißner (früher MSV Duisburg) bringen ebenfalls einiges an Zweitliga-Erfahrung mit, Streli Mamba stürmte einst für Paderborn in der Bundesliga. © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Trainer Jens Härtel hingegen muss noch nachweisen, dass er 2. Liga kann: Beim 1. FC Magdeburg musste der Sachse, der früher wie Robert Klauß im Nachwuchsbereich von RB Leipzig tätig war, in der Saison 2018/19 bereits nach 13 Spieltagen für den ehemaligen Club-Coach Michael Oenning weichen.
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Trainer Jens Härtel hingegen muss noch nachweisen, dass er 2. Liga kann: Beim 1. FC Magdeburg musste der Sachse, der früher wie Robert Klauß im Nachwuchsbereich von RB Leipzig tätig war, in der Saison 2018/19 bereits nach 13 Spieltagen für den ehemaligen Club-Coach Michael Oenning weichen. © Danny Gohlke/dpa

Nachdem das einstige Bundesliga-Fossil im spektakulären Scheitern inzwischen eine bemerkenswerte Routine entwickelt hat, soll nun Tim Werner im vierten Anlauf das vollbringen, was vor ihm Christian Titz, Hannes Wolf, dem heutigen Club-Sportvorstand Dieter Hecking, Daniel Thioune sowie Vereinsikone Horst Hrubesch nicht gelingen wollte: die Weichen endlich in Richtung Wiederaufstieg stellen. Zumindest sind die Hanseaten angesichts der neuen, von oben durchgereichten Konkurrenz Schalke und Bremen erstmals die Rolle des Top-Favoriten los, zumal sie mit Torjäger Simon Terodde (Schalke 04), Rick van Drongelen (Union Berlin), Torhüter Sven Ulreich (zurück zum FC Bayern) und Ex-Kapitän Aaron Hunt (ohne Verein) auch einige prominente Abgänge zu verzeichnen haben. Des Weiteren verabschiedeten sich der Ex-Fürther Khaled Narey (Fortuna Düsseldorf) und Gideon Jung (Greuther Fürth), die beide in den Planungen keine Rolle mehr spielten.
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Perlentaucher in Hamburg: Der Nächste, bitte!

Nachdem das einstige Bundesliga-Fossil im spektakulären Scheitern inzwischen eine bemerkenswerte Routine entwickelt hat, soll nun Tim Werner im vierten Anlauf das vollbringen, was vor ihm Christian Titz, Hannes Wolf, dem heutigen Club-Sportvorstand Dieter Hecking, Daniel Thioune sowie Vereinsikone Horst Hrubesch nicht gelingen wollte: die Weichen endlich in Richtung Wiederaufstieg stellen. Zumindest sind die Hanseaten angesichts der neuen, von oben durchgereichten Konkurrenz Schalke und Bremen erstmals die Rolle des Top-Favoriten los, zumal sie mit Torjäger Simon Terodde (Schalke 04), Rick van Drongelen (Union Berlin), Torhüter Sven Ulreich (zurück zum FC Bayern) und Ex-Kapitän Aaron Hunt (ohne Verein) auch einige prominente Abgänge zu verzeichnen haben. Des Weiteren verabschiedeten sich der Ex-Fürther Khaled Narey (Fortuna Düsseldorf) und Gideon Jung (Greuther Fürth), die beide in den Planungen keine Rolle mehr spielten. © Gregor Fischer/dpa

Dass es unter dem bekannt nassforschen Werner keine Erbhöfe gibt, bekam auch gleich Linksverteidiger Tim Leibold zu spüren: Der Ex-Nürnberger musste die Kapitänsbinde an den aus Paderborn gekommenen Sebastian Schonlau abgeben und fungiert künftig nur noch als Stellvertreter. Der bisherige
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Dass es unter dem bekannt nassforschen Werner keine Erbhöfe gibt, bekam auch gleich Linksverteidiger Tim Leibold zu spüren: Der Ex-Nürnberger musste die Kapitänsbinde an den aus Paderborn gekommenen Sebastian Schonlau abgeben und fungiert künftig nur noch als Stellvertreter. Der bisherige "Vize" Toni Leistner (30) flog sogar aus dem Mannschaftsrat und hat zudem seinen Stammplatz in der Abwehr an Talent Jonas David (21) verloren. Im Angriff ruhen die Hoffnungen vor allem auf dem zuvor von Cardiff City an Mainz ausgeliehenen Robert Glatzel. © Friso Gentsch/dpa