Besetzung der Innenverteidigung

Geis oder Fofana? Vieles spricht für den Club-Routinier

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Wolfgang Laaß

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24.1.2023, 18:42 Uhr
Viel Zeit ist nicht mehr: Johannes Geis (re.) wäre schon mal bereit für Sankt Pauli.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, NN Viel Zeit ist nicht mehr: Johannes Geis (re.) wäre schon mal bereit für Sankt Pauli.

Mit 27 Spielern, darunter drei Torhüter, ist der 1. FC Nürnberg am Dienstagnachmittag in die letzte von insgesamt elf Wochen Vorbereitung gestartet. Der Trainer zählt ja auch gerne die offiziell dienstfreie Zeit ab dem letzten Punktspiel Mitte November 2022 mit, nach dem sich die Fußballer mit individuell gestalteten Plänen in Form bringen mussten.

Elf Wochen Vorbereitung. Markus Weinzierl ist zufrieden mit dem Verlauf, spricht unter anderem von einer „sehr guten Trainingslager-Woche“. In den sechs Testspielen gab’s für seinen Club zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen, die vorerst letzte am Samstag beim 1:3 in Prag. Sämtliche Gegentreffer resultierten aus Fehlern seiner Mannschaft.

Dass Nürnbergs Defensive nach der Pause und mit Johannes Geis in der Innenverteidigung samt Umstellung auf Dreierkette etwas besser aussah als vor der Pause mit Sadik Fofana und in einer Viererkette, ist natürlich auch dem Trainer nicht verborgen geblieben. Wie schon in der zweiten Halbzeit gegen Schalke und in der zweiten Halbzeit gegen Cracovia. Auch deswegen sind in der Startelf für Sonntag noch längst nicht alle Plätze fest vergeben.

Zwei Plätze offen

„Es gibt schon noch zwei Überlegungen, vorne, hinten“, sagt Weinzierl, wobei er zumindest ausschließen kann, dass Florian Hübner am Sonntag gegen den FC Sankt Pauli beginnen wird. Der monatelang mit Rückenproblemen ausgefallene Innenverteidiger ist erst seit Anfang Januar wieder im Mannschaftstraining und „hat einfach noch Rückstand“, so Weinzierl.

Hübner jetzt gleich von Anfang an zu bringen, findet Weinzierl „wäre unvernünftig und ich glaube, dass wir nicht in der Lage sind, unvernünftige Dinge machen zu müssen“. Zumal sie ihn mittelfristig schon brauchen werden, so eine Rückrunde kann lang werden. Erst recht, wenn am 8. Februar (18 Uhr) im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf der Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale gelänge.

Also ganz hinten also erst mal mit Routinier Johannes Geis oder mit Jungspund Sadik Fofana, der hin und wieder nicht ganz bei der Sache zu sein schien, so wie beim 0:1 am Samstag, als sein Gegenspieler nach einem Eckstoß erstaunlich unbedrängt einköpfen durfte. Geis oder Fofana, Dreier- oder Vierkette – sie wollen, sagt Weinzierl, jetzt „schauen, wo wir uns am wohlsten fühlen, wo sich der Gegner am unwohlsten fühlt“.

Sankt Pauli erwarten sie am Sonntag ähnlich wie Prag, „das hat ganz gut gepasst“, sagt Weinzierl, der besonders das Vorbereitungspensum hervorhebt. „Wir haben wirklich intensiv gearbeitet und viel gearbeitet, vielleicht so viel wie noch nie, seitdem ich Trainer bin“, so Weinzierl, "aber jetzt zählt’s am Sonntag“, ab 13.30 Uhr im Max-Morlock-Stadion: „Auch wenn wir jetzt ein bisschen Fitness haben, haben wir noch lange keine Punkte.“

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