Nach der Testspielniederlage

Klauß mahnt: Das muss beim Club besser werden

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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6.7.2022, 16:57 Uhr
Rede- und Handlungsbedarf: Der Club ist vor dem Test gegen Arsenal noch nicht so recht zufrieden mit sich.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Rede- und Handlungsbedarf: Der Club ist vor dem Test gegen Arsenal noch nicht so recht zufrieden mit sich.

Robert Klauß jubelt wie Cristiano Ronaldo. Seit einem Treffer mit dem Schienbein am Ende des Dienstagstrainings weiß man das jetzt auch. Ein Fan des Portugiesen ist der Trainer des 1. FC Nürnberg allerdings nicht. "Ironisch", sagt Klauß, sei der Jubel gemeint gewesen.

Mitunter ist das ja nicht die schlechteste Idee, auch dem 1. FC Nürnberg in der Betrachtung mit ein wenig Ironie zu begegnen - nur für den Trainer ist das eher nicht angebracht. Also wird er schnell wieder ernst, wenn es um die Nachwirkungen des verloren gegangenen Testspiels gegen die WSG Tirol am Ende des Trainingslagers geht. Ob die Stimmung wieder gut ist, wird Klauß gefragt. "Nein, noch nicht", sagt Klauß.

Deshalb haben sie sich vor der Einheit am Dienstag noch einmal über grundlegende Dinge unterhalte. Darüber, wie sie auf dem Platz reagieren sollen, wenn sie merken, dass nicht alles so widerstandslos läuft, wie sie das gerne hätten. "Auch die Spieler sind in der Verantwortung, Dinge zu coachen und anzusprechen auf dem Platz. Die müssen klar miteinander sein und auch Kritik üben", sagt Klauß.

Die nächste Möglichkeit, es besser zu machen, bietet sich am Freitag, wenn um 17.30 der FC Arsenal im Max-Morlock-Stadion vorbeischaut. Es ist die Generalprobe vor dem Zweitliga-Auftakt beim FC Sankt Pauli eine Woche später. "Wir gehen das an wie ein normales Spiel", sagt Klauß. Das heißt: Es gibt ein Video über den Gegner und die Abläufe ein oder zwei Tage vor der Partie sind so, wie sie es auch vor einem Zweitligaspiel wären.

Im Training besser als im Spiel

Was bis zum Zweitligastart besser werden muss, sagt Klauß dann auch noch. Zwar sei man "inhaltlich schon sehr weit", habe "viele Sachen umgesetzt und eine gute Qualität im Training", aber in der Zeit bis zum Spiel in Hamburg wolle man "herauskitzeln, wie wir das auf den Platz bekommen".

Die große Frage, die sich ihnen am Valznerweiher stellt, formuliert Klauß so: "Wie bekommen wir die Kaderqualität und das Potenzial, das wir haben, und die Dinge, die wir trainiert haben - wie bekommen wir das umgesetzt in Ergebnisse?" Zuletzt hat das nicht geklappt, deshalb sagt Klauß auch noch: "Wir dürfen uns nicht nur daran erfreuen, dass wir viel leisten könnten. Wir müssen das auch zeigen." Und wenn dann am Ende ein Schienbeintor den Siegtreffer bedeutet, sind alle ganz unironisch zufrieden.

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