Drei Innenverteidiger, aber nur zwei Plätze

"Komplett offen": Club-Trainer Klauß' schwerste Entscheidung

Foto: Eduard Weigert Datum: 27.3.19..Wolfgang Laass....Mitarbeiterportrait
Wolfgang Laaß

NN-Sportredaktion

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13.7.2022, 15:06 Uhr
Zwei von drei FCN-Innenverteidigern: Asger Sörensen und Florian Hübner.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Zwei von drei FCN-Innenverteidigern: Asger Sörensen und Florian Hübner.

Eigentlich nehmen ja sogar vier zentrale Abwehrspieler des 1. FC Nürnberg am Innenverteidiger-Casting teil. Sadik Fofana aus der U19 von Bayer Leverkusen hat sich in der Vorbereitung ebenfalls positioniert; wenn ihn sein Trainer der Öffentlichkeit etwas näher vorstellen soll, klingt das wie im Trainingslager ungefähr so: „Wir haben ihn unbedingt haben wollen, weil er anders ist als die anderen drei“, so Klauß, nämlich: „sehr athletisch, sehr dynamisch, sehr schnell und auch noch wild“.

Was im Umkehrschluss natürlich nicht heißen soll, dass die anderen drei, namentlich Christopher Schindler, Florian Hübner und Asger Sörensen, weniger athletisch, dynamisch und schnell seien und mit ihrem 19-jährigen Kollegen deshalb nicht ganz mithalten können. „Schon sehr strukturiert und abgeklärt“, so stuft Klauß das ungleich erfahrenere Trio vielmehr ein – aus dem sich schon am Samstag am Millerntor einer auf die Bank setzen muss.

Noch zum Ende des Trainingslagers in Natz hatte Klauß der komfortablen Situation nicht ganz getraut, diesmal tatsächlich die freie Auswahl zu haben. Alle drei fühlten sich fit und waren gut drauf – bis sich Hübner vor der Generalprobe gegen den FC Arsenal mit einem grippalen Infekt abmelden musste und auch den abschließenden Test gegen den FC Schweinfurt verpasste.

Kleiner Rückstand

Die Frage, ob der neue Vize-Kapitän gegen den Fünften der vergangenen Premier-League-Saison begonnen hätte, wird unbeantwortet bleiben müssen; am Freitagabend wollte Klauß ganz hinten im Zentrum eigentlich die beiden aufbieten, die auch beim FC Sankt Pauli aufgeboten werden. Hübners zwischenzeitliche Dienstunfähigkeit lässt zumindest Platz für Zweifel, ob es tatsächlich auf Schindler und Sörensen hinausgelaufen wäre.

Jetzt hat Konkurrent Hübner zudem einen kleinen Rückstand; am Dienstag trainierte er noch individuell, am Mittwoch konnte er wie Mats Möller Daehli zumindest Teile der Übungseinheit mit der Mannschaft absolvieren. Der Norweger hatte tags zuvor ebenfalls mit einem Infekt aussetzen müssen, dürfte aber am Samstag gegen seinen Ex-Verein wieder die berühmten Haken schlagen.

Für Hübner hingegen könnte die Zeit hingegen knapp werden; als nachträgliche Empfehlung kann er eine Halbzeit in Aschaffenburg (neben Fofana), eine Halbzeit gegen Rasgrad (neben Sörensen) und eine Halbzeit gegen die WSG Tirol (neben Fofana) bieten. „Das ist schon eine schwere Entscheidung“, findet Klauß – noch in Südtirol sei der Dreikampf „komplett offen“ gewesen. Mittlerweile scheint er sich aber wegen Hübners Erkrankung auf Schindler und Sörensen festgelegt zu haben.

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