Udo Rauh ist wieder da

Nach achteinhalb Jahren: Comeback der FCN-Kultfigur

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Wolfgang Laaß

NN-Sportredaktion

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28.6.2022, 06:00 Uhr
Wieder bei seinem Club: der Weißenburger Udo Rauh in Natz.

© Wolfgang Laass, NN Wieder bei seinem Club: der Weißenburger Udo Rauh in Natz.

Wie aus dem Nichts tauchte Udo Rauh plötzlich vor dem Mannschaftshotel in Natz auf. Standesgemäß mit Club-T-Shirt und sogar mit offiziellem Auftrag. Die ehemalige Kultfigur im Betreuerteam des 1. FC Nürnberg ist wieder da – nach seinem Abschied Ende 2013 gibt er jetzt sein Comeback.

Nach zwölfeinhalb Jahren als Busfahrer und später auch als Zeugwart verließ Rauh seinen Lieblingsverein, um sich in Weißenburg als Kneipier zu versuchen. Das Wirtshaus „Zum Torwart“ mit schönem Biergarten laufe gut, sagt Rauh, trotzdem möchte er auch wieder Teil der Club-Familie sein.

Als er ging, schrieb Raphael Schäfer sogar einen Brief für die Vereinshomepage. „Du warst sowieso in all den Jahren jederzeit für ein Späßchen zu haben, hast immer für gute Laune gesorgt und stets einen lockeren Spruch auf den Lippen“, fand der langjährige Kapitän.

"Ich waas, heid gwinn mer. Eventuell"

Mit dem früheren Zeugwart Günter Vogt nahm Rauh 2009 sogar eine CD auf. Die Produktion „Der FCN ist mein Verein“ verkaufte sich in den ersten beiden Stunden angeblich über 1000 mal und sorgte auch überregional für Aufsehen. „Bomber & Chicco“ sangen zudem vor 8000 Besuchern beim Sommerfest des 1. FC Nürnberg: „Von Katzwang bis nach Langerzenn“, lautet eine Zeile, „klopft das Herz fürn FCN“, eine andere: „Ich hol‘ die Mannschaft vom Hotel, ich waas, heid gwinn mer. Eventuell.“

Die Club-Fans kennen ihn – und werden sich freuen, dass er wieder da ist, wenn auch nur aushilfsweise wie jetzt im Trainingslager. „Wir hatten Bedarf und Udo hat immer noch eine tiefe Verbundenheit zum Verein“, so erklärt der Sportvorstand die erneute Zusammenarbeit. Also haben sie ihn schon vor einigen Wochen gefragt, ob er zur Verfügung steht. „Der Udo“, sagt Hecking, „ist doch ein fränkisches Urviech“.

Rauh soll vor allem Zeugwart Marko Riegel entlasten, wird aber auch als Bus-Beifahrer mit zu Auswärtsspielen fahren. Vergangene Saison war er schon in Sankt Pauli, Bremen und Kiel dabei, nur eben meistens unsichtbar. In Natz ist der Weißenburger jetzt wieder mittendrin – bei seinem Club.

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