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2:0 für den HSV: Kleeblatt kann nicht überzeugen

Die Leitl-Elf kann sich nach dem 0:3 gegen Kiel nicht rehabilitieren - 05.10.2019 15:09 Uhr

Der HSV übernimmt mit diesem Sieg die Tabellenspitze. © Sportfoto Zink / MeZi


Nach dem herben 0:3 gegen Holstein Kiel zog Stefan Leitl personelle Konsequenzen: Linksverteidiger Maximilian Wittek fand sich wie auch Angreifer Daniel Keita-Ruel auf der Ersatzbank wieder. Stattdessen baute Fürths Coach auf David Raum sowie Havard Nielsen. Paul Seguin wurde nicht rechtzeitig fit. Für ihn rückte Sebastian Ernst nach auskuriertem Mittelfußbruch in die Startelf. 

Hamburgs Coach hatte vor der Partie davor gewarnt, das Kleeblatt an dem jüngsten Ergebnis zu messen. Fürth habe zuletzt gezeigt, dass es "fußballerische Qualität" besitze: "Deswegen müssen wir viel investieren, um sie zu schlagen." Das tat sein Team dann auch gleich von Beginn an und erspielte sich beste Möglichkeiten fast im Minutentakt. Zwei gefährliche Schüsse von Martin Harnik (9.) und Aaron Hunt (12.) entschärfte Fürths Sascha Burchert glänzend, ehe Ernst für den bereits geschlagenen Keeper per Kopf eine verunglückte Flanke von der Torlinie köpfte (14.). 

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In der ersten Halbzeit bejubelt die SpVgg Greuther Fürth den Führungstreffer - allerdings nur im Abseits. Die Gäste aus Franken bringen das 0:0 dann bis in die Halbzeit. Kurz nach der Pause rappelt es aber wirklich: Jeremy Dudziak trifft in der 49. Minute mit dem Kopf. Danach gehen die Versuche des Kleeblatts, den Anschlusstreffer zu erzielen, nicht auf. Fürth verliert den Ball immer wieder und der HSV drückt auf das nächste Tor. Das gelingt am Ende Sonny Kittel: Der HSV siegt souverän und klettert damit auf Platz eins der Tabelle.


Vor allem die rechte Abwehrseite hielt den Angriffen der Hausherren nicht stand. Immer wieder setzte sich Bakery Jatta gegen Maximilian Sauer im Laufduell durch. Auch im Mittelfeld war Fürth mit schnellen Doppelpässen zu einfach ausgehebelt. Nach 16 Minuten ließ Martin Harnik lässig die bis dato beste Chance zur verdienten HSV-Führung liegen, drei Minuten später parierte Burchert einen Fernschuss von Tim Leibold zur Ecke und war wenig später auch bei einem fulminanten Versuch des Ex-Nürnbergers auf den kurzen Pfosten wieder zur Stelle (31.). Und eine große Portion Glück benötigen die Gäste, als Raum eine Hereingabe von Jatta direkte in die Arme seines Torhüters grätschte. Direkt hinter ihm hatte der einschussbereite Harnik gelauert (33.).

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Sie hatte etwas gutzumachen, die SpVgg Greuther Fürth: Nach der klaren Heimniederlage gegen Kiel wollte Fürth beim HSV wieder in die Erfolgsspur zurück. Rund 90 Minuten später ist jedoch klar: Auch beim Aufstiegsaspiranten geht das Kleeblatt leer aus.



Erst nach etwa einer halben Stunde gelang es Fürth, sich aus dem Dauerdruck zu befreien und die Angriffsmaschinerie immerhin für einen Moment lahm zu legen. Der aufgerückte Linksverteidiger Raum konnte nach 35 Minuten den ersten Torschuss absetzen. Ein vermeintlicher Treffer von Tobias Mohr, der plötzlich frei vor HSV-Schlussmann Heuer Fernandes aufgetaucht war, hielt dem Videobeweis wegen einer Abseitsstellung nicht stand (37.). Die Gastgeber entschieden bis zur Pause, in die sich Fürth tatsächlich mit einem 0:0 retten konnte, 64 Prozent der Zweikämpfe für sich. 

Auch nach dem Wiederanpfiff das selbe Bild: Hamburg dominierte die Partie, nutzte diesmal aber auch die erstbeste Gelegenheit zur 1:0-Führung. Julian Green konnte den Rückpass von Tim Leibold im Strafraum nicht verhindern; Hans Nunoo Sarpei ließ Jeremy Dudziak aus etwa zwölf Metern gänzlich unbedrängt einköpfen (49.). 

Fürths Konterbemühungen verebbten auch in der Folge meist schon weit vor dem HSV-Tor, dafür brandete auch weiterhin regelmäßig vor dem eigenen Tor Gefahr auf. Vor 44180 Zuschauern im Hamburger Volksparkstadion drohte nun sogar ein Debakel. 

Fürths Coach Leitl wechselte und brachte für den blass gebliebenen Hrgota mit Daniel Keita-Ruel einen Angreifer in die Partie und wurde für diesen Mut beinahe belohnt: Keita-Ruel setzte Mohr mit einer geschickten Kopfballverlängerung in Szene. Doch Mohr scheiterte mit seinem Heber frei an der Brust des aus seinem Tor geeilten Fernandes (65.). Es blieb die einzigen nennenswerte Gelegenheit auf den Ausgleich. Doch auch der HSV litt unter einen schwachen Chancenverwertung. Erst fünf Minuten vor dem Ende einer einseitigen Partie gelang Sonny Kittel mit einem feinen Heber, nach Andrian Feins feinem Pass in die Tiefe, noch das 2:0.

Nach der Länderspielpause empfängt Fürth am Freitag (18. Oktober) um 18.30 Uhr Dynamo Dresden.

Hamburger SV: Heuer Fernandes - Vagnoman, Letschert, van Drongelen, Leibold - Fein, Dudziak (Kinsombi 87.), Hunt (Kittel 72.) - Jatta, Hinterseer, Harnik

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Sauer, Caligiuri, Mavraj, Raum - Sarpei, Green (Stefaniak 79.), Ernst (Leweling 75.) Hrgota (Keita-Ruel 60.) , Mohr - Nielsen

Tore: 1:0 Dudziak (49.), 2:0 Kittel (85.) | Gelbe Karten: Drongelen - Green, Sarpei | Schiedsrichter: Heft (Neuenkirchen) | Zuschauer: 45.000

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Stefan Jablonka

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