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Angreifer für den Aufstieg: FCN hat Ducksch auf dem Zettel

Der Club will seine Sturm-Malaise mit Neuzugängen beheben - 14.05.2019 13:28 Uhr

Er weiß, wie man den gegnerischen Kasten ins Visier nimmt: Marvin Ducksch, hier bei seinem Einsatz als Fortunen-Angreifer im September 2018 in Nürnberg. © dpa / Timm Schamberger


25 Tore nur hat der Club in seiner nach der Freiburg-Fahrt am kommenden Samstag endenden Erstliga-Saison gemacht. Einer Spielzeit, die für Nürnberg den neuerlichen Abstieg aus seiner Lieblingsliga bedeutete. Kapitän Hanno Behrens und Mikael Ishak, der in der davorgehenden Runde mit zwölf Buden noch ein Aufstiegsgarant, eine Klasse höher aber primär als Vorarbeiter gefragt war, firmieren mit jeweils vier Treffern dabei als zielsicherste Akteure. Zu wenig für den FCN, der sich in Deutschlands Eliteklasse zu oft schwer tat auf dem Weg nach vorne, in aussichtsreicher Position mitunter aber auch zu abschlussschwach agierte. 

Robert Palikuca, der neue Frontmann des FCN, legt den Finger in die offensichtliche Club-Wunde. Um sie zu schließen, sucht der Deutsch-Kroate nach Spielern, welchen die Tore-Not des FCN kurieren sollen. Und kurieren können. Und vor dem Hintergrund, dass Palikucas Club seinen Anspruch alsbald ins Oberhaus zurückzukehren bereits hinterlegt hat, auch kurieren müssen. “Das tut im ersten Moment weh. Jetzt sind wir aber motiviert, wiederaufzusteigen“, sagte Palikuca im Stakkato am Sonntag nämlich auch. Und verband mit dem Verstärkungsbedarf im Angriff die Marschrichtung für Nürnbergs kommende Zweitliga-Saison.

Als Spieler, der dem Club bei seinem Comeback-Anstrengungen in der nächsten Spielzeit helfen könnte, hat man in der Noris, wie die Nürnberger Nachrichten wissen, Marvin Ducksch identifiziert. Bereits im Sommer hatte sich der FCN um die Dienste des Offensivallrounders intensiv bemüht. Verwunderlich war das nicht. Ducksch hatte sich als Angreifer von Holstein Kiel mit 18 Treffern just die Torjägerkrone der 2. Liga aufs Haupt gesetzt und damit ein weiteres Mal nachgewiesen, warum man den gebürtigen Dortmunder in der Szene so spannend findet.

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Ducksch, der von 2009 bis 2012 auch in diversen Juniorenauswahlen des DFB zum Zug kam, war schon als junger Mann ein Spieler, dem manche bei Dortmunds Vorzeigeverein, dem BVB, eine große Zukunft vorhersagten. Der Durchbruch bei den Westfalen blieb dem Youngster, der es für die schwarz-gelbe Zweitvertretung in der dritten und vierten Liga mächtig krachen ließ, jedoch versagt. Nach Stationen in Paderborn und auf dem Hamburger Kiez krachte es als Leihgabe von St. Pauli dafür in Kiel. 18 Tore erzielte der schlaksige Stürmer für die Störche, die in der Relegation gegen Wolfsburg den Aufstieg nur knapp verpassten.

Kein Glück bei der Fortuna

2.1 Millionen Euro legte Düsseldorf, Robert Palikucas vormaliger Arbeitgeber, anschließend auf den Tisch und stattete Ducksch mit einem Vertrag bis 2022 aus. Doch bei der Fortuna wurde der begabte Angreifer nicht glücklich. Zwar durfte Ducksch, der auch in beiden Partien gegen den Club zum Einsatz kam, zu Saisonbeginn regelmäßig für die Rheinländer stürmen, ehe ihm Shootingstar Dodi Lukebakio immer häufiger vorgezogen wurde. Vor dem letzten der 34 Spieltage stehen die Zeichen auf Trennung im Sommer. Womit man wieder beim vormaligen Düsseldorfer Robert Palikuca wäre. Und dessen Plan, an Nürnbergs Angriffsschwäche zu arbeiten. 

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apö

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